Amag-Chef Gerhard Falch: "Wir werden 2011 an das Rekordergebnis von 2010 anschließen"

FORMAT: Herr Falch, der Aluminiumrecycler Amag hat im ersten Quartal 2011 das operative Ergebnis auf 24,6 Millionen Euro gesteigert. Das entspricht einem Plus von 24 Prozent. Ist der gestiegene Aluminiumpreis der Grund für den Anstieg?

Falch: Ja, der Großteil ist darauf zurückzuführen. Daneben verzeichneten wir durch die anhaltend gute Nachfrage nach Aluminiumwalzprodukten steigende Absatzmengen und höhere Margen.

FORMAT: Aufwind bekommt ihr Geschäft aus Osteuropa und Asien. Wie viel Prozent der Gesamtaufträge kommen bereits aus diesen Emerging Markets?

Falch: In den nächsten drei Jahren erwarten Marktexperten ein jährliches Wachstum des Verbrauches an Aluminiumwalzprodukten von knapp sieben Prozent weltweit, wobei Europa mit etwa vier Prozent, Asien jedoch mit knapp neun Prozent und Westeuropa mit über sieben Prozent zu Buche schlägt. Wir haben bereits im Jahr der Krise 2008/2009 begonnen, unsere Vertriebsaktivitäten in diese Wachstumsregionen auszuweiten und konnten im Jahr 2010 rund fünf Prozent unseres Absatzes in diesen Regionen verbuchen. Unser Ziel ist es jedenfalls in den Wachstumsmärkten über den prognostizierten Raten zu wachsen.

FORMAT: Wie viel Prozent des Umsatzes wollen Sie in Forschung und Entwicklung investieren?

Falch: Das Produktportfolio der AMAG enthält einen hohen Anteil an Spezialitäten für unterschiedliche Anwendungen, beispielsweise in der Luftfahrt, im Automobil-Bereich, in der Beleuchtung und im Segment für Sportartikel. Mit dem Ziel den Anteil an Spezialprodukten weiter zu steigern, planen wir im Schnitt ca. ein Prozent des Umsatzes in Innovationen zu investieren. Im Jahr 2010 haben wir rund sechs Millionen Euro für Innovation ausgegeben. Im Fokus stehen neben der Legierungsentwicklung, die Wärmebehandlung aber auch die Oberflächenveredelung, für welche wir bis Ende des Jahres eine Passivierungslinie für Automobilbleche in Betrieb nehmen.

FORMAT: Und wie viel Geld fließt in den Ausbau der Produktionsstätten?

Falch: Wir arbeiten zurzeit an der Engpassbeseitigung im Walzwerk, da wir im Jahr 2010 das Kapazitätslimit erreicht haben. Außerdem forcieren wir den Ausbau des Recyclingcenters in Ranshofen. Bis 2014 werden in Summe dafür 75 Millionen Euro investiert. Damit verbunden ist eine Steigerung der Produktionskapazität um über 20 Prozent von 230.000 Tonnen auf 280.000 Tonnen (Gießen und Walzen).

FORMAT: Welches operative Ergebnis peilen Sie für das Gesamtjahr 2011 an?

Falch: Wir werden aus heutiger Sicht an das Rekordergebnis des Jahres 2010 anschließen. Unsere bisherigen Auftragseingänge bestärken uns dabei.

Carolina Burger

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