Ran an den Zaster: FORMAT präsentiert 20 Fonds-Spezialitäten ab 30 Euro im Monat

Wer an der Börse spart, hat langfristig gute Chancen auf hohe Gewinne. FORMAT präsentiert 20 Fonds-Sparpläne, die das Zeug dazu haben, ein Vermögen aufzubauen.

Um ein stattliches Vermögen aufzubauen, muss man keine großen Summen einsetzen. Es reichen schon 100 Euro im Monat. Wer diesen Betrag in den vergangenen 20 Jahren in den Aktien­fonds Baring Hong Kong China investierte, hat die Einzahlung von insgesamt 24.000 bis heute auf 152.800 Euro vermehrt, also mehr als versechsfacht. Und das war nur der Anfang. In China kann die Wirtschaft noch einige Jahre zweistellig wachsen. Dank eines milliardenschweren Konjunkturpakets sind die Geschäftsstraßen voller Menschen, die die Lust am Shopping entdecken. Der Einkauf wird längst nicht mehr am Fahrrad nachhause transportiert. 2009 wurden in China über zehn Millionen neue Autos gekauft.

Plus 185 statt minus zwei Prozent  
Im Schlepptau von China hat auch an den Börsen der anderen Schwellenländer längst ein beispielloser Boom eingesetzt. Während die Aktien der Industriestaaten im vergangenen Jahrzehnt auf der Stelle traten und gemessen am Weltaktienindex MSCI World sogar ein kleines Minus von zwei Prozent verbuchten, ging an den Emerging Markets die Post ab. Im Schnitt stiegen die Aktien der Schwellenländer zwischen Jänner 2000 und Ende 2009 um insgesamt 154 Prozent. Noch besser schnitten die „Großen vier“, Brasilien, Russland, Indien und China, ab. Dieses unter dem Sammel­begriff BRIC-Staaten bekannte Börsen-quartett schloss die vergangene Dekade mit einem Kursgewinn von 185 Prozent ab ( siehe Grafik ). Speziell an den zwar chancenträchtigen, aber auch schwankungsanfälligen Schwellenländerbörsen sind Investoren gut beraten, nicht ihr ganzes Erspartes auf einmal ins Rennen zu werfen. Besser ist, mit einem Sparplan einzusteigen, weil der sogenannte Cost-Average-Effekt den Verlauf des Vermögensaufbaus stabilisiert. Der Fondskauf auf Raten nimmt der Achterbahnfahrt der Exoten­aktien ihre Extreme. Durch diesen Risikopuffer können sich Anleger auch in jene riskanten Bereiche vorwagen, die in den vergangenen zehn Jahren die besten Sparplan-Ergebnisse zu Buche stehen haben. Dazu zählen etwa Aktiendepots, die in Asien und Südamerika investieren, ebenso wie Gold- oder Minenaktienfonds.

Sparplan-Bilanz
Auch bei stetiger verlaufenden Aktiendepots, die in Dividendenwerte der Industrieländer investieren und damit als Basis­investment infrage kommen, zeigt ein Sparplan seine Stärken. In der Sparplan-Bilanz der vergangenen zehn Jahre kommt unter den von FORMAT präsentierten Basis­investments das weltweite Aktiendepot Carmignac Investissement wegen des betont aktiven Managements mit einem Wert­gewinn von 68,2 Prozent am besten weg. Den Praxistest bestand auch der weltweit anlegende Aktienfonds M&G Global Basics. Wer der FORMAT-Empfehlung vom Frühjahr 2008 über krisenfeste Anlagen folgte und Monatsraten von 100 Euro in den Fonds einzahlte, hat bis Anfang März 2010 bei einem Gesamtinvestment von 2.400 Euro einen Gewinn von 240 Euro beziehungsweise zehn Prozent gemacht. Anleger, die den M&G-Fonds vor zwei Jahren mit einem Einmalerlag kauften, laufen hingegen noch knapp sieben Prozent Wertverlust hinterher.

Kursenwicklung wie am Schnürchen
Zusätzliches Plus des Sparplans: Der Einstieg in Raten ermöglichte, dass die Kursentwicklung fast wie an der Schnur gezogen nach oben verlief. Von der Börsenkrise, die im Jahr 2008 zu einem Verlust von 44 Prozent führte, wurden also alle Spuren verwischt. Unter den Depots heimischer Banken finden sich ebenfalls zahlreiche Produkte, die sich zum Ansparen lohnen. Dazu zählt etwa der Volksbank Pacific Invest, der besonders in den vergangenen drei Jahren in den Kreis der besten Asien-Depots auf­gestiegen ist. Eine weitere Empfehlung ist der wiedererstarkte Raiffeisen-Osteuropa-Aktienfonds, bei dem der 10-Jahres-Sparplan 79,3 Prozent Rendite brachte. Auch bei dem von Fondsmanager Friedrich Erhart gelenkten Österreich-Aktiendepot Pio­neer Austria Stock hat sich Durchhalten bezahlt gemacht. Trotz des herben Rückschlags, den die Wiener Börse im Jahr 2008 hinnehmen musste, hat der Sparplan in den vergangenen zehn Jahren 45,2 Prozent Rendite gebracht.

Nerven im Zaum halten  
Investoren sind in der Regel gut beraten, ihren Sparplan nicht gerade dann aufzulösen, wenn die Börsen in den Keller rasseln. Das belegt das Beispiel des erfolgreichsten Sparplans der vergangenen zehn Jahre, der auf den Indien-Aktienfonds HSBC Indian Equity. Anleger, die in der Börsenkrise die Nerven bewahrten, konnten ihre in 100-Euro-Raten angelegten 24.000 Euro per März 2010 auf 34.959 Euro steigern ( siehe Chart ). Wer dagegen Anfang März des Vorjahres endgültig die Nase voll hatte und die Reißleine zog, bekam damals nur 13.914 Euro ausgezahlt.

Günstig kaufen  
Leider offerieren die meisten Banken nur Sparpläne für hauseigene Fonds. Eine deutlich breitere Auswahl bieten die Direktbanken. Außerdem gibt es bei den Online-Brokern in der Regel einen kräftigen Abschlag auf die Ausgabeaufschläge. So gibt es etwa bei direktanlage.at über 500 Fonds, bei denen die Verkaufsspesen für Sparplan-Anleger um 50 Prozent re­duziert sind. Damit fallen statt der bei ­Aktienfonds üblichen rund fünf Prozent nur 2,5 Prozent Spesen an, der Einstieg ist mit Monatsraten ab 50 Euro möglich. Die direktbank.at hat rund 300 in- und ausländische Fonds im Angebot, die sparplanfähig sind. Bei diesen Produkten liegt die Kostenersparnis gegenüber dem Kauf am Bankschalter zwischen 15 und 45 Prozent. Bei der ING-DiBa fällt zwar die Anzahl der sparplanfähigen Fonds weniger üppig aus, dafür werden nur 50 Prozent der Verkaufsspesen verrechnet, der Einstieg ist bereits ab Monatsraten von 30 Euro möglich.

Fazit
Letztlich sind die langfristigen Erträge wichtiger als die anfänglichen Spesen. Hier sieht Goldman-Sachs-Direktor Kevin Ng die vier BRIC-Staaten in der Pole-Position: „Die Wirtschaft der BRIC-Staaten wird heuer um 9,3 Prozent wachsen, die der wichtigsten sieben Industriestaaten nur um zwei Prozent.“ Außerdem sind die Bilanzen der börsennotierten Firmen der BRIC-Staaten längst Weltklasse. Ng, ein in den USA geborener Chinese: „Die Verschuldung der Unternehmen aus BRIC-Staaten ist heute nur noch halb so hoch wie jene von Unternehmen aus Industriestaaten. Dafür ist die Eigenkapitalrendite in den BRIC-Staaten mit durchschnittlich 14,7 Prozent deutlich höher.“

Robert Winter, Martin Kwauka

Die Liste aller 20 Aktienfonds für Sparpläne finden Sie im aktuellen FORMAT ab Seite 80.

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