Börsespiel: Mühle auf, Mühle zu

Die Börsen gönnen den Anlegern keine Verschnaufpause. Teilnehmer des „Börseprofi 2011“ erzielen trotzdem Gewinne.

Manche Weisheiten überdauern Generationen. So wusste Carl Meyer Rothschild bereits Anfang des 19. Jahrhunderts, wie an den Finanzmärkten Geld zu machen ist. Das Anlagecredo des Vertreters der legendären Bankendynastie lautete: „An der Börse muss man sich verhalten wie beim Baden in kaltem Wasser: hineinspringen und rasch wieder heraus.“

Diesen Leitspruch setzte Robert Reinold , Teilnehmer des FORMAT-Anlegerspiels, beherzt um. Der 32-jährige Wiener, der beim „ Börseprofi 2011 “ die aktuelle Wochenwertung für sich entschied, zog vor zwei Wochen die Reißleine, weil ihm das Börsenpflaster angesichts der Unruhen in Nordafrika zu heiß wurde. Während der Wiener Hotelfachmann mit seinem Depot anfangs mit Bankaktien und Indexfonds gut über die Runden kam, schichtete er seinen Anlage-Mix total um. Er griff zu Short-Zertifikaten auf Börsenindizes wie den deutschen Dax oder den amerikanischen S&P 500, deren Kurse steigen, wenn die Börsen nachgeben. Vergangene Woche schlug Börsenspieler Reinold den nächsten Haken, indem er sämtliche Wertpapiere verkaufte. Jetzt steht der Anlegerspieler wieder Gewehr bei Fuß: „Ich steige wieder bei Bankaktien ein, etwa beim Papier der Commerzbank. Zusätzlich kommen börsengehandelte Fonds auf Börsenindizes in mein Depot.“

Geht es nach der Papierform, könnte Reinold abermals richtig liegen, ist doch die Bewertung der internationalen Aktienmärkte gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis nach wie vor günstig. Tipp: Verfolgen Sie online seine Trades.

Positive Signale gibt es auch aus Deutschland, wo der ifo-Geschäftsklimaindex im Februar weiter gestiegen ist. In den USA hat das für die Volkswirtschaft wichtige Verbrauchervertrauen im Vormonat ein Drei-Jahres-Hoch erreicht. Nichtsdestotrotz müssen Teilnehmer des „ Börseprofi 2011 “ die Entwicklung des Ölpreises im Auge behalten, weil ein weiterer Anstieg die Börsenerholung im Keim ersticken könnte.

Übrigens: Am 8. März beantwortet „db X-Trackers“- Experte Eric Wiegand im Live-Chat unter www.boerseprofi.at/experten-chats die Frage, welche börsengehandelten Fonds aktuell in ein Depot gehören.

– Robert Winter

Der Vorwochen-Sieger

Der 32-jährige Wiener Robert Reinold navigierte sein Anlegerspiel-Depot namens „Sardinien“ mit einer wendigen Anlagetaktik seit dem Start des FORMAT-Anlegerspiels „ Börseprofi 2011 “ zu 6,7 Prozent Ertrag. Vorletzte Woche setzte Reinold zur Gänze auf „Verkaufen“, jetzt will er sein Spieldepot wieder mit Aktien und ETFs bestücken.

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