Afrikas streben nach Wohlstand: So investieren Sie am schwarzen Kontinent

Afrika gilt wegen der Dominanz der BRIC-Wachstumstreiber (Brasilien, Russland, Indien und China) noch immer als Geheimtipp für Anleger. Nachdem sich Südafrika schon ­etabliert hat, kristallisiert sich langsam das gesamte Potenzial des Eine-Milliarde-­Menschen-Kontinents heraus.

China hat es bereits entdeckt und kauft in großem Stil den Öl- und Kupferreichtum von Ländern wie Nigeria, ­Angola und Sambia auf. Nick Price, Manager des Aktienfonds ­Fidelity Emea (Abkürzung für „Europe“, „Middle East“ und „Africa“; ISIN LU0303816028), ist vom brodelnden Wachstum der Region überzeugt: „Die Chinesen sind überall, bauen Raffinerien in Nigeria und investieren Millio­nenbeträge.“ Besonders gut gefällt dem gebürtigen Südafrikaner die Lebensmittelkette Shoprite, die von Südafrika ausgehend den Kontinent erobert. Price: „Pro Quadratmeter ist der Shoprite-­Supermarkt in Lagos der produktivste der Welt. In Nigeria gibt es bereits zwei. Dort kommen auf einen Supermarkt allerdings noch 99 Straßenhändler.“ In Nigeria fließt neben Öl auch reichlich Bier. Brauunternehmen wie Nigerian Breweries profitieren vom üppigen Bierkonsum der 150 Millionen Einwohner des Landes. In der entwickelten Welt werden im Durchschnitt nur sieben Liter Bier pro Person und Jahr getrunken, in Nigeria sind es 30, in Ghana bereits jährlich 40 Liter pro Person. Mit dem Telekommunikations­unternehmen MTN ist noch ein weiteres Unter­nehmen im Fokus von Fondsmanager Price: „Vor sechs Jahren gab es noch so gut wie kein Handy in Afrika. Jetzt hat MTN bereits über 15 Millionen Kunden. Handy und Internet werden dort in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielen.“ Neben afrikanischen Aktien sind auch russische und türkische Werte stark im Fonds vertreten.

Ingrid Krawarik

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