"Börseprofi 2010": Österreichische Titel bringen den Spielteilnehmern gute Renditen

Die Führenden der bereits 3.500 Teilnehmer beim Börseprofi 2010 setzen auf Österreich.

In den derzeit führenden Depots im Börsespiel ist Wienerberger auf­fallend oft das Rezept zum Erfolg. Die Aktie des weltweit größten Ziegel­produzenten erholte sich innerhalb eines Jahres um 53 ­Prozent, seit Beginn des Anlegerspiels „Börseprofi“ konnte sie um 32 Prozent zulegen. Alois Wögerbauer, Fondsmanager des 3 Banken Österreich-Fonds: „Wienerberger ist eine schwierige Entscheidung. Auf der einen Seite gehört sie aktuell zu den absolut billigsten Aktien im ATX-Index. Anderer­seits spricht wegen der flauen Konjunktur und der steigenden Arbeitslosigkeit wenig für den Wohnbau.“

Wienerberger: Chance und Risiko
Wer gerne Risiko im Depot hat, für den sei Wienerberger aber durchaus eine chancenreiche Wahl. Wögerbauer: „Man sollte dabei nie ­vergessen,
dass der Ziegelkonzern fast zu hundert Prozent im Streubesitz ist. Eine Übernahme ist unter den jetzigen Gegebenheiten durchaus möglich.“
Damit man etwaige Rückschläge der Aktie besser verkraftet, haben viele „Börse­profi“-Spieler ein Bonuszertifikat der Raiffeisen Centrobank auf Wienerberger im Depot. Auch wenn die Aktie zehn Prozent verliert, macht das dem Bonuszertifikat nichts. Der jüngste Wochensieger, Karl Lientscher, der die Titel in seinem Depot „frei Schnauze“ nach Gefühl ausgewählt hat, scheint ein wahrer Österreich-Fan zu sein. In seinem Depot mit Namen „Karl“ finden sich bis auf einen Indien-Fonds nämlich nur österreichische Werte. Darunter auch Wienerberger in Form von Aktien und Bonuszertifikaten sowie ein börsengehandelter Indexfonds (ETF) und ein Open-End-Zertifikat auf den ATX.

Knappe Führung in der Gesamtwertung
Insgesamt ist Fondsmanager Wögerbauer für den ATX-Index weiterhin positiv gestimmt: „Vonseiten der Großinvestoren ist noch immer genügend Liquidität vorhanden. Die Werte sind weder sehr teuer noch spottbillig.“ Neben attraktiven Werten wie Verbund und Telekom Austria gibt Wögerbauer auch Immo-Werten wie conwert gute ­Chancen. Wögerbauer: „Wer den Misstrauensbonus ablegen kann, sollte sich auch eine ­Immofinanz / Immoeast nach der Fusion anschauen, weil das Unternehmen dann zu den größten Immobilienkonzernen Europas gehören wird.“ In der ­Gesamtwertung gibt es einen neuen Führenden. Das Depot „Philipp“ liegt mit einem Plus von 13,7 Prozent an der Spitze. Besonders drei Werte schaffen dort Prozente: Aktien des Halbleiterherstellers ­Dialog Semiconductor mit plus 37 Prozent sowie des deutschen Techno­logiewerts Jenoptik mit plus 26 Prozent. Den Vogel schießen aber die RCB-Bonuszertifikate auf Wienerberger mit einem Zugewinn von 32 Prozent seit Depotstart ab. Dahinter lauert allerdings schon das Depot „Andi“ mit plus 13 Prozent seit Start. Auch hier sorgt ­Wienerberger in Form von ­Aktien und Bonuszertifikaten für die Rendite. Wochensieger Lientscher liegt in der Gesamtwertung übrigens schon auf Platz vier.

Ingrid Krawarik

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