Lichtkonzern Zumtobel als Aktie im Fokus: Jenseits der Glühbirne

Mit 7.500 Mitarbeitern ist Zumtobel einer der Global Player der Lichtindustrie. Der Vorarlberger Konzern profitiert vom Wachstum bei LED-Leuchten.

Was haben das Kunst­historische Museum in Wien, Spar-Filialen und bald auch der Skylink am Wiener Flughafen gemeinsam? Alle werden von Lichtkonstruktionen von Zumtobel ausgeleuchtet. Das in Dornbirn ansässige Unternehmen macht bereits 25 Prozent des Umsatzes mit solchen individuellen Projekten. Aktienexperte Wolfgang Matejka, Chef von Matejka & Partner: „Mit dem Know-how für maßgeschneiderte Lichtkonzepte kann Zumtobel eine hohe Marge und nachhaltig Gewinne erwirtschaften.“

Bei der Produktion von Komponenten, etwa für Leuchtstoffröhren, ist Zumtobel die Nummer eins in Europa. „Hier hat der Konzern einen klaren Technologievorsprung erworben“, lobt der Österreich-Chef des Investmenthauses Cheuvreux, Alfred Reisenberger.

Weil das Komponenten-Geschäft wie am Schnürchen läuft, hat die Zumtobel-Tochter Tridonic bereits Investitionen in Höhe von 3,5 Millionen Euro vorgezogen. Ab Mai werden die aufgerüsteten Maschinen, die auf Namen wie Asterix, Obelix oder Morpheus hören, um 30 Prozent mehr Komponenten erzeugen. Selbst für die Zukunftstechnologie LED könnte der bestehende Maschinenpark problemlos ausgebaut werden.

Licht der Zukunft  

Neue Absatzwege ergeben sich zunehmend durch das Auslaufen der herkömmlichen Glühbirnen. Damit rücken LED-Leuchten in den Fokus. Markus Kurz, Leiter der LED-Entwicklung von Zumtobel: „Bereits 80 Prozent des Neugeschäfts basieren auf dieser Technologie.“ Allerdings befindet sich das Segment noch im Aufbau. Im ers­ten Halbjahr 2010 erzielte der Konzern 10 Prozent des Umsatzes mit LED-Leuchten.

Insgesamt laufen die Geschäfte nach dem durchwachsenen Jahr 2009 wieder gut. Der Leuchtenhersteller schraubte den Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) in den ersten beiden Quartalen des Geschäftsjahres 2010/11 um mehr als 56 Prozent auf 32,9 Millionen Euro. Zahlen für das dritte Quartal werden am 7. März präsentiert. Obwohl das dritte Quartal wegen der geringen Bautätigkeit im Winter traditionell eher schwach ausfällt, liegt die Auslastung von Zumtobel derzeit schon bei etwa 70 Prozent. Cheuvreux-Experte Reisenberger ist optimistisch: „Bei uns gibt es für Aktien von Zumtobel eine klare Kaufempfehlung. Das Kursziel liegt bei
29 Euro pro Aktie.“ Das ergibt ein Potenzial von 24 Prozent.

Als größter Treiber für die Aktie könnte die Erholung der Bauwirtschaft fungieren. Immerhin generiert der Konzern rund 80 Prozent des Umsatzes aus Lichtkonstruktionen für die Industrie und für Museen. Als Spätzykliker haben Zumtobel-Aktien also gute Chancen, im heurigen Jahr das Geschäft weiter voranzutreiben. Reisenberger: „Die von Zumtobel ­angepeilten Gewinne für das Gesamtjahr werden besser ausfallen als erwartet.“

– Carolina Burger

Zehn Tipps für den Steuerausgleich

Steuern

Zehn Tipps für den Steuerausgleich

Service

Die Suche nach dem besten Konto

Was man als Passagier wissen muss: 5 Fakten zum Lufthansa-Streik

Geld & Service

Was man als Passagier wissen muss: 5 Fakten zum Lufthansa-Streik