"Börseprofi 2010": Wer auf Solarenergie setzte, lag im Wochenranking ganz vorne

Selbst bei getrübter Stimmung hatten Teilnehmer am Börseprofi 2010, die auf erneuerbare Energie setzten, gut lachen.

Der US-Aluminiumkonzern Alcoa, der tradi­tionell als erster US-Konzern Jahresbilanzen legt, enttäuschte mit unerwartet schlechten Zahlen. Das ruft die fast verdrängte Finanzkrise zurück ins Gedächtnis der In­vestoren. Was realen Anlegern schlaflose Nächte bereiten kann, löst bei Börsespiel-Investoren höchstens ein Achselzucken aus: Sie zocken bei www.boerseprofi.at mit Spielgeld und würden im schlechtesten Fall zumindest an Erfahrung reicher. Doch von Verlusten ist derzeit ohnehin keine Rede. Im ­aktuellen Börsespiel liegen fast alle Teilnehmer im Plus. Diejenigen, die im letzten Wochenranking die Nase weit vorne haben, halten auffallend oft Aktien von Unternehmen, die mit Solar­zellen, Photovoltaikanlagen, Windrädern oder Wasserkraftwerken Geschäfte machen.

Pennystock mit Glück
Das Netbook für den Gewinner der sechsten Spielwoche geht an Paula Müllmann. Zugpferd in ihrem Aktienportfolio „pamu“ waren Conergy-Papiere. „Ich beobachte Conergy schon seit Längerem und war mir sicher, dass sie einen Vergleich mit ihrem ehemaligen Partner MEMC erzielen werden und die Aktie dadurch Aufwind bekommt“, so die Spielerin. Ihre Strategie ist aufgegangen, seit Kauf stieg die Aktie des international aufgestellten Anbieters von Systemen zur Erzeugung und Nutzung von erneuerbaren Energien um rund 31 Prozent. Finanzexperten sehen das Papier aber kritisch. Max Deml, Chef des Spezial­magazins „Öko-Invest“: „Conergy-Aktien sind echte Zocker-Papiere. Für ein reales Depot würde ich nicht zu diesen Papieren raten.“ Ende 2007 stürzte die Aktie von 22 Euro im Tiefpunkt auf 30 Cent ab und wurde damit zum Pennystock. Weitaus solider und daher spannender sind für den Ökoexperten Deml Aktien von SolarWorld (ISIN: DE0005108401), die zu den weltweit führenden Unternehmen der Solarstromindustrie zählen.

Strahlende Aussichten?
Der Klimawandel könnte künftig für Aufwind bei erneuerbarer Energie sorgen. Deml: „Ich bin mir sicher, dass Deutschland in den nächsten Jahrzehnten den Anteil der erneuerbaren Energie am gesamten Energiebedarf auf 20 bis 30 Prozent erhöhen wird.“ Derzeit produziert der Nachbarstaat erst ein Prozent des gesamten Strohmverbrauchs mit Solaranlagen. Die Frage bleibt, ob sich das Problem der Rentabilität der grünen Stromgewinnung in den nächsten Jahren löst. Börse­profi und Marktexperte Wolfgang Matejka: „Solange Solarstrom nur aufgrund von Förderungen rentabel ist, halte ich Investments in diese Branche für gefährlich.“ Entgegen allen Unkenrufen rechnet aber Öko-Invest-Chef Deml damit, dass bereits zwischen 2013 und 2015 eine Netzparität erreicht werden könnte. Es könnte sich für Anleger also durchaus lohnen, Öko-Investments im Auge zu behalten. Einen guten Überblick bietet die Homepage www.oekonews.at . Ob die im TecDax notierenden Solar­aktien noch weitere Gewinne im laufenden Börsespiel abwerfen, hängt nicht zuletzt von der kurzfris­tigen Entwicklung des Ölpreises ab.

Carolina Burger

Zehn Tipps für den Steuerausgleich

Steuern

Zehn Tipps für den Steuerausgleich

Service

Die Suche nach dem besten Konto

Was man als Passagier wissen muss: 5 Fakten zum Lufthansa-Streik

Geld & Service

Was man als Passagier wissen muss: 5 Fakten zum Lufthansa-Streik