50 Tipps für die sichere Rendite: Von Fonds
über Sparbücher bis zu Immobilien und Gold

Vor einem Jahr gab es für Anleger, die ihr Geld sicher arbeiten lassen wollten, paradiesische Zustände. Praktisch jede Bank offerierte fünf Prozent Zinsen für lediglich ein Jahr Bindung. Obendrein garantierte die Republik alle Sparguthaben in unbegrenzter Höhe. Wer jetzt in der Zeit rund um den Weltspartag in die Bank kommt, um das abgelaufene Guthaben neu anzulegen, muss sich mit deutlich weniger zufrieden geben. Für einjährige Bindungen bekommt man oft nur noch 1,5 Prozent.

Direkt betroffen sind etwa neun Milliarden gebundene Sparguthaben, die bis Jahresende frei verfügbar werden. Doch das ist noch lange nicht alles. Laut Günther Reisch, Produktleiter Einlagen und Versicherungen der Erste Bank, sind etwa 36 Prozent aller Sparguthaben täglich fällig. Bei insgesamt 153 Milliarden Euro Sparguthaben in Österreich sind also weitere 55 Milliarden ständig disponibel. Für die Sparer gibt es jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder man akzeptiert die Lage und versucht, sich wenigstens möglichst gute Konditionen zu sichern (siehe zehn Zinstipps oben rechts). Oder man begibt sich auf die Suche nach anderen Angeboten, bei denen es höhere Ertragschancen gibt, aber ein gewisses Risiko von Ertragsschwankungen in Kauf genommen werden muss. FORMAT zeigt insgesamt 50 Möglichkeiten auf, das Geld konservativ anzulegen und trotzdem möglichst hohe Erträge anzupeilen. Die Palette reicht von Zinsprodukten über Fondssparpläne bis hin zu Sachwerten wie Gold, Immobilien oder Kunst.

Diese bieten eine andere Art von Sicherheit als Sparbücher. Zwar kann man nicht auf den Euro genau vorausberechnen, um wie viel sich das Vermögen künftig vermehrt. Dafür bieten Sachwerte als Vorteil einen Schutz gegen einen Verlust der Kaufkraft bei einem Anstieg der Inflation. Angesichts der Tausenden Milliarden, die die Notenbanken und Staaten derzeit zur Stabilisierung der Wirtschaft in Umlauf gesetzt haben, wäre ein Anstieg der Infl ation auf Sicht von zwei bis fünf Jahren durchaus denkbar.

Viele dieser Investments vereinen das Angenehme mit dem Nützlichen: Wer sich einen Alten Meister in die Wohnung hängt, kann sich jeden Tag daran erfreuen. Trotzdem bestehen erfahrungsgemäß gute Aussichten, dass sich derartige Investments zumindest wertstabil entwickeln.

Derzeit bekommen Sparer bei der easybank bis zu 2,1 Prozent für täglich fälliges Geld oder bis zu 3,6 Prozent für vier Jahre Bindung bei der Wiener Volksbank WSK. Das dortige Sparbuch hat obendrein den Vorteil, dass auch bei vorzeitiger Entnahme relativ viel gutgeschrieben wird. So bekommt man schon nach neun Monaten 1,6 Prozent. Übrigens sind die Topkonditionen besser, als es auf den ersten Blick erscheint. Weil sich die Infl ation derzeit bei nahe null bewegt, bleibt Sparern unter dem Strich manchmal mehr übrig als vor einem Jahr, als die Teuerung viel höher war als jetzt. Susanne Höllinger, Leiterin des Private Bankings der Erste Bank: „Es sieht im Moment danach aus, dass längere Zeit keine Zinserhöhungen kommen. Ein Sparbuch mit zwei bis drei Jahren Bindung ist deshalb derzeit sicher nicht verkehrt.“

Lesen Sie alle 50 Tipps im FORMAT 42/09!

C. Burger, M. Knapp, M. Kwauka, I. Krawarik, R. Winter

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