"Inflationsbereinigt ist der Ölpreis auf einem Rekordhoch"

"Öl ist das neue Griechenland", titelt erst kürzlich die sonst nich für Panikmacherei bekannte Financial Times Deutschland. Die Stimmung im Iran ist aber tatsächlich explosiv.

Als am Mittwoch vergangener Woche in iranischen Medien zu lesen war, dass eine Pipeline im saudi-arabischen Awamijah explodiert sei, stieg der Ölpreis auf ein weiteres Rekordhoch. Der Kurs für die Sorte Brent legte zeitweilig um mehr als fünf Dollar je Barrel (159 Liter) auf bis zu 129,50 Dollar zu und erreichte somit den höchsten Stand seit 2008.

Die saudischen Öl-Behörden dementierten später zwar wieder den Bericht. Die Reaktion zeigte aber wie sensibel das Thema ist. Aktuell kostet ein Barrel Öl der Sorte Brent 123 US-Dollar. Ronald Stöferle, Erstebank-Experte: "Der Ölpreis der Sorte Brent markierte 2011 ein durchschnittliches Allzeithoch von 111 US-Dollar. Inflationsbereinigt ist das ein höheres Niveau als bei den letzten zwei dramatischen Ölpreisanstiegen 2008 und 1979."

Sollte sich die Lage im Iran allerdings zuspitzen und tatsächlich die Straße von Hormus gesperrt werden, könnte der Ölpreis noch im ersten Halbjahr 2012 auf bis zu 200 US-Dollar (Brent) klettern. Stöferle: "Davon gehe ich allerdings nicht aus, weil diese Maßnahme auch dem Iran sehr schaden würde." Täglich werden rund 20 Millionen Barrel Rohöl durch die Meerenge zwischen dem Iran und Oman transportiert.

In dem soeben präsentierten Ölreport der Erste Group sieht Stöferle einen Ölpreis im März 2013 von 123 US-Dollar je Barrel (Brent). Zu den wichtigsten Treiben zählt Stöferle die steigende Energienachfrage aus den Schwellenländern sowie das globale öffnen der Geldschleusen seitens der Zentralbanken.

Carolina Burger

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