Anleihenfonds mit Fixkupon 7 Prozent: Was die neue Tranche von Schroder kann

Anleihen von Exotenstaaten zahlen deutlich mehr Zinsen als Papiere von Ländern mit einem Top-Rating. Noch dazu haben manche Währungen aufstreben­der Staaten großes Aufwertungspotenzial, und Länder wie Mexiko, Brasilien, Indonesien oder Korea stehen bei der Staatsverschuldung deutlich besser da als Deutschland oder die USA. Jetzt wirbt eine neue ­Tranche des Schwellenland-Anleihen­fonds Schroder Emerging Markets Debt Absolute Return (ISIN LU0177592218, s. Chart ) mit einer jährlichen Fixausschüttung von 7 Prozent des aktuellen Anteilswerts. Ein Rechenbeispiel: Ein Anleger kauft Fondsanteile um 1.000 Euro, der Fonds legt in einem Jahr um 100 Euro zu, was am Ende zu ­einer Ausschüttung von 77 Euro führt. Der Rechenwert des Fonds reduziert sich durch die Ausschüttung auf 1.023 Euro. Haken: Notfalls geht die Ausschüttung auf Kosten der Substanz. Wenn der Fonds in dem Jahr auf 900 Euro fällt, sinkt der Fondsanteilswert nach 7 Prozent Ausschüttung von 63 Euro unter den Einstiegswert auf 837 Euro. Aus steuerlicher Sicht gilt, dass die Ausschüttungen des Fonds auch dann der 25-prozentigen KESt unterliegen, wenn gar kein Gewinn erzielt wurde. PwC-Steuerexperte Thomas Strobach: „Auch im Fall, dass der Fondswert durch die Ausschüttung unter den Kaufkurs fällt, erhält man in der Regel keine anteilige KESt-Rückvergütung.“ Fazit: Schroder folgt der aktuellen Mode, bei Anleihenfonds eine fixe Ausschüttung zu versprechen. Das ist aber keine ­Garantie für echte Gewinne.

Robert Winter

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