Engle: 'Aktien sind generell billig, aber auch die Risiken sind nach wie vor hoch'

Robert Engle, Wirtschaftsnobelpreisträger 2003 und Finanzprofessor an der New York University Stern School of Business, kennt die Investmentwelt wie seine Westentasche. Er verfolgt mittels mathematischer Modelle die Schwankungen von rund hundert Finanzmärkten.

Geht es nach Engles Prognosen, müssen Anleger auch in Zukunft mit hohen Kursschwankungen rechnen. Das trifft etwa auf die Volatilität des US-Aktienindex S&P 500 zu, die bereits im August sprunghaft nach oben geschnellt ist.

Wer jetzt in günstige Aktien einsteigen will, sollte auch die eindrückliche Warnung des Uni-Professors ernst nehmen, dass noch weitere Risiken drohen, deren Gestalt derzeit noch nicht einmal abschätzbar ist. Denn nach wie vor harren die Staatsschuldenproblematik in Europa und die Schieflage der US-Wirtschaft einer Lösung.

Ins gleiche Horn stößt Edmund Brandt, Stratege für globale Aktien der Großbank JPMorgan: „Während auf politischer Ebene um die Gestalt der künftigen Eurozone gestritten wird, gerät die Währungsunion schlafwandlerisch immer tiefer in die Krise. Aber die Finanzmärkte räumen der Politik nicht den Luxus ein, die Probleme in Ruhe zu beseitigen.“

Der Experte hat aber auch gute Nachrichten: „Die wichtigsten Notenbanken haben noch immer genug Munition für weitere Eingriffe. Die Börsen sind – gemessen an mehreren Kennzahlen – tatsächlich günstig bewertet. Speziell in Europa locken hohe Dividendenrenditen.“

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