Private Banking für alle

Vermögensverwaltung ist kein Privileg von Millionären. In Spezial-Fonds steckt die gleiche Anlage-Expertise.

Im Private Banking wird auch nur mit Wasser gekocht. Nach langen Gesprächen über die Wünsche und Bedürfnisse des Anlegers bekommen am Ende die meisten ein Produkt von der Stange, zum Beispiel eine standardisierte Vermögensverwaltung oder einen Investmentfonds. Das muss nicht einmal schlecht sein - oft ist der spezialisierte Fondsmanager ein viel besserer Investmentexperte als mancher Private Banker, der sich bei genauerem Hinsehen als besserer Verkäufer entpuppt.

Wer auf das distinguierte Ambiente der Nobelinstitute keinen Wert legt oder die monetären Einstiegshürden im Private Banking ohnehin nicht erreicht, kann sein Geld ähnlich professionell in einem Vermögensverwaltungsfonds anlegen. Hier liegt die Barriere zum Kauf theoretisch beim Preis eines einzigen Fondsanteils, also mitunter nur bei rund 100 Euro. Dafür bekommt man oft den exakt gleichen Anlagemix, der auch Millionären offeriert wird.

Der beste unter den 15 in der Tabelle aufgeführten Produkte im Zehn-Jahresvergleich ist der Value Investment Fonds Klassik der Capital Bank mit einem Durchschnittsertrag von 5,3 Prozent. Diese Erfolgsbilanz scheint sich herum zu sprechen. Inzwischen nimmt der Fonds nur noch begrenzte Summen an, um nicht zu groß zu werden, was Rendite kosten könnte. Die gute Nachricht: Unter 100.000 Euro wird man zumindest derzeit noch akzeptiert.

Dynamisch oder lieber konstant? Beim Vergleich der einzelnen Jahresergebnisse zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Fonds: So hat zum Beispiel das Portfolio Balanced der Credit Suisse in den Jahren 2009, 2010 und 2012 zweistellig positiv abgeschnitten, dafür aber im Krisenjahr 2008 mit minus 22 Prozent auch kräftig abgelegt. Wer es lieber ruhiger haben möchte, ist mit dem UBS Strategy Yield besser bedient, der 2008 mit 6,6 Prozent minus vergleichsweise ungeschoren davon kam.

Ein nicht zu unterschätzendes Thema sind die sogenannten "Laufenden Kosten”, die über zwei Prozent im Jahr erreichen können. Diese Spesen sind zwar schon in den ausgewiesenen Renditen berücksichtigt. Trotzdem sollte bei der Fondssuche im Zweifelsfall lieber ein Produkt mit geringeren Gebühren gewählt werden. Übrigens: Die jährlichen Kosten aller Fonds findet man im Internet im jeweils zugehörigen "KIID“-Dokument.

Tabelle: Vermögensverwaltungs-Fonds

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