PS-starke Papiere: Welche Autoaktien das größte Potenzial für die zweite Jahreshälfte haben

Papiere von Autoherstellern zählen zu den Börsengewinnern der ersten Jahreshälfte. FORMAT hat das Potenzial der Aktien unter die Lupe genommen und zeigt, wo sich der Einstieg noch lohnt.

Keine zwei Jahre ist es her, da prophezeiten manche Analysten den Käufern von Automobilaktien einen finan­ziellen Totalschaden. Doch diese Experten haben sich kräftig geirrt. Wer vor zwölf Monaten die ausgebrems­ten Papiere der großen Autokonzerne gekauft hat, kann sich heute vom Gewinn vielleicht sogar eines ihrer Produkte kaufen.

Der unerwartete Boom kam freilich nicht von ungefähr. „Ursachen für die rasante Erholung waren Abwrackprämien, das tiefe Zinsniveau, das Autofinanzierungen wieder erleichterte, und das gute Konsumklima in den Schwellenländern – allen voran in China“, resümiert der deutsche Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer, Professor an der Universität Duisburg-Essen. Nun stellt sich die Frage, ob die rasanten Kursanstiege weiter anhalten oder das zweite Halbjahr zur Belastungsprobe für Autohersteller wird.

Plus 15 statt plus 50 Prozent 

Während die Autoverkäufe in Europa und den USA sich langsam nach oben entwickeln ( siehe Grafik ), geben die Schwellenländer ­Vollgas. So fahren von 1.000 Chinesen nur 25 ein Auto, in Europa sind es 600. Dudenhöffer: „Wenn die Menschen in den Emerging Markets so werden wollen wie wir, steigt die Nachfrage derart an, dass wir sie mit den jetzigen Produktionsstätten kaum bedienen können.“

Bei Volkswagen tragen Autoverkäufe in BRIC-Staaten bereits 35 Prozent zum Umsatz bei, bei BMW 15 Prozent. Wegen eines guten Standbeins in Schwellenländern gaben die Analysten von UniCredit für Volkswagen-, BMW- und Daimler-­Aktien erst kürzlich eine Kaufempfehlung ab.

Als weiterer Turbo für BMW-Papiere könnte sich das für 2013 geplante Elektroauto Multi City Vehicle entwickeln, dessen Verbrauch wegen einer Karbonkarosserie deutlich heruntergeschraubt werden kann. Daimler will 2010 mit einem Elektro-Smart an den Start gehen, der im ersten Jahr mit einer Auflage von 20.000 Stück auf den Markt kommen soll.

Beim Entwickeln von alternativ betriebenen Fahrzeugen dürfen aber auch japanische Autohersteller nicht unterschätzt werden. Honda, ein Kauftipp der ­deutschen Bank, plant für 2015 ein Hybridfahrzeug, das erstmals unter 15.000 Euro kosten wird.

Carolina Burger

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