NEUSTART an der Börse: Wie Anleger vom Aktienboom profitieren

■ FULMINANTE RALLYE: Die Börsen sind seit Jahresbeginn in bester Stimmung. FORMAT zeigt, wie Anleger vom Aufschwung profitieren. ■ DAS NEUE ANLEGERSPIEL: „Börseprofi 2012“ von FORMAT und dem Online-Broker bankdirekt.at startet am 27. Jänner. ■ MIT DEN BESTEN: Aktien, Zertifikaten und Fonds winkt beim FORMAT-Börsespiel ein Toyota Avensis Kombi als Hauptpreis.

Daimler-Chef Dieter Zetsche lässt nicht locker. Vorige Woche verkündete der Konzernlenker, dass er den Autoabsatz in China, einem wichtigen Absatzmarkt der Nobelmarke Mercedes Benz, bis 2015 verdoppeln will. Mit seinem Plan rennt Zetsche bei Investoren offene Türen ein. Sie greifen munter bei Daimler-Aktien zu, weshalb der Kurs seit Jahresanfang um 19,5 Prozent nach oben schnellte.

Damit ist die Aktie des Autobauers aber nicht alleine auf weiter Flur. Im bisherigen Monatsverlauf konnte Konkurrent BMW mit einem ähnlich hohen Aktienkursgewinn aufwarten. Auch Aktionäre des Nutzfahrzeugeherstellers MAN, des Chemieriesen Bayer, des US-Stahlkonzerns Alcoa oder der voestalpine aus Österreich sorgten für zweistellige Kursgewinne.

Alle Ampeln auf grün?

Generell läuft es an den Börsen seit Jahresbeginn rund. Bislang verdienten Investoren, in Euro gerechnet, mit indischen Aktien 14,5 Prozent. Ebenso wie die brasilianische Börse, die mit plus 12,5 Prozent einen Schnellstart hinlegte, gaben auch die Kurse an der amerikanischen Wall Street und der Frankfurter Börse ein starkes Lebenszeichen von sich (siehe Grafik ).

Ob es in dieser Tonart weitergehen kann, ist freilich ungewiss. Noch haben Pessimisten Hochkonjunktur, die überzeugt sind, dass unter dem Begriff „Lehman 2“ große Bankenpleiten drohen. Auch seriöse Beobachter sehen Staaten wie Griechenland in die Pleite schlittern. Dazu kommt, dass die Aktion der Ratingagentur Standard & Poor’s, die Kreditratings von Frankreich, Österreich und sieben weiteren Euroländern herabzusetzen, als weitere Gefahrenquelle für einen neuerlichen Flächenbrand an den Finanzmärkten gilt. Und Mitte der Woche warnte die Weltbank vor dem Absturz der weltweiten Konjunktur, die globalen Wachstumszahlen für heuer und 2013 wurden auf 2,5 und 3,1 Prozent nach unten korrigiert.

Angesichts der Unsicherheiten sind Investoren, die echtes Geld in die Waagschale werfen, gut beraten, trotz des guten Jahresauftakts nur Schritt für Schritt in die Börsen einzusteigen. Wer forscher zur Sache gehen will, kann bereits ab nächster Woche mit dem Trockentraining beginnen und sein Anlagegeschick beim neuen FORMAT-Börsespiel „Börseprofi 2012“ testen. Das Spiel läuft zwischen 27. Jänner und 13. April 2012 unter www.boerseprofi.at .

Stefan Sandberger, Vorstand des Online-Brokers bankdirekt.at : „Die Börseprofi-Reihe, die wir heuer zum dritten Mal veranstalten, bietet mehr als nur ein Börsespiel, bei dem es auf Glück ankommt. Neben Basis- und Hintergrundinformationen gibt es heuer erstmals ein Statistik-Tool, mit dem jeder Teilnehmer einsehen kann, welche Wertpapiere unter sämtlichen Mitspielern am meisten gehandelt werden und wie man im Vergleich zu den Börsespiel-Kontrahenten im Rennen liegt.“

Darüber hinaus winken attraktive Preise. Der Teilnehmer des „Börseprofi 2012“, der seinen Spieleinsatz bis zum 13. April am meisten vermehrt, erhält den Hauptpreis, einen Toyota Avensis Kombi im Wert von 38.448 Euro. Im Rahmen einer eigenen Sonderwertung für Studenten gibt es ein MacBook Pro zu gewinnen, zusätzlich werden unter den besten Teilnehmern jede Woche attraktive Hotelgutscheine verlost. Wer am Spiel teilnimmt, erhält 60.000 Euro als Startkapital gutgeschrieben. Dieses Spielgeld ist zu je einem Drittel in Aktien, Fonds und Zertifikate anzulegen. Mit der breiten Aufteilung des investierten Geldes auf unterschiedliche Anlageinstrumente und -klassen soll eine realitätsnahe Vermögensaufteilung simuliert werden (siehe Börsespiel ).

FORMAT wird das Börsespiel in den nächsten Monaten begleiten und die Spielteilnehmer Woche für Woche mit aktuellen Anlage-Tipps versorgen. Stichwort Anlage-Tipp: Beim Börsespiel gewinnt in der Regel ein Teilnehmer mit einer mutigen Strategie. Nutzen Sie deshalb zum Beispiel gleich zu Beginn des Börsespiels die Gunst der Stunde, und steigen Sie an den günstig bewerteten Börsen mit einer Offensivstrategie ein (siehe Anlagestrategie ).

Börseprofi 2012

Als einfache Kennzahl zur Analyse, ob Aktien billig oder teuer sind, sollten Anleger das sogenannte Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) im Auge behalten. Dabei gilt grundsätzlich: Je tiefer der Wert des KGV liegt, desto billiger ist der Einstieg in Aktien. Das ist etwa trotz des starken Anstiegs der Börsenkurse in Indien oder Brasilien seit Jahresbeginn bei Schwellenländeraktien der Fall.

William De Vijlder, Chefstratege der Fondsgesellschaft BNP Paribas: „Die Bewertung von Emerging-Markets-Aktien liegt gemessen am KGV deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt. Auch an der amerikanischen Wall Street werden Aktien zum Schnäppchenpreis gehandelt“. Thomas Kraus, Österreich-Chef der Fondsgesellschaft Invesco: „Wer vor erhöhtem Risiko nicht zurückscheut, sollte Asien-Aktienfonds ins Depot nehmen. Auch Europas Börsen sind einen Blick wert, bewegt sich doch das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf einem Niveau wie zuletzt in den 1970er-Jahren“ (siehe Interview ).

Weniger Staat, mehr privat

Anleger, die im richtigen Leben und beim FORMAT-Börsespiel weniger aggressiv zu Werke gehen, sollten den Anteil von Euro-Staatsanleihen reduzieren und im Gegenzug Unternehmenspapiere aufstocken. Markus Ploner, Geschäftsführer der Spängler-Fondsgesellschaft: „In unserem konservativen Mix sind Unternehmenspapiere mit 43 Prozent erstmals höher gewichtet als Euro-Staatsanleihen, die es nur noch auf 34 Prozent bringen.“ Beim „Börseprofi 2012“ sind unter anderem der Invesco Euro Corporate Bond und der Kepler High Grade Corporate Rentenfonds im Rennen. Wer dezidiert auf fallende Kurse wetten will, hat auch dazu Gelegenheit. Das Short-Zertifikat der RCB auf den DAX steigt im Kurs, wenn die Börsen wieder den Rückwärtsgang einlegen.

– Robert Winter, Mart in Kwauka

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