Fahrbarer Untersatz zum Diskont-Preis

In der EU gibt es laut aktueller Studie immer noch enorme Unterschiede bei den Autopreisen. FORMAT zeigt, wie Sie durch Eigenimporte Geld sparen.

Selbst wer den unter „Verschrottungsprämie“ bekannten Wrack-Bonus für Autos nicht in Anspruch nimmt, kauft nun besonders günstig. Dank der Wirtschaftskrise werden Autos in der Europäischen Union immer billiger. Laut dem Autoreport 2009 der Europäischen Kommission sind die Preise der fahrbaren Untersätze in der EU im vergangenen Jahr im Schnitt inflationsbereinigt um 3,1 Prozent zurückgegangen.

33,8 Prozent billiger
So richtig billig wird es für heimische Schnäppchenjäger, die einen neuen fahrbaren Untersatz suchen, unter anderem in jenen Ländern, deren lokale Währung gegenüber dem Euro stark nachgegeben hat. So lag der Nettopreis eines Skoda New Fabia Ende 2008 in Ungarn um gleich knapp mehr als ein Drittel unter dem öster­reichischen Händlerpreis bei wohlfeilen 6.280 Euro netto (s. TabelleXXXX). Wer wegen der krassen Preisdifferenz nun einen solchen kleinen Flitzer importieren möchte, zahlt beim ungarischen Händler für den ­Neuwagen nur den Nettokaufpreis ohne Steuer. Ganz so billig kann man am Ende aber doch nicht Gas geben, denn sobald das Fahrzeug in Öster­reich zugelassen wird, ist sowohl die NoVA als auch die Mehrwertsteuer an das Finanzamt abzuführen. Das Gleiche gilt natürlich für die aus anderen EU-Staaten importierten neuen Autos.


Auch bei gängigeren Modellen rechnet sich der Preisvergleich: Ein neuer VW Golf ist in Polen immerhin um 21,9 Prozent günstiger zu haben als beim heimischen Händler. Dass Österreich innerhalb der EU nicht gerade zu den Schnäppchenmärkten für Autokäufer zählt, belegt der Vergleich mit jenen Ländern, wo der gleiche Wagen noch etwas teurer ist. Für den VW Golf ist unter den anderen 26 EU-Staaten nur in Deutschland, Spanien und Irland mehr zu berappen.

England besser als Ungarn
Wegen der teils heftigen Kursschwankungen zwischen dem Euro und dem ungarischen Forint beziehungsweise dem britischen Pfund sollten Kaufwillige aktuelle Anbote einholen. Alleine seit Jahresbeginn hat das Pfund gegenüber dem Euro um rund 16 Prozent abgewertet, was die Chance auf einen besonders günstigen Kauf noch klar verbessert. Wer daran denkt, sich seinen Neuwagen aus Ungarn zu holen, muss einrechnen, dass sich der Wechselkurs zwischen ungarischem Forint und Euro seit Jahresbeginn aus Sicht eines österreichischen Käufers um aktuell 6,5 Prozent verschlechtert hat. Wer sich selbst im Detail schlaumachen will, findet Preisvergleiche für zahlreiche Autotypen und -modelle im Internet unter http://ec.eu ropa.eu/competition/sectors/motor_vehicles/prices/report.html.

Von Robert Winter

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