Anlagefavorit für 2009: Verlockend hohe Risikoprämien bei Unternehmensanleihen

Anleihen von Unternehmen bringen Investoren lohnende ­Renditen. Papiere sollten bis zur Fälligkeit gehalten werden.

Das Risiko bei Unternehmensanleihen wird gut bezahlt“, sagt Christian Heger, HSBC-Deutschland-Chef, und kürt die Anlageklasse zum Favoriten im neuen Jahr. Investoren bekommen jetzt im Durchschnitt acht Prozent Rendite. Der Grund: Da sich die Banken bei der Kreditvergabe zieren, decken Unternehmen ihren Liquiditätsbedarf nun verstärkt mit Anleihen – und belohnen ihre Anleger mit hohen (Fix-)Zinsen.

Große Auswahl  
Die Auswahl an Unternehmensanleihen, die unter dem Ausgabekurs von 100 notieren, ist groß. Der günstige Kurs erhöht zusammen mit der fixen Verzinsung die Rendite für den Anleger. HSBC-Experte Heger: „Vor allem im Bereich der Versorger und der Telekommunikation gibt es ein vernünftiges Chancen-Risiko-Verhältnis. Anleger sollten aber nur in Unternehmen investieren, die mindestens eine BBB-Bewertung haben. Laufzeiten zwischen drei und sieben Jahren sind ideal.“

13 Prozent bei Gaz Capital
Gaz Capital, eine Finanztochter von Gazprom, hat eine 4,55-Kupon-Anleihe (ISIN XS0237713226) begeben, die ­aktuell eine Rendite von 13 Prozent bringt. Ebenfalls gut im Rennen liegt das deutsche Gas- und Energieunternehmen Linde, das mit einer 6,5-Kupon-Anleihe (ISIN XS0123544529) und einer Rendite von 7,22 Prozent lockt. Beide Unternehmen stellen durch ihre BBB-Bewertung noch immer ein solides Investment mit einem kalkulierbaren Risiko dar. Noch ein bisschen besser bewertet wirft sich Daimler in die Schlacht um Investoren. Die 6,125-Kupon-Anleihe des Auto­konzerns mit Laufzeit bis 2015 bringt derzeit einen Ertrag von 6,58 Prozent. Noch mehr Rendite zahlt die Anleihe des Ziegelherstellers Wienerberger, nämlich 10,61 Prozent.

Bis zur Fälligkeit halten  
Für kurzfristige Spekulation eignen sich die Papiere nicht. Anleger, die Unternehmensanleihen in ihr Portfolio legen, sollten diese Papiere bis zur Fälligkeit halten. HSBC-Experte Heger: „Der Markt ist immer noch sehr illiquid. Investoren sollen außerdem darauf achten, dass die Geld-Brief-Spanne nicht die Rendite frisst.“

Von Robert Winter und Ingrid Krawarik

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