Gasversorger erhöhen Energie-Preise

Im Oktober erhöhten viele Gasversorger wieder die Preise. Wer den Anbieter wechselt, bleibt davon verschont und kann oft über 100 Euro im Jahr sparen.

Nahezu alle 30 österreichischen Gasversorger drehten seit Jahresbeginn an der Preisschraube. So hat Wien Energie schon bis Ende September die Preise um 16 Prozent erhöht. Auch bei anderen Anbietern wie der EVN lag das Plus im zweistelligen Bereich. Seit Oktober ist die finanzielle Belastungsprobe für viele Haushalte noch größer geworden. Wien Energie verlangt seit Anfang des Monats 9,3 Prozent mehr, die Linz Gas Vertrieb 7,3 Prozent, EVN und Begas 5,8 Prozent.

Doch dieser Preispolitik sind die Kunden nicht machtlos ausgeliefert. Denn es geht auch wesentlich günstiger. Das zeigt ein einfacher Vergleich im Internet. Unter www.durchblicker.at oder www.e-control.at lässt sich für jeden Wohnort oder Bezirk rasch der günstigste Anbieter eruieren. Bei E-Control kann man auch gleich das Antragsformular ausdrucken. Der Wechsel selbst geht rasch und problemlos: Es müssen keine neuen Leitungen gelegt werden, innerhalb von drei Wochen geht der Wechsel vom alten zum neuen Lieferanten über die Bühne.

Höchste Differenzen im Osten

Die Ersparnisse bei einem Umstieg sind oft beträchtlich. So beträgt die Preisdifferenz laut einem aktuellen Vergleich der Energieregulierungsbehörde E-Control zwischen dem jeweils billigsten Anbieter und dem Platzhirsch in sechs Bundesländern über 100 Euro im Jahr. Bemessungsgrundlage ist ein Durchschnittshaushalt mit 15.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch. Am lohnendsten ist der Wechsel in Ostösterreich. So zahlen derzeit Kunden bei der EVN pro Jahr um 171,60 Euro mehr als bei Goldgas, dem günstigsten Anbieter in Niederösterreich. In Wien liegt Goldgas ebenfalls vorn und ist 163,98 Euro billiger als die Wien Energie.

Richtig Bewegung ist in den Markt erst im Sommer gekommen, als mit Goldgas der erste private Anbieter startete. Der Gaslieferant ist derzeit in acht Bundesländern Bestbieter. Das Geschäft brummt entsprechend. „Mit 3.500 Neukunden seit Juli wurden unsere Erwartungen weit übertroffen“, erläutert Georg Heinz von Goldgas. Dass der Preis über die Wintermonate steigt, müssen die Goldgas-Kunden nicht befürchten. „Bis Februar können wir das niedrige Preisniveau halten“, verspricht Heinz.

Der Vorteil kleiner Anbieter: Sie müssen sich nicht Monate vor Beginn der Heizsaison mit großen Mengen an Gas eindecken, sondern kaufen dieses kurzfristig am sogenannten Spotmarkt zu. Heinz: „Zuletzt ist der Gaspreis sogar leicht gesunken.“

Auch ein Blick auf die Neukundenrabatte lohnt sich. Vergleicht man die Gaspreise inklusive eines Einsteigerbonus, ist die Kärntner Kelag derzeit in den meisten Bundesländern der günstigste Versorger. Ist der Einsteigerbonus allerdings verpufft, ist ein neuerlicher Vergleich ratsam.

– Anneliese Proissl

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