"Die Märkte werden mit Geld überflutet, das muss irgendwo hinfließen"

Ende gut, alles gut? Ja, sagt Credit Suisse-Chefstratege Stefan Keitel: "2012 wird ein gutes Aktienjahr".

"Die Märkte werden mit Geld überflutet, das muss irgendwo hinfließen." Keitel traut dem deutschen Leitindex DAX bis Jahresende sogar zu, auf 7.500 Punkte zu klettern. Am Dienstag übersprang der DAX die psychologisch wichtige 7000er-Marke. Auch wenn der deutsche Leitindex das Niveau auf Schlusskursbasis nicht ganz verteidigen konnte, stehen die Börseampeln weiter auf Grün.

Die Euphorie an den Börsen dürfte nämlich noch länger anhalten. Keitel: „Die Börsianer haben alle Worst-Case-Szenarien bereits in den Kursen eingepreist. Die Strategie der Notenbanken die Geldschleusen zu öffnen und so Zeit zu kaufen, ist voll aufgegangen. “ Weder ein Austritt Griechenlands, noch eine Rückkehr zur griechischen Drachmen könnten Anleger jetzt noch aus der Fassung bringen. Die Hausse seit Anfang des Jahres sei rein Liquiditätsgetrieben. „Viele institutionelle Anleger wie Pensionskassen haben die Jahresanfangs-Rally an den Börsen verschlafen und werden jetzt Kurrücksetzer zum Einstieg nutzen“, ist sich Keitel sicher. Weil der DAX seit den Tiefstständen vom Sommer 2009 allerdings wieder 40 Prozent dazugewonnen hat, rechnet Keitel kurzfristig mit einer Konsolidierung zwischen fünf und zehn Prozent.

Besonders attraktiv sind dann Papiere von zyklischen Konzernen sowie Finanzwerte. Europäischen Aktien würde der Experte gegenüber US-Konzernen den Vortritt geben. Papiere aus Amerika sind nämlich bereits relativ teuer. Keitel: „Das positive Überraschungspotenzial in Europa ist einfach größer. In den USA haben schon viele Konjunktur-Indikatoren ins Positive gedreht.“ So hat sich etwa zuletzt der US-Arbeitsmarkt deutlich erholt. Und es wird Wachstum geben, zwar nur ein geringes, aber eine Rezession dürfte damit gebannt sein.

Carolina Burger

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