Sicherheit in den eigenen vier Wänden

Sicherheit in den eigenen vier Wänden

Den Skiurlaub in Ischgl genoss Familie Huber, doch die Urlaubsstimmung war sofort verflogen, als sie vor ihrer Wohnung in Wien stand. Das aufgebrochene Haustürschloss ließ sofort Böses ahnen.

Alles war weg: Der Schmuck, der neue Apple-Laptop mit den privaten Fotos und geschäftlichen Unterlagen, der iPod des Sohnes und ein kleiner Bargeldbetrag. Doch das Schlimmste war die Verwüstung, die die Einbrecher hinterließen. Das teure Rolf-Benz-Sofa war mit einem Messer aufgeschlitzt worden, und der Inhalt von Schubladen lag in der gesamten Wohnung verstreut. Der Gesamtschaden für die Familie Huber belief sich auf über 30.000 Euro. 2012 machten laut Kriminalstatistik des Bundesministeriums für Inneres 15.479 Österreicher diese schreckliche Erfahrung. Zum Glück war Familie Huber gut versichert, und zumindest der finanzielle Schaden wurde von der Haushaltsversicherung ersetzt. Was moderne Haushalts- und Eigenheimpolizzen leisten und worauf man beim Abschluss achten sollte, verrät Ihnen FORMAT.

290 Millionen Euro Schaden

Klaus Pekarek, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Versicherung: „Es gibt viele Versicherungsprodukte, die ‚nice to have‘ sind, und es gibt einige Produkte, die ein absolutes ‚Must-Have‘ sind. Die Haushaltsversicherung ist auf jeden Fall ein Muss. In diesem Punkt sind wir auf einer Linie mit den Konsumentenschutzverbänden.“ Kein Wunder also, dass rund 3,7 Millionen Österreicher eine solche Polizze abgeschlossen haben. Dabei schützt diese nicht nur bei Einbrüchen, sondern kann weit mehr. Sie deckt Schäden an allen beweglichen Gegenständen in den eigenen vier Wänden ab, also an Möbeln, Teppichen und Elektrogeräten. Zudem beinhalten alle Polizzen einen Ersatz bei Feuer-, Sturm- und Leitungswasserschäden. Hinzu kommen noch die Kosten durch einen Einbruch. Wie wichtig eine Haushalts- oder Eigenheimversicherung ist, zeigen die Zahlen: Laut VVO-Angaben gab es 2011 in Österreich knapp 445.000 Schadensfälle im Bereich der Haushaltsversicherung, die Schadenssumme betrug beachtliche 290 Millionen Euro.

Es zählt das Kleingedruckte

Doch Haushaltspolizze ist nicht gleich Haushaltspolizze, wie bei allen Versicherungen zählt das Kleingedruckte. Bevor eine neue Versicherung abgeschlossen wird, sollte zuerst geprüft werden, was wirklich gebraucht wird. Grund: Neben dem Basisschutz bieten viele Assekuranzen zahlreiche und manchmal sehr kostspielige Zusatzangebote. Ein passendes und zugleich günstiges Angebot zu finden erfordert ein bisschen Zeit, doch der Vergleich lohnt. Damit es im Fall der Fälle nicht zu einer bösen Überraschung kommt, weil die Versicherung nur einen kleinen Betrag für die gebrauchten Möbelstücke oder einen älteren Computer bezahlt, sollte darauf geachtet werden, dass die Polizze einen Neuwertersatz garantiert. Das bedeutet, dass zum Beispiel für ein zerstörtes oder gestohlenes Fernsehgerät ein gleichwertiges Neugerät angeschafft werden kann, egal wie alt das Gerät bereits war. Sehr gefinkelt sind auch sogenannte Zeitwertklauseln, die meist das Neuwertprinzip über die Hintertür wieder einschränken.

Pauschale ist besser als Inventarliste

„Ein echter Fehler, den viele Versicherungsnehmer immer wieder machen, ist eine zu geringe Versicherungssumme“, so Raiffeisen- Versicherungs-Vorstandschef Pekarek. Gerne passiert das bei Polizzen, die eine Versicherungssumme aus dem Neuwert des Wohnungsinventars errechnen. Wenn die auf diese Weise sehr mühsam festgelegte Versicherungssumme nicht dem tatsächlichen Wert des Hausrats entspricht, machen Assekuranzen im Schadensfall sehr gerne den Einwand der Unterversicherung geltend. Deutlich einfacher und auch für den Versicherungsnehmer risikoloser ist die Kalkulation der Versicherungssumme über die Wohnnutzfläche und die Ausstattungskategorie. Bei einer korrekten Angabe der Quadratmeterzahl verzichtet die Versicherung im Schadensfall auch auf den Einwand der Unterversicherung.

Privathaftpflicht ist Pflicht

Ein zentraler Baustein der Haushalts- und Eigenheimpolizzen ist die meistens inkludierte Privathaftpflichtversicherung. Diese deckt jene Schäden ab, die durch eigene Fahrlässigkeit bei anderen Menschen entstehen. Besonders in der Freizeit oder beim Sport ist schnell ein Unfall passiert, bei dem man jemanden ungewollt verletzt. Ist man nicht versichert, haftet man mit dem Privatvermögen für die Heilungskosten und den Schadenersatz. Das geht schnell in die Hunderttausende, was den eigenen beziehungsweise familiären Ruin bedeuten kann. Moderne Versicherungen sehen hier Haftungssummen von 1,5 Millionen Euro oder mehr vor.

Bezahlbarer Service

Eine solche Polizze ist wirklich leistbar. Zum Beispiel kostet „Meine Wohnungsversicherung“ von der Raiffeisen Versicherung für eine 80-Quadratmeter-Wohnung in Stockerau mit einer Schadenhaftungssumme von 100.400 Euro und einer Haftpflichtdeckung von 1,5 Millionen Euro nur 21,89 Euro pro Monat. Gegen einen Aufpreis von nicht mal zwei Euro ist sogar die grobe Fahrlässigkeit eingeschlossen. Raiffeisen-Vorstandschef Pekarek: „Bei unserer Polizze ist übrigens eine Haftpflichtdeckung für den eigenen Hund im Preis inbegriffen.“

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