"Börseprofi 2010": An der Spitze der Gesamtwertung herrscht reges Gedränge

Die Weltbörsen starteten mit kräftig steigenden Kursen ins neue Jahr. Für die bereits mehr als 3.000 Mitspieler des „Börseprofi 2010“ ist das ein gutes Zeichen. Einsteigen und gewinnen ist nach wie vor möglich.

Neues Jahr, neues Glück. Das werden sich auch die An­leger gedacht haben, denn an den Weltbörsen verlief der Auftakt 2010 nahezu überall erfreulich. Die großen Indizes wie Dax, Dow Jones, aber auch der ATX zeigten sich allesamt von ihrer Schokoladenseite und bescherten ihren Anlegern Gewinne. Ein Grund für die Entwicklung sind die Großinvestoren, die sich gerade am Anfang des Jahres neu positionieren und mit prall gefüllten Budgets die Weichen in Richtung Börse stellen.

Wochensiegerin dank Dialog
Ein goldenes Händchen bewies Patrizia Prucha, die fünfte Wochensiegerin im Anlegerspiel „Börseprofi 2010“ . Die Leondingerin hatte unter anderem auf die Aktie des deutschen Halbleiterherstellers Dialog Semiconductor gesetzt, die ihrem Depot „pru1“ seit Kauf ein Kursplus von 23,6 Prozent bescherte. Auch ihr Open-End-Zertifikat der Raiffeisen Centrobank auf Öl generierte gute 8,4 Prozent, nachdem der Ölpreis seit Mitte Dezember um etwa zehn Dollar gestiegen war. Als Belohnung erhält Mitspielerin Prucha den Wochenpreis in Form eines Netbooks. Das Beispiel von „pru1“ zeigt erneut, dass man beim Börsespiel schon mit ein oder zwei Glücksgriffen den Sprung nach ganz vorn schaffen kann. Etwa die Hälfte der elf Positionen der Wochensiegerin liegen nämlich im Minus.

Gedränge an Börseprofi-Spitze
An der Spitze der Gesamtwertung des „Börseprofi 2010“ geht es heiß her. Die seit Wochen an vorderster Front kämpfenden Depots „Pfuschi“ und „winwin“ mussten in dieser Woche erstmals „Valerina“ Platz machen. Mit Aktien von Dialog Semiconductor, die seit Kauf ein Plus von 38 Prozent generierten, und Infineon (plus 30 Prozent), hat „Valerina“ gleich zwei heiße Eisen im Feuer und mit einem Depotplus von 10,7 Prozent die Nase doch schon weiter vorn als die zweit- und drittplatzierten Teilnehmer der Depots „winwin“ (plus 8,9 Prozent) und „Pfuschi“ (plus 8,6 Prozent). Während „winwin“ noch immer von einem Volltreffer, der Aktie Alcoa, profitiert, die seit Kauf 30 Prozent nach oben kletterte, ist es bei „Pfuschi“, dem ersten Wochensieger des Börsespiels, der an der Nasdaq gehandelte Titel NVIDIA mit plus 41 Prozent.

Tech-Aktien: beliebt und rentabel
Ein Blick auf die Depots zeigt aber auch, dass Zertifikate zuverlässige Renditebringer sind. Bonus- und Discountzertifikate auf Allianz, OMV, voestalpine, Infineon oder auch die Deutsche Börse sind beliebte Beimischungen. Heike Arbter, Zertifikate-Profi der Raiffeisen Centrobank: „Bonuszertifikate werden zwar nie die Shootingstars in den Depots sein, aber in den nächsten Wochen sollte man mit ihnen weiter gut verdienen. Auch wenn die Börsen 10 Prozent runtergehen, macht das dem Bonuszertifikat nichts.“ Die großen Gewinnbringer des Börsespiels sind derzeit aber die Aktien. Ohne sie würde es in den Depots merklich ruhiger zugehen. Die Anzahl jener Aktien, deren Namen in den Siegerdepots immer wieder auftauchen, ist jedoch überschaubar. Besonders US-Technologieaktien wie NVIDIA und Applied Materials, der US-Aluminiumgigant Alcoa sowie die deutschen Halbleiterhersteller Dialog Semiconductor und Infineon sind Spitzenreiter – nicht nur in der Beliebtheitsskala, sondern auch als Renditebringer.

Viel Kapital wartet an der Seitenlinie
Große Fonds und Versicherungen haben übrigens immer noch viel Kapital in der Hinterhand, das noch investiert werden muss. Für Privatanleger ist das ein gutes Zeichen. Schließlich werden kurze Rückschläge an den Börsen von den Großen genutzt, um neu einzusteigen. Ein größerer Absturz ist deshalb in den nächsten Wochen nicht in Sicht. Dementsprechend ist eine offensive Positionierung des ­Depots bis auf Weiteres die erfolgver­sprechendste Strategie – sowohl beim „Börseprofi“-Spiel als auch bei Investments mit echtem Geld.

Ingrid Krawarik

Börseprofi 2010: Bisher haben sich mehr als 3.000 Teilnehmer beim Anlegerspiel registriert. Einsteigen ist immer noch möglich. Wer sich unter www.boerseprofi.at anmeldet und Orders platziert, hat weiterhin die Chance auf den Hauptgewinn von 30.000 Euro in Form eines Wertpapierdepots, das Ende Februar unter allen Teilnehmern verlost wird. Tipp: Wer neue Ideen für sein Spieldepot braucht, sollte sich nicht scheuen, bei den Konkurrenten zu spionieren. Dies ist ganz einfach möglich, indem man auf die Einzeldepots in der Rangliste klickt.

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