Reich auf Raten: Die 30 besten Fondssparpläne

Reich auf Raten: Die 30 besten Fondssparpläne

Mit Fondssparen aus der Tiefzinsfalle. FORMAT präsentiert die 30 besten Sparpläne, die Ihr Geld langfristig solid vermehren.

Vier von fünf Österreichern gehen auf Nummer sicher. Sie lassen zumindest einen Teil ihrer Ersparnisse am Sparbuch „arbeiten“. Das war in den vergangenen zehn Jahren kein gutes Geschäft, lagen doch die Sparzinsen für täglich fälliges Geld laut OeNB im Schnitt nur bei rund 1,2 Prozent jährlich. Selbst bei einer längeren Bindung des Geldes von zwei oder mehr Jahren machten die durchschnittlich rund 2,5 Prozent Jahreszinsen das Kraut nicht wirklich fett.

Sicherheit hat auch bei soliden Staatsanleihen von Österreich und Deutschland ihren Preis. Wegen der tiefen Renditen rutscht das Veranlagungsergebnis wie bei Sparguthaben nach Abzug der Inflation in die Verlustzone. Das dürfte noch länger so bleiben, weil noch kein Ende des Zinstiefs absehbar ist.

Wer den schleichenden Kaufkraftverlust seiner Ersparnisse – in der Fachsprache als finanzielle Repression bezeichnet – umschiffen will, kann die Flucht nach vorn wagen und via Sparplan in Fonds investieren – und deutlich mehr Zinsen kassieren. Vor dem Abschluss eines Sparplans, bei dem monatlich eine gewisse Summe investiert wird, ist es nötig, die Entwicklung einzelner Depots auf den Prüfstand zu stellen. Um Ihnen die Suche nach den besten Sparplänen zu erleichtern, hat FORMAT 30 Fonds herausgefiltert, die sich über die Jahre als gute Bausteine für das Fondssparen eignen.

Stichwort beste Fonds: In der Praxis hat es sich über Jahre hinweg oft als schlechte Wahl entpuppt, in jene Fonds anzusparen, die in einschlägigen Rankings zu den kurzfristigen Top-Performern zählen. Häufig stellte sich heraus, dass just die aktuell besten Depots bereits nach kurzer Zeit nur noch unter „ferner liefen“ rangieren.

Aber auch bei den erfolgreichen Dauerläufern unter den Fonds führt längerfristig kein Weg an den Börsen vorbei: Aktien bieten bessere Renditen, bergen aber ein gewisses Risiko. Wobei Sparpläne den Vorteil des sogenannten Cost-Average-Effekts haben. Dieser beruht auf dem einfachen Prinzip, dass Fondssparer in schlechten Börsenzeiten durch die gleichbleibenden Sparraten besonders viele Fondsanteile kaufen (weil ja die Kurse gesunken sind). Der positive Effekt entfaltet seine Wirkung allerdings nur dann zur Gänze, wenn sich die Kurse nach Ende eines Börsenrückschlags wieder normalisieren und irgendwann steigen.

Zweistellige Jahresrenditen

Wie sich das Sprungbrett zu hohen Renditen mit den besten Fonds in der Praxis auswirkt, zeigen speziell Aktiendepots, die an den als schwankungsanfällig geltenden Schwellenländerbörsen investieren. Dazu ein Beispiel: Wer bereits vor zehn Jahren begann, monatlich 100 Euro in das Schwellenländer-Aktiendepot Aberdeen Global Emerging Markets (ISIN LU0132412106) anzusparen, steigerte die gesamten Einzahlungen von 12.000 Euro unter Berücksichtigung von 6 Prozent Kaufspesen auf aktuell 25.041 Euro. Wie wichtig ein langer Atem bei einem Fondssparplan ist, verdeutlicht auch das bereits vor knapp 20 Jahren lancierte Schwellenländer-Aktiendepot Vontobel Emerging Markets Equity (ISIN LU0040506734). Anleger, die ab Dezember 1992 mit einem Sparplan dabei waren, konnten ihren monatlich in Raten angesparten Einsatz von insgesamt 23.900 Euro bis dato auf 73.200 Euro steigern.

Damit erreichte die jährliche Sparplanrendite trotz der Höhen und Tiefen der Börsen von Asien oder Lateinamerika rund 10 Prozent.

Stabilisatoren beimischen

Auch beim Fondssparen macht es aus Gründen der Risikoreduktion durchaus Sinn, nicht alles auf eine Karte zu setzen und die Sparraten auf mehrere Fonds aufzuteilen. Bei der Anspartaktik sollten neben riskanten Depots auch Produkte zum Einsatz kommen, deren Kursschwankungen über einen längeren Zeitraum vergleichsweise gering ausfallen.

Ein gutes Beispiel dafür ist etwa der von Fondsmanager Luca Pesarini gelenkte flexible Euro-Mischfonds namens Ethna Aktiv (ISIN LU0136412771). Das auffallend krisenfeste Mischdepot, in dem im Augenblick rund 16 Prozent des rund 2,3 Milliarden Euro großen Fondsvolumens in weltweite Aktien und etwa 60 Prozent in globale Anleihen investiert sind, weist als Sparplan eine zusätzliche Besonderheit auf.

Anleger, die sich im November 2002 zum monatlichen Fondssparen in den Ethna Aktiv entschlossen, konnten ihren Einsatz trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten durchwegs steigern. Lag doch das Veranlagungsergebnis zu jedem Zeitpunkt über den zwischenzeitlich eingezahlten Monatsraten. Zusätzliches Plus: Auch bei der erzielten Rendite fällt die Bilanz positiv aus. Die monatlich per Sparplan eingezahlten Raten von 100 Euro vermehrten sich in zehn Jahren immerhin um 4.623 Euro, was einer durchschnittlichen Jahresrendite von mehr als 6 Prozent entspricht. Trotz seines geringen Alters – die Auflage erfolgte erst im April 2007 – hat sich auch der flexible Euro-Mischfonds M&G Optimal Income (GB00B1VMCY93) als solider Wegbegleiter für Sparplananleger erwiesen. Seit dem Start steht bei dem von M&G-Starmanager Richard Woolnough geleiteten Fonds eine jährliche Sparplanrendite von rund 9,5 Prozent zu Buche.

Wer erwägt, einen Fondssparplan abzuschließen, sollte jedenfalls einen Blick auf die besten Angebote der Banken machen. Speziell Online-Broker wie direktanlage.at , bankdirekt.at , brokerjet und easybank haben zahlreiche Fonds im Programm, bei denen die Kaufspesen bis zu 50 Prozent reduziert sind (siehe Fondssparen: Die besten Konditionen ).

Gute Informationen über den Verlauf von Einzahlungen und das Anlageergebnis von einzelnen Fondssparplänen sind im Internet gratis unter www.fondsweb.at abrufbar. Praktisches Detail: Der Sparplankalkulator erlaubt die Eingabe unterschiedlicher Spesensätze. Dadurch wird unmittelbar vergleichbar, wie stark sich die von Online-Brokern angebotenen günstigen Spesen auf den Anlageerfolg auswirken.

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