Börseprofi 2010: Die Wochensieger setzten auf einen Aufschwung der Tech-Branche

Für 2010 rechnen Analysten vor allem bei Technologie-Aktien mit einem hohen Gewinnwachstum. Das ist Wasser auf die Mühlen der Führenden im „Börseprofi 2010“, die weiter auf Halbleiterhersteller setzen.

Die Bilanzsaison ist voll im Gange, und die Unternehmen überraschen mit leichten Gewinnen. Bereits 77 Prozent der US-Konzerne haben die Prognosen der Analys­ten für das vierte Quartal 2009 übertroffen, nur 14 Prozent enttäuschten. In den USA sorgte Intel mit einem Gewinnplus von 20 Prozent für Auf­sehen, in Europa war es Nokia mit plus 30 Prozent.

Konjunkturoptimismus ebbt ab
Trotzdem ist nicht alles eitel Wonne. Horst Simbürger, Aktienchef der Volksbank-Fonds: „Irgendwann hat man als Unternehmen auf der Kostenseite alles eingespart. Und die Umsätze lassen weiter zu wünschen übrig. Der Konjunkturoptimismus der vergangenen Monate ebbt ab. Diese aufkommende Skepsis spiegelt sich aktuell in den Aktienkursen ­wider, die zuvor den Optimismus wiedergegeben haben.“ Die positiven Gewinnmeldungen der Unternehmen sollte man ebenfalls mit Vorsicht ­genießen. Simbürger: „Es ist schwer einzuschätzen, wie viel an den Unternehmensergebnissen den staatlichen Hilfsprogrammen zuzuschreiben ist. Gerade die Automobilindustrie hat davon sehr profitiert.“

Enttäuschungen möglich
Für 2010 haben die Analysten die Gewinnerwartung für Aktien ordentlich in die Höhe geschraubt. Volksbank-Aktienchef Simbürger: „Aktuell liegen die Schätzungen weltweit bei plus 40 Prozent. Besonders hohe Erwartungen gibt es für Industrie- und Technologiewerte. Die sind schon wieder so hoch, dass es da sicher zu einigen Enttäuschungen kommen wird.“ Innerhalb des Technologie­sektors sind derzeit Halbleiter besonders gefragt – das gilt auch für Europa. Dass man mit den Chips wieder gutes Geld machen kann, zeigt das Depot „Schlaufuchs“ des Wochen­siegers Johannes Stöffelbauer. Der Niederösterreicher nahm volles Risiko, setzte beim Anlegerspiel „Börseprofi 2010“ nur ein Fünftel seines Spielgelds ein, dieses aber dafür konzentriert auf Aktien und Zertifikate des deutschen Halbleiterherstellers Infineon. Ein Wochenplus von 1,5 Prozent zeigt, dass er damit goldrichtig lag.

Mehr als 4000 Börseprofi-Spieler
Bereits mehr als 4.000 Teilnehmer zählt „Börseprofi 2010“, bei dem man sich noch unter www.boerseprofi.at anmelden kann. An der Spitze der Gesamtwertung kämpfen aktuell die Depots „Valerina“ und „Philipp“ um den Titel. Beide Spieler haben vor allem dank der Aktie des Halbleiterherstellers Dialog Semiconductor bereits über elf Prozent Gesamtplus ­erreicht. Nach den derzeitigen Prognosen könnte die Rally durchaus noch weitergehen.

Ingrid Krawarik

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