"Langfristig wertet der Schweizer Franken weiter auf“

"Langfristig wertet der Schweizer Franken weiter auf“

Marcus Hettinger, Währungsexperte der Credit Suisse, über die SNB-Politik.

FORMAT: Herr Hettinger, seit einem Jahr hält die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Euro-Franken-Wechselkurs künstlich bei 1,20. Wie lange geht das gut?

Marcus Hettinger: Solange die Notenbank der Meinung ist, dass die Maßnahme sinnvoll ist. Die Frage, ob die Barriere bricht, stellt sich nicht, weil eine Notenbank so viel Geld drucken kann, wie sie will.

Aus welchen Gründen könnte die SNB ihr Ziel aufgeben?

Hettinger: Ziel der Notenbank ist es, die Inflation zwischen null und zwei Prozent zu halten. Derzeit haben wir aber eine Deflation mit 0,7 Prozent Preisrückgang. Damit rechtfertigt die SNB ihren Eingriff. Sollte die Teuerung ansteigen, wäre es sehr wahrscheinlich, dass die Notenbank aufhört zu intervenieren. Das hat auch SNB-Chef Thomas Jordan mit seiner Aussage, dass der Mindestkurs nicht für die Ewigkeit sei, gemeint.

Es ist also doch nur eine Zeitfrage, ob der Franken noch stärker wird?

Hettinger: Ja. Langfristig gehe ich davon aus, dass der Franken weiter aufwertet.

Sind Frankenkreditnehmer also gut beraten, wenn sie sich gegen das Währungsrisiko absichern?

Hettinger: Kurzfristig macht das keinen Sinn. Aber auf die nächsten zehn oder fünfzehn Jahre halte ich das für vernünftig.

Was ist Ihre Wechselkursprognose bis Jahresende?

Hettinger: Wir sehen 1,21 Euro pro Franken bis Ende 2012 und auf zwölf Monate 1,22.

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