Autoversicherung: FORMAT präsentiert die besten Angebote für Haftplicht und Kasko

Bei Kfz-Versicherungen steigen die Rabatte ­weiter. FORMAT gibt einen Überblick, wo derzeit die günstigsten Konditionen für Haftpflicht und Kasko zu holen sind.

Das Frühjahr ist traditionell die Zeit, in der sich viele Autofahrer einen neuen fahrbaren Untersatz zulegen. Diese Chance wollen die Kfz-Versicherungen nicht verpassen. Schließlich müssen Marktanteile gewonnen werden. Ein altbewährtes Mittel der Assekuranzen, um die potenziellen Neukunden zu erhaschen, ist das Schleudern mit Rabatten. Werner Widauer, winsurance-Versicherungsmakler: „Derzeit geht es zu wie auf einem Basar. Rabatte von bis zu 50 Prozent sind möglich. Die Versicherungen gehen da sehr ans Limit.“ Ein aktueller Konditionenvergleich von FORMAT zeigt, dass die Preisunterschiede zum Teil enorm sind. Bei einem Wechsel der Versicherung lassen sich bei einer Haftpflichtversicherung inklusive Vollkasko in der Stufe 0 bis zu 1.796 Euro sparen. Dazu kommt, dass die Versicherungen nach einigen mageren Jahren wieder auf einen größeren potenziellen Kundenstamm zurückgreifen können. Die Zahl der Neuzulassungen stieg 2009 im Vergleich zum Jahr 2008 nämlich um 8,8 Prozent auf 319.403 Fahrzeuge. Auch im ­heurigen Februar hielt der Trend mit plus 16 Prozent zum Vorjahresmonat an.

Preise unbedingt vergleichen
Während die Schadensquote bei der Kfz-Haftpflicht um sechs Prozent zurückging, erhöhte sie sich bei der Kaskover­sicherung um zehn Prozent. Grundsätzlich sind aber mehr als 70 Prozent unfallfreie Lenker unterwegs, die in den Genuss der niedrigen Prämien der ersten zwei Bonusstufen kommen. Nur 1,1 Prozent der Auto­fahrer fallen in die Malusstufen 10 bis 17. Gerade jene Fahrer, die über 25 sind und in der Bonusstufe 0 bis 2 durch die Straßen kreuzen, sind bei den Versicherungen heiß umfehdet. Fahranfänger und junge Lenker haben es deutlich schwerer, weil sie zu den potenziellen Unfallfahrern zählen. Doch wer sich zukünftige Marktanteile sichern möchte, wird auf die Frischlinge nicht verzichten können. Für diese heißt es: unbedingt vergleichen. Franz Starritz, Versicherungsmakler bei Nanke & Partner: „Es ist immer wichtig, mehrere Angebote einzuholen. Bei den Bonusfahrern gehören Zürich Versicherung und HDI, in manchen Fällen auch die VAV zu den günstigsten Anbietern. Bei der Stufe 9 liegt Wüstenrot gut im Rennen. Bis 90 PS sollten junge Fahrer kein Problem haben, darüber hinaus wird’s schwierig.“ Natürlich kann man auch nur Konkurrenzofferte einholen, um damit die ­eigene Versicherung unter Druck zu setzen. Das erhöht das Rabattpotenzial im Handumdrehen.

Große Kluft bei Jahresprämien
Die Beispiele in der Tabelle zeigen, dass bereits bei Kompaktwagen wie dem Ford Focus große Preisunterschiede üblich sind. So beträgt der Unterschied bei einer reinen Haftpflichtversicherung zwischen dem teuersten und dem billigsten Anbieter 429 Euro. Eklatant wird die Kluft bei Haftpflicht inklusive Vollkaskoversicherung. Bei dieser Variante muss die junge Lenkerin beim gleichen Modell immerhin 1.104 Euro weniger zahlen. Auch bei der Teilkaskoversicherung ist die Spanne ­extrem. So spart sich die 38-jährige VW-Golf-Fahrerin 681 Euro, wenn sie dem günstigsten gegenüber dem teuersten Anbieter den Vorzug gibt. Toyota-RAV4-Fahrer zahlen für den SUV für Haftpflicht plus Vollkasko in der Stufe 9 bei der Generali 2.036 Euro im Jahr, die Zürich verlangt um 1.066 Euro mehr. Noch riesiger sind die Unterschiede für Fahrer PS-starker BMW-Modelle, die fürs gleiche Angebot beim billigsten Anbieter 2.599 Euro lockermachen müssen, beim teuersten aber 4.870 Euro blechen (siehe Tabelle ) . Einen guten Überblick über die Tariflandschaft bietet www.durchblicker.at . Dass bei der Prämie gern gespart wird, ist klar. Bei der Deckungssumme sollte ­allerdings großzügig gedacht werden. Mit einem Haftpflichtschutz von 15 Millionen Euro sind spektakuläre Großschäden mit Invaliditätsopfern ausreichend gedeckt. Die Prämie ist je nach Auto und Bonusstufe im Vergleich zur Mindestversicherungssumme von sechs Millionen Euro nur um 10 bis 80 Euro im Jahr teurer.

Bonusretter und Zweitwagen
Um sich Neukunden zu sichern, erschaffen die Asse­kuranzen immer wieder neue Zuckerln. Bei Uniqa ist es etwa das Safe­Line-Angebot. Autofahrer können bei ­Unfällen per Knopfdruck ÖAMTC und Rettung verständigen. Auch der sogenannte Bonusretter wird seinem Namen gerecht, verhindert er doch eine Rückstufung im Schadensfall. An­bieter sind unter anderem HDI, Wiener Städtische, Uniqa sowie Zürich, bei der Bonus-Lenker in Stufe 0 bis 3 mehrere Un­fälle in einem Jahr ohne Folgen produzieren dürfen. Versicherungsmakler Starritz: „So­lange man bei derselben Versicherung bleibt, ist das sicherlich von Vorteil. Wenn man jedoch wechselt, gilt der Bonus­retter nicht mehr, und man wird beim neuen Anbieter je nach Anzahl der Unfälle eingestuft.“ Viele Versicherungen bieten außerdem an, Zweitwagen der Familie ebenfalls in der Stufe 0 zu versichern, die bereits für den Erstwagen gilt. Starritz: „So kann man junge Fahrer günstig unterbringen. Ich würde allerdings dazu raten, das Auto auf einen Elternteil anmelden zu lassen. Bei einem Unfall ist aber ein Selbstbehalt zu zahlen.“

Für und wider Selbstbehalt
Selbstbehalte machen einen nicht unwesentlichen Teil der Kfz-Versicherung aus. winsurance-Makler Widauer rät, genau abzuwägen, was versichert sein soll: „Ein genereller Selbstbehalt, der bei allen Schäden zu zahlen ist, verringert zwar die Prämie. Wenn viel eingebrochen wird oder man öfter einen Marderbiss hat, geht das aber ins Geld.“ Auch bei niedrigen Selbstbehalten sollten die Alarmglocken schrillen: Vandalismus, Parkschäden und Glasbruch sind in der Teilkasko oft nicht abgedeckt.
Selbstverschulden wird ebenfalls wenig goutiert. Abgefahrene Reifen, eine Fahrt über die rote Ampel oder eine vergessene Pickerlkontrolle werden als grob fahrlässig behandelt und führen bei Unfällen bei vielen Versicherungen zu einer Rückstufung in den Bonuslevels. Die Zürich Versicherung verzichtet bei der Kasko auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit.

Aufgepasst bei Kündigungen
Autofahrer, die sich zum Wechsel zu einer anderen Versicherung entschließen, sollten die Kündigungsklauseln am besten schon bei Abschluss von Haftpflicht- und Kasko­versicherung genau lesen. Versicherungsmakler Starritz: „Man sollte vereinbaren, dass beide Sparten unabhängig von der Prämienfälligkeit zur gleichen Zeit kündbar sind. Sehr wichtig ist, das schriftlich festzulegen, damit der künftige Umstieg besser klappt.“ Für Autolenker heißt es jetzt, noch schnell zuschlagen und vor allem feilschen. Denn die niedrigen Prämien dürften nicht mehr lange halten. Starritz: „Die Versicherungen jammern wegen der gestiegenen Kasko-Schadenssätze schon laut, da könnte es bald zu Erhöhungen kommen.“

Ingrid Krawarik

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