Nokia kämpft gegen den Verlust von Marktanteilen

Lange hat Nokia den Smartphone-Trend verschlafen. Jetzt kündigte der finnische Handyproduzent an, in den nächsten zwei Quartalen keine Gewinne zu schreiben. Das waren für die Aktionäre eindeutig zu viel „bad news“.

An nur zwei Tagen verlor die Aktie um mehr als 20 Prozent. Herbert Perus, Leiter Globale Aktien der Raiffeisen-Fonds: „Der Abschlag ist weit überzogen und deswegen so heftig ausgefallen, weil Nokia Papiere sehr liquide sind. Viele Spekulanten haben Nokia-Papiere verkauft, ohne sie zu besitzen.“ Für private Investoren, die jetzt einen geeigneten Einstiegszeitpunkt orten, ein gefährliches Fahrwasser. „Solange der Aktienkurs so empfindlich reagiert, sollten Private lieber die Finger davon lassen, denn gegen große Hedgefonds kann man nur verlieren.“

Wer ein mittel- bis langfristiges Investment sucht, sollte den Kurs der Aktie allerdings im Auge behalten. Perus: „Wir bevorzugen Aktien, die billig sind und zu wenig beachtet werden.“ Das könnte beim finnischen Handyhersteller bald der Fall sein. Der innere Wert der Aktie liegt laut dem Raiffeisen-Experten nämlich bei rund zehn Euro pro Aktie: „Auf mittel- bis langfristige Sicht wird wohl die Kooperation mit Microsoft dazu führen, dass sich der Kurs wieder dem inneren Wert annähert.“

Nokia könnte auch durch eine Akquisition aus der Patsche kommen. An Barmitteln fehlt es dem Konzern nämlich nicht. Sechs Milliarden Euro liegen liquid auf den Nokia-Konten. Bei dem tiefen Kurs besteht zudem die Chance, dass Nokia selbst zum Übernahmekandidaten wird. Perus: „Langfristig denkende Investoren müssten eigentlich ganz gierig darauf sein, bei Nokia einzusteigen. Microsoft könnte eine Übernahme aus der Portokasse zahlen.“

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