Bordeaux-Weine spüren Banker-Boni

Der Wert von hundert Spitzenprodukten, die im Liv-ex-Fine-Wine-100-Index enthalten sind, gab seit dem Höhepunkt im Juni 2011 um 20,4 Prozent nach.

Besonders stark erwischte es die Nobelgüter im Bordeaux-Gebiet. So kostet aktuell ein Château Lafite Rothschild des Jahrgangs 2003 heute 32 Prozent weniger als vor einem Jahr, ein 2005er Château Latour ist 22 Prozent billiger. Wobei "billig“ relativ ist. In London kostet die Kiste mit zwölf Flaschen immer noch 7.300 britische Pfund (umgerechnet 8.760 Euro).

Damit wiederholt sich die Geschichte von 2008, als die Krise manchem Wein-Enthusiasten sauer aufstieß (siehe Grafik). Offensichtlich fallen die aktuellen Boni der Londoner Banker, die die Jahresprämie gerne mit teurem Wein feiern, auch diesmal nicht mehr ganz so üppig aus wie in den Spitzenjahren. Dazu kommt, dass manche neureiche Chinesen offensichtlich dazugelernt haben. Sie sind nicht mehr bereit, astronomische Preise für Produkte zu zahlen, die sich mit 100 Punkten des Weinpapstes Robert Parker schmücken können. Außerdem drückt der Jahrgang 2011, der sich zwar ansprechend, aber nicht sensationell präsentiert, auf die Kauflaune und lässt manche Auktionsergebnisse der vergangenen Jahre als frivol erscheinen.

Fine-Wine-Index-Weine, die preislich auf moderaterem Niveau angeboten werden, erfreuen sich dagegen stabiler bis leicht steigender Ergebnisse bei Auktionen. So konnte ein australischer 1998er Penfolds Grange seit Februar 2011 um 7,5 Prozent auf 3.097 Pfund pro Zwölferkiste zulegen, die gleiche Menge des italienischen 2003er Sassicaia ist jetzt übers Jahr 13 Prozent teurer geworden und kostete Anfang Februar 1.195 Pfund.

Zehn Tipps für den Steuerausgleich

Steuern

Zehn Tipps für den Steuerausgleich

Service

Die Suche nach dem besten Konto

Was man als Passagier wissen muss: 5 Fakten zum Lufthansa-Streik

Geld & Service

Was man als Passagier wissen muss: 5 Fakten zum Lufthansa-Streik