30 Tipps zum Steuersparen: Wie Sie jetzt noch bei Abgaben sparen können

Letzte Gelegenheit. Wie Sie dem geplanten Belastungspaket noch so gut wie möglich entkommen und was Sie sonst noch tun können, um Abgaben zu sparen und alle Prämien zu kassieren.

Für Steuerzahler sind die kommenden fünf Wochen die wichtigsten und potenziell wertvollsten des ganzen Jahres. So lange bleibt noch Zeit, um sämtliche Prämien zu kassieren, alle Gestaltungsmöglichkeiten zu nutzen und dem drohenden Sparpaket so gut wie möglich zu entkommen. So sind Anleger, die heuer noch Aktien kaufen, noch auf Jahre hinaus vor der neuen Wertpapier-KESt sicher. Dazu können schnell Entschlossene auch noch Autos deutlich günstiger erwerben und Schul- und Studienzeiten für die Pension um einen Bruchteil des Preises nachkaufen, der ab Anfang Jänner 2011 fällig wird.

FORMAT fragte namhafte Experten, was Sie heuer noch unbedingt erledigen sollten, welche Steuerverschärfungen im kommenden Jahr zu beachten sind, und zeigt die 30 wichtigsten Tipps für Arbeitnehmer, Selbständige und Investoren.

1. Werbungskosten vom Handy über Terminplaner bis zum Büromaterial vor Jahreswechsel tätigen

Werbungskosten (bei Selbständigen Betriebskosten genannt) sind der Klassiker zum Steuersparen. Jede Quittung für beruflich bedingte Ausgaben kann Geld sparen. Je nach persönlichem Einkommenssteuersatz bekommt man pro Betrag von 100 Euro eine Steuergutschrift zwischen 36,50 Euro und 50 Euro zurück. Deshalb sollte man noch rasch vor Jahreswechsel den Vorrat an Büromaterial, Druckerpatronen und Ähnlichem auffüllen und gegebenenfalls ein neues Handy anschaffen.

2. Abschreibungslimit von 400 Euro beachten, um schneller Steuern zu sparen

Alle Anschaffungen unter 400 Euro kann man sofort im Jahr der Anschaffungen voll geltend machen. Teurere Investitionen muss man mithilfe der sogenannten AfA auf mehrere Jahre verteilt abschreiben. Computer und Laptops zum Beispiel mindestens auf drei Jahre. In der Praxis heißt das, ein Laptop, der 600 Euro kostet, bringt drei Jahre lang einen Absetzposten von 200 Euro und damit eine effektive Steuerersparnis von bis zu 100 Euro. Achtung: Wer die Investition erst in der zweiten Jahreshälfte tätigt, kann im Anschaffungsjahr nur die halbe AfA, also 100 Euro, geltend machen und so heuer bis zu 50 Euro weniger Steuern zahlen. Um den gesamten Steuervorteil sofort zu lukrieren, kann man zum Beispiel günstige Laptops oder Netbooks kaufen.

3. 730 Euro steuerfrei durch selbständige Nebenjobs dazuverdienen

Arbeitnehmer können im Jahr 730 Euro (gerechnet nach Abzug von Werbungskosten) dazuverdienen, ohne Steuern zu zahlen. Achtung: In dem Bereich zwischen 730 und 1.460 Euro wird dieser Steuervorteil rückwirkend komplett gestrichen. In diesem Bereich liegt die Progression also bei 100 Prozent! Wer knapp über 730 Euro kommt, sollte unbedingt noch Werbungskosten tätigen, um wieder unter das Limit zu rutschen. Kaufen Sie notfalls eine goldene Füllfeder, bevor der Steuervorteil flöten geht. Auch ein Netbook (siehe Tipp 2) kann auf diese Weise 100 Prozent Steuern sparen. Gegebenenfalls kann man sich auch mit Subhonorarnoten oder Kilometergeld für Dienstfahrten behelfen.

4. Letzte Frist, um die Arbeitnehmerveranlagung für das Jahr 2005 einzureichen

Arbeitnehmer haben fünf Jahre Zeit, Werbungskosten und ähnliche Absetzposten beim Fiskus geltend zu machen. Der 31. 12. ist also der allerletzte Termin für das Jahr 2005. Übrigens können auch Erben für Verstorbene einreichen.

5. Den Rahmen für Topfsonderausgaben noch bis Ende Dezember ausnützen

Potenzielle Topfsonderausgaben, zum Beispiel die Ausgaben für private Lebens- und Krankenversicherungen oder für die Schaffung und Sanierung von Wohnraum, sind bis zu einem persönlichen Höchstbetrag von 2.920 Euro jährlich abzugsfähig, wovon ein Viertel steuerwirksam wird. Allerdings dürfen bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschritten werden. Wer noch Spielraum hat, kann noch rasch Wohnbauanleihen kaufen. Diese obendrein KESt-freien Papiere müssen dann zehn Jahre im Depot gehalten werden.

6. Außergewöhnliche Belastungen in einem Jahr zusammenkommen lassen

Unter dem Stichwort außergewöhnliche Belastungen kann man finanziell schmerzhafte Schicksalsschläge des Lebens von teuren Arzt- oder Zahnarztrechnungen bis zu Begräbniskosten von Angehörigen geltend machen. Allerdings ist nur das anrechenbar, was den Selbstbehalt übersteigt. Dieser liegt ungefähr in Höhe eines Monatsgehaltes. Um diese Schwelle zu überschreiten, sollte man möglichst viele Posten in einem Jahr zusammenkommen lassen. Gegebenenfalls sollte man deshalb heuer noch Anzahlungen für Behandlungen im nächsten Jahr tätigen oder umgekehrt Zahlungen auf 2011 verschieben.

7. Basisinfos gratis im Steuerbuch 2010 online auf der Homepage des Finanzministeriums

Viele weitere Informationen zu den Punkten Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen für Lohnsteuerzahler finden sich im jährlich überarbeiteten Steuerbuch des Finanzministeriums. Es liegt gratis in Finanzämtern auf oder kann als PDF von der Homepage www.bmf.gv.at heruntergeladen werden.

8. Kreditaufnahme auf das kommende Jahr verschieben

Ab 2011 wird die staatliche Kreditgebühr von 0,8 Prozent beziehungsweise 1,5 Prozent ersatzlos gestrichen. Bei 100.000 Euro erspart man sich also künftig 800 oder sogar 1.500 Euro.

9. Schul- und Studienzeiten vor der Verteuerung nachkaufen

Der Nachkauf von Ausbildungszeiten für die Pension verteuert sich ab 2011 extrem. Studienzeiten kosten dann 50 Prozent mehr, Schulzeiten sogar 200 Prozent. TPA-Steuerexperte Wolfgang Höfle: „Um der Verteuerung zuvorzukommen, muss man heuer noch einen Antrag an die zuständige Pensionsversicherung stellen. Achtung: Es gilt das Datum des Einlangens bei der Anstalt!“ Der Nachkauf ist vor allem dann sinnvoll, wenn man dadurch früher in Pension gehen kann, also zum Beispiel bis 2013 noch in die Hacklerregelung fällt. Für jüngere Menschen ist der Nachkauf generell kaum zu empfehlen, weil nicht klar ist, ob die künftige Pension wirklich erhöht wird. Höfle: „Man sollte im Zweifelsfall jetzt den Antrag stellen, um sich die günstigen Konditionen zu sichern. Man ist nämlich nicht verpflichtet, später entsprechende Einzahlungen zu tätigen.“

10. Investitionsfreibetrag von 13 Prozent für Selbständige nutzen

Ein sehr lohnender Absetzposten ist der Freibetrag für investierte Gewinne, eine Art Sonderzahlungsbegünstigung für Selbständige. Consultatio-Steuerberater Georg Salcher: „Neben Einnahmen-Ausgabenrechnern profitieren heuer auch bilanzierende Unternehmer vom neuen Freibetrag.“ Maximal werden Investitionen bis zu 100.000 Euro im Jahr anerkannt, die Steuerersparnis beträgt 13 Prozent. Neben echten Investitionen wird auch der Kauf bestimmter Wertpapiere anerkannt, dazu auch die Veranlagung auf www.bundesschatz.at (Achtung, Banklaufzeit! Das Geld muss bis 31. 12. einlangen). Für bis zu 30.000 Euro Gewinn wird aber der Freibetrag ohne Nachweis anerkannt, was pauschal bis zu 3.900 Euro Steuern spart. Nur für Beträge darüber hinaus muss man investieren. Tipp: Machen Sie jetzt eine Probebilanz, um abzuschätzen, ob Sie über 30.000 Euro Gewinn kommen.

11. Umgründung von GesmbH auf Personengesellschaft

Wegen des auf 13 Prozent erhöhten Investfreibetrages für Personengesellschaften ist es in vielen Fällen sinnvoll, die Rechtsform einer bisherigen GesmbH zu wechseln. TPA-Steuerberater Gottfried Sulz: „Ein entsprechender Umwandlungsbeschluss müsste noch vor Jahreswechsel erfolgen.“ Ob sich der Wechsel lohnt, kann man mittels Rechtsformrechner auf der Homepage www.tpa-horwath.com kalkulieren.

12. Vorzeitige Abschreibung endet mit Jahresende

Mit Jahresende läuft die vorzeitige Abschreibung von 30 Prozent für bestimmte bewegliche Wirtschaftsgüter wie Maschinen aus. BDO-Steuerberater Karl Bruckner: „Falls sinnvoll, sollte man deshalb noch Anschaffungen vor dem Jahreswechsel tätigen.“

13. Ab 2011 Strafzuschlag für anonyme Schmiergelder

Im Rahmen des geplanten Betrugsbekämpfungspaketes werden künftig Zahlungen ohne Nennung des Empfängers mit einer Körperschafts-Strafsteuer von 25 Prozent belegt – und das auch dann, wenn der Betrag gar nicht in der Steuererklärung geltend gemacht wurde. Steuerberater Joseph Böck: „Damit wird die Zahlung steuerlich ähnlich einer Ausschüttung an Gesellschafter behandelt.“ Ein möglicher Ausweg, etwa für Exportunternehmer, ist die Zahlung an Lobbyunternehmen im Ausland, die das Schmiergeld weiterleiten.

14. Auf zehn Jahre verlängerte Verjährungsfrist

Unter dem Schlagwort Betrugsbekämpfung wird auch die Verjährungsfrist für hinterzogene Abgaben von bisher sieben auf künftig zehn Jahre verlängert. In der Praxis kann die Verjährung sogar elf bis zwölf Jahre dauern. Steuerberater Böck: „Betroffen sind grundsätzlich Steueransprüche ab dem Jahr 2003. Im Zweifelsfall sollte man deshalb künftig Unterlagen, die einen Verdacht der Hinterziehung entkräften können, bis zu zwölf Jahre aufbewahren.“

15. Höhere Nachzahlungen für Schwarzarbeiter

Die Haftung für Subunternehmer im Baubereich wird erweitert. Ab 2011 kann der Generalunternehmer auch für hinterzogene Lohnsteuer haftbar gemacht werden. Außerdem treten weitere Verschärfungen gegen die Schwarzarbeit in Kraft, die auch andere Branchen betreffen. So wird jetzt vermutet, dass es sich bei Schwarzzahlungen um den Nettolohn handelt. Sämtliche Abgaben werden also zusätzlich auf diesen „Nettolohn“ aufgeschlagen. Steuerberater Böck: „Das verschärft die Problematik von Scheinunternehmern. Hier muss man in Zukunft noch stärker aufpassen und nachweisen, dass man sich ausreichend über den Auftragnehmer informiert hat.“

16. Haftung des Arbeitnehmers für Lohnsteuern

Unter Umständen haftet ein Arbeitnehmer, der mit einer Firma Schwarzarbeit vereinbart, ab 2011 für die nicht gezahlten Lohnsteuern. Consultatio-Steuerexperte Salcher: „In der Praxis wird das vor allem dann schlagend werden, wenn der Auftraggeber insolvent wird.“

17. Ausschüttungen von Stiftungen auf 2011 verschieben

In Stiftungen soll die 12,5-prozentige Zwischensteuer, etwa für nicht ausgeschüttete Zinseinkünfte, ab kommendem Jahr auf 25 Prozent erhöht werden. Damit ändert sich auch das Gutschriftverfahren für den Fall, dass derartige thesaurierte Gewinne, die schon der Zwischensteuer unterlagen, ausgeschüttet werden. Steuerberater Sulz rät deshalb, Ausschüttungen nicht mehr heuer vorzunehmen, sondern auf 2011 zu verschieben: „Dann kann sich die Stiftung statt 12,5 Prozent das Doppelte, nämlich 25 Prozent, gutschreiben lassen.“

18. Beruflich-privater Reisemix besser absetzbar

Bisher zeigte sich der Fiskus bei Reisen, die teils beruflich, teils privat veranlasst waren, ziemlich kleinlich. PwC-Steuerberater Johannes Mörtl: „Eine aktuelle Entscheidung des Unabhängigen Finanzsenats UFS erlaubt den Abzug von Aufwendungen für die Hin- und Rückreise, sofern der beruflich veranlasste Anteil feststeht und nicht von untergeordneter Bedeutung ist.“ Clevere planen ihre „Dienstreise“ im kommenden Jahr erst nach Konsultation mit ihrem Steuerberater.

19. Vor Jahreswechsel volltanken und Zigarettenvorrat auffüllen

Ab Neujahr werden die Tabak- und Mineralölsteuer erhöht. Eine Packung Zigaretten könnte etwa 30 bis 40 Cent teurer werden, der Liter Benzin inklusive Mehrwertsteuer 4,8 Cent, der Liter Diesel sechs Cent. Vorziehkäufe bringen nur Kleingeld, aber geben das gute Gefühl, auf Kosten des Finanzministers zu sparen.

20. Weihnachtsgeschenke vom Arbeitgeber

Ein Klassiker sind die Steuerfreibeträge für Weihnachtsfeiern. Insgesamt darf ein Unternehmen jährlich 365 Euro für Weihnachtsfeiern und Betriebsausflüge ausgeben. Dort können auch noch Geschenke bis zum Gegenwert von 186 Euro steuerfrei übergeben werden. Reine Geldgeschenke sind nicht erlaubt, dafür aber Gutscheine. Wenn Ihr Unternehmen diesen Betrag bisher nicht voll ausnützte, hilft vielleicht ein dezenter Hinweis, dass man solche Präsente vom Finanzminister nicht ausschlagen sollte.

21: Spritschlucker heuer noch kaufen, um NoVA zu sparen

Sie heißen Mazda CX-7, Nissan Pathfinder, Mercedes G, Range Rover oder VW Caravelle und stehen nach den Wünschen der Bundesregierung auf der „Roten Liste der aussterbenden Autoarten“. Allen Fahrzeugen mit höherem Spritverbrauch (= höherem CO2-Ausstoß) wird ab dem Zulassungsdatum 1. 1. 2011 eine „Straf-NoVA“ aufgebrummt. Zum NoVA-Höchstsatz von 16 Prozent kommt ein neu gestaffelter NoVA-Malus dazu. Der schon bisher eingehobene Malus (25 Euro pro Gramm CO2 ab 160 Gramm Gesamtausstoß) wird drastisch erhöht. Ab 180 Gramm Ausstoß berappt man nun 50 Euro pro Gramm, ab 200 Gramm CO2 75 Euro pro Gramm. Auf das Ganze (NoVA + NoVA-Malus) wird noch die Mehrwertsteuer aufgeschlagen, was 25 Millionen Euro zusätzlich für die Budgetsanierung bringen dürfte.

Konkret bedeutet das, dass rund 20 Prozent aller Automodelle ab dem 1. 1. 2011 teurer werden. Unter den mit der neuen „Straf-NoVA“ belegten Fahrzeugen finden sich nicht nur US-Spritfresser à la Hummer, sondern auch biedere Geländefahrzeuge, SUVs, Crossover-Modelle sowie vorsteuerabzugsberechtigte Großraumlimousinen und Kleinbusse. Der Haken dabei: Fahrzeuge mit längeren Lieferzeiten, die bereits bestellt sind, aber erst 2011 ausgeliefert werden können, fallen bereits unter die NoVA neu (so der Termin 1. 1. 2011 im Gesetz „hält“).

Burkhard Ernst, Bundesgremialvorsteher des Fahrzeughandels: „Es gab bereits erste Stornierungen.“ Grund: Durch die NoVA neu hätten vorbestellte Fahrzeuge plötzlich Tausende Euro mehr gekostet. Ernst: „Ein Mazda CX-7 kostet dann 2.680 Euro mehr. Bei einem Range Rover kommen wir auf bis zu 7.500 Euro plus.“ Der Mercedes/Puch G350 BlueTEC wird ab Jänner um 5.940 Euro teurer. Tipp: Wer sich für ein Fahrzeug aus der „Roten Liste“ interessiert, sollte noch heuer zuschlagen. Für die Höhe der NoVA ist nämlich nicht das Kaufdatum, sondern das Zulassungsdatum (!) entscheidend. Das gilt auch für Autos mit „Tageszulassung“ vor dem 31. 12. 2010. Diese sind von der NoVA-Erhöhung nicht betroffen.

So vermeiden Sie die neue Wertpapier-KESt

Was Sie bei Aktien, Fonds, Gold und Lebensversicherungen jetzt beachten sollten.

22. Qualitätsaktien

Wer sich heuer noch Aktien mit Langfristpotenzial ins Depot legt, kann noch jahrelang der neuen KESt entkommen. Man sollte deshalb auch Papiere, an deren Potenzial man nicht glaubt, jetzt gegen bessere austauschen.

23. Fonds

Bei Fonds ist der KESt-Schutz für Alt-Erwerbungen vor dem Jahreswechsel schwächer ausgeprägt als bei Aktien. Intern im Fonds erzielte Kursgewinne unterliegen auch bei Alt-Fonds der neuen KESt. Allerdings ist eine Einschleifregel geplant. Gerüchteweise könnte die KESt nur auf einen Teil (zum Beispiel maximal 40 Prozent) der internen Kursgewinne eingehoben werden. Das hieße, dass immerhin 60 Prozent der internen Gewinne unbesteuert blieben. Es lohnt sich also, jetzt noch Fonds zu kaufen. Achtung: Lieferzeiten für Fonds einkalkulieren.

24. Turbozertifikate

Hebelzertifikate mit einem Hebel von mindestens fünf bleiben bei einem Kauf vor dem Jahreswechsel KESt-frei. Achtung: Steuerlich entscheidend ist der Hebel bei Emission, nicht der aktuelle. Die Websites vieler Anbieter zeigen den KESt-Status an.

25. Tilgungsträger

Auch Aktien- oder Fondsdepots, die für Hypotheken-Tilgungsträger verwendet werden, sind betroffen. Für alle ab 2011 getätigten Neukäufe wird KESt für erzielte Kursgewinne fällig. Das könnte die angestrebten Endsummen deutlich verringern. Tipp: Überprüfen Sie Ihren Tilgungsträger jetzt. Nehmen Sie gegebenenfalls rechtzeitig Umstellungen vor. Auch ein Vorziehen einiger Kaufraten von 2011 auf 2010 kann Steuern sparen helfen.

26. Zweitdepot

Nach jetzigem Stand muss eine Rückzahlung der Wertpapier-KESt für Kursverluste in der Einkommensteuererklärung beantragt werden. Damit geht de facto das Bankgeheimnis für das Depot verloren. Um die Offenlegung von Altbeständen (und damit etwaigen Steuersünden) zu vermeiden, kann man Anschaffungen ab 2011 auf einem neuen Depot vornehmen.

27. Schenkung

Laut dem jetzt vorliegenden Gesetzesentwurf gilt die neue KESt für alle ab 2011 vererbten oder verschenkten Wertpapiere, auch wenn diese eigentlich von der neuen KESt befreit wären (weil eine Aktie zum Beispiel schon jahrelang im Besitz eines Verstorbenen lag). Tipp: Prüfen Sie, ob eine Schenkung der Wertpapiere noch vor Jahreswechsel sinnvoll ist.

28. Physisches Gold

Da die neue KESt nur für Wertpapiere gilt, bleiben Goldmünzen, aber auch Kunst-Investments von der neuen Steuer verschont.

29. Versicherungen

Lebensversicherungen sind generell von der neuen Vermögenszuwachssteuer ausgenommen. Das gilt auch für die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge oder fondsgebundene Lebensversicherungen. Fondspolizzen sind also eine interessante Möglichkeit, weiter KESt-frei in Fonds anzulegen. Achtung: Die steuerliche Mindestlaufzeit von Einmalerlags-Lebensversicherungen soll für Neuabschlüsse ab dem 1. Juli 2011 von derzeit 10 auf 15 Jahre steigen.

30. Spenden & sparen

Doppelt helfen. Spenden an bestimmte karitative Organisationen sind steuerbegünstigt. Je nach Steuersatz kann man so bis zu 50 Prozent sparen. Dazu zählen die unten mit Kontonummern genannten Empfänger. Weitere Organisationen stehen auf der Finanzministeriumshomepage www.bmf.gv.at. Auf dem Einzahlungsbeleg müssen Name und Adresse des Spenders stehen.

– Martin Kwauka, Carolina Burger

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