Griechenbonds: Börsenexperte Matejka rät vom Anleihen-Tausch ab

Kommenden Donnerstag soll die Entscheidung fallen. Dann geht es nämlich darum, ob genügend Besitzer griechischer Staatsanleihen "freiwillig" auf einen Teil ihre Forderungen verzichten.

Während der Deal mit den meisten institutionellen Bond-Haltern praktisch beschlossene Sache ist, dürfen bis dahin auch Privatgläubiger darüber entscheiden, ob sie am Schuldenschnitt teilnehmen. Wolfgang Matejka (im Bild), Chef bei Matejka & Partner, rät reinen Privatanlegern jedoch davon ab: "Für alle, die der Wandlung nicht zustimmen, könnte theoretisch die Tilgung sogar zu 100 Prozent erfolgen. Dies gilt auch und besonders für Besitzer der Tranche, die am 20. März fällig wird."

Hintergrund: Wenn genügend Großanleger auf ihre Forderungen verzichten, könnten die restlichen Anleihen, die am 20. März fällig werden, mit dem vollen Nennwert getilgt werden, um so die Gefahr einer Ansteckung anderer gefährdeter Euro-Staaten einzudämmen.

Wer sich für den Schuldenschnitt entscheidet, nimmt in Kauf, dass in Summe 53,5 Prozent der Anleihe gestrichen werden. Die restlichen 46,5 Prozent werden in mehrere Bonds mit relativ niedrigen Zinsen umgeschuldet. Diese sollen allerdings nicht allein vom griechischen Staat, sondern auch aus Mitteln des Euro-Rettungsfonds EFSF getilgt werden.

Carolina Burger

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