Börseprofi 2010: Banken-Daumenschrauben sorgen für ein Zwischentief der Aktienkurse

Seit kurzem ist die Stimmung an den Börsen getrübt. Das bedeutete gute Karten für alle Börsespiel-Teilnehmer, die auf fallende Kurse setzten.

Wenn Amerika niest, ist die ganze Welt verschnupft. Seit zwei Wochen trübt Obamas Ruf nach strengen Regeln für die Banken die Stimmung an den Börsen. Unter anderem sollen die Banken nicht mehr auf eigene Rechnung spekulieren dürfen. „Auf diese Meldung haben die Anleger empfindlich reagiert, weil der Eigenhandel der Banken ein wichtiger Umsatzträger für die Börsen ist, und der Handel stark eingeschränkt werden könnte“, resümiert Monika Rosen, Chefanalystin im Private Banking der UniCredit. Die richtige Strategie für schwache Kurse brachte Börseprofi-Spieler Andreas Puff mit seinem Depot „Puffi“ den Wochensieg. Der 28-jährige Südburgenländer setzte mit zwei Short-Zertifikaten auf fallende Kurse. Andreas Puff: „Ich warte seit Dezember darauf, dass die Kurse rutschen. Jetzt ging meine Strategie auf.“

Einsteigen, aber wann?
Dass der Kurstrend Richtung Tal lange anhält, ist eher unwahrscheinlich. Michaela Keplinger-Mitterlehner, Vorstand der Raiffeisen Landesbank Oberösterreich: „Die letzten Ergebnisse von Konzernen wie Apple, IBM oder Johnson & Johnson fielen besser aus als erwartet.“ Für eine Rückkehr zum Aufwärtstrend spricht, dass viele institutionelle Investoren wie etwa Versicherungen noch immer kaum investiert sind und nur auf eine Gelegenheit zum Einstieg warten. „Alle hoffen auf eine Korrektur. Bleibt nur die Frage, ob sie schon passiert ist und jetzt wieder alle einsteigen. Dann würde die Korrektur so flach verlaufen wie im Sommer 2009“, so Rosen. Außerdem bleibt noch abzuwarten, ob Obama sein Bankenpaket tatsächlich durchbringt, das nicht zuletzt ein Versuch war, die Stimmung nach der Wahlschlappe der Demokraten im US-Bundesstaat Massachusetts zu kalmieren.

Netbook für den Wochensieg
Sobald sich der Wirbel um die Daumenschrauben für die Banken gelegt hat, geben wieder die Ergebnisse der Konzerne den Takt der Börse vor. Das könnte die Märkte weiter antreiben und optimistischen Börsespielern wieder ein Netbook für den Wochensieg bescheren. Übrigens: Wer jetzt noch mitspielen möchte, hat unter www.boerseprofi.at Gelegenheit, einzusteigen. Das Spiel läuft nämlich bis Ende Februar – der Hauptpreis von 30.000 Euro wird unter allen Teilnehmern verlost.

Carolina Burger

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