Börsespiel: Praktisch alle Teilnehmer
erzielten letzten Freitag kräftige Gewinne

Mehr als 2.000 Mitspieler sind bereits auf dem Weg zum „Börseprofi 2010“. Der erste Wochensieger punktete mit Aktien von amerikanischen Chip-Herstellern. Der NASDAQ-Wert NVIDIA, ein Marktführer bei Grafik-Chips, hat seit dem virtuellen Kauf 16,6 Prozent Gewinn erzielt.

Täglich prasseln Hunderte Finanzmeldungen auf die Anleger ein – die meisten führen nicht einmal zu einem kurzen Zucken der Kurse. Doch vergangenen Freitag sorgten Neuigkeiten vom US-Arbeitsmarkt für Furore. Weil der Anstieg der Arbeitslosigkeit weit geringer ausfiel als befürchtet, gaben die optimistischen Börsebullen Vollgas. Eine massive Welle von Kaufaufträgen jagte nicht nur die Kurse an der New Yorker Wall Street und der US-Computerbörse Nasdaq hoch, sondern riss auch in Wien und Frankfurt die Aktien mit einem Ruck nach oben.

Starker Dollar macht Gold schwach
An den Devisen- und Rohstoffmärkten reagierten die Anleger ebenfalls wie elektrisiert. Der Dollar gewann gegenüber dem Euro merklich an Terrain, auf der Verliererseite standen Gold und Öl. Begründung: Die unerwartet guten US-Arbeitsmarktzahlen sind ein Indikator, dass sich die US-Konjunktur schneller erholen könnte als die europäische. Das stärkt das Vertrauen in den Dollar und schwächt auf der anderen Seite die Krisenwährung Gold, die sich traditionell spiegelbildlich zum Dollar entwickelt: Steigt der Dollar, fällt das Gold – und umgekehrt. Eine ähnliche Entwicklung zeigen auch andere Rohstoffe wie Öl.

Doppelte Gewinne in den USA
Für praktisch alle Teilnehmer am Anlegerspiel „Börseprofi 2010“ brachte der vergangene Freitag kräftige Gewinne. Am besten schnitten Depots ab, die größere Positionen in US-Aktien eingegangen waren. Zu den Kursgewinnen an der Börse kam noch die positive Wertentwicklung des Dollars, die automatisch alle Positionen in den USA aufwertete – eine Entwicklung, die bis Montagabend anhielt. Da ist es nur logisch, dass der Spieler mit der besten Wochenperformance, der Grazer Martin Rohrer, relativ stark auf US-Werte gesetzt hat. Das Rückgrat seines Spieldepots namens „Pfuschi“ sind zwei Computerchip-Aktien, Intel und Nvidia. Vor allem Nvidia erwies sich als wahrer Volltreffer. Der an der Nasdaq notierende Hersteller von Grafikchips gehört schon seit Monaten zu den Aufsteigern und brachte Mitspieler Rohrer bereits 16,6 Prozent Kursgewinn seit Kauf.

Heiße Aktien als heißer Tipp
Das Beispiel von „Pfuschi“ zeigt, dass man bei Börsespielen schon mit einem Glücksgriff den großen Sprung nach vorn machen kann. Eine Position des Wochenbesten ist nämlich noch gar nicht gestiegen, eine liegt sogar im Minus. Gerade im Rahmen eines Börsespiels macht es sich oft bezahlt, auf besonders heiße Aktien zu setzen. Speziell das Frankfurter Börsesegment Tecdax und die Nasdaq sind Fundgruben für solche Turboaktien. Tipp: Falls Sie neue Ideen für Ihr Spieldepot brauchen, analysieren Sie doch einfach ein paar Mitspieler, die in der aktuellen Rangliste ganz vorne liegen. Neben dem Namen und dem bisher erzielten Spielgewinn finden Sie einen Kasten. Wenn Sie diesen anklicken, öffnet sich das jeweilige Depot. Mit einem weiteren Klick auf einen darin enthaltenen Einzeltitel erhalten Sie zusätzliche Informationen zu den Wertpapieren.

Doppeltes Glück für den Grazer Wochensieger
Der Grazer Rohrer hatte übrigens nicht nur Glück mit Nvidia, sondern auch bei der Verlosung des ersten Wochenpreises, der jeweils unter den zehn besten Mitspielern der Woche gezogen wird. Diesmal fiel das Los auf die Nummer eins in der Wochenrangliste – das Medion-Netbook geht also an Rohrer. Doch das ist bereits Schnee von gestern, längst ist die zweite Spielwoche in vollem Gange. In den meisten Depots verlief der Start in die neue Runde allerdings weniger erfreulich. Während die positiven Nachrichten aus den USA bereits in den Kursen verarbeitet waren, sorgte die Dubai-Krise für neue Sorgen. Immer mehr Anleger fragen sich, wo die nächste Immobilienblase platzen könnte – Hongkong ist ein möglicher Kandidat. So stehen die Anleger vor einem Dilemma: Einerseits sind die langfristigen Aussichten in Asien und vor allem in China hervorragend, andererseits können schlechte Meldungen auch zu deutlichen Korrekturen führen.

Profitipps als Entscheidungshilfe
Thomas Kraus, Österreich-Geschäftsführer der Fondsgesellschaft Invesco, bleibt jedenfalls Optimist und empfiehlt den Mitspielern von „Börseprofi 2010“, offensiv zu investieren: „Aufgrund der Erwartung eines weiterhin niedrigen Zinsniveaus sowie der nur sehr geringen Attraktivität von Staatsanleihen ist die Einschätzung Invescos zur weiteren Entwicklung von risikoreicheren Anlagen tendenziell positiv. Besonders aussichtsreich erscheint uns hier vor allem der chinesische Markt. Durch die Wahl des zum Euro währungsgesicherten Invesco PRC Equity Fund kann man auch das Euro-Dollar-Risiko neutralisieren.“

Potenzial im Corporate-Bond-Bereich
Im Anleihenbereich geht Invesco-Chef Kraus von weiterem Potenzial im Corporate-Bond-Bereich aus. Zwar sind für ihn die Zeiten der massiven Kurserholungen bei Unternehmensanleihen wohl vorbei. Nach wie vor kann man aber relativ attraktive Kupons verdienen. Dabei gilt es aber, etwaige Ausfälle bei Pleitekandidaten zu vermeiden. Kraus: „Der Kepler High Grade Corporate Rentenfonds erscheint uns in diesem Segment ebenso attraktiv wie der von seiner Ausrichtung etwas breiter aufgesetzte Invesco Euro Corporate Bond Fund.“ Daneben sieht Invesco-Mann Kraus im Rohstoffbereich interessante Möglichkeiten: „Das Brent-Öl-Zertifikat der Raiffeisen Centrobank ist einerseits ein Mittel, um von einem längerfristig steigenden Ölpreis zu profitieren, und andererseits eine teilweise Absicherung gegen eine steigende Inflation.“ In die von Kraus empfohlenen Titel kann im Rahmen von „Börseprofi 2010“ investiert werden – machen Sie Ihr Spiel.

Martin Kwauka

Teilnahme beim Börsespiel jetzt noch möglich
Unter www.boerseprofi.at kann man sich jederzeit registrieren und sofort die erste Wertpapierorder platzieren. Auch wenn man die ersten Tage noch nicht dabei war, ist das kein Problem. Angesichts einer Spieldauer von drei Monaten sind noch alle Chancen offen. Mitte der Woche lag der Spieler tambi11 mit einem Gesamtgewinn von 2,81 Prozent vorn – das ist mit etwas Glück schnell aufgeholt. Außerdem wird der Hauptpreis von 30.000 Euro in Form eines Wertpapierdepots ohnehin unter allen Teilnehmern verlost. Selbst der schlechteste Zocker hat also die Möglichkeit, am Ende mit dem Siegerscheck nachhause zu gehen.

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