10 Tipps zum Gebrauchtwagenkauf: Der FORMAT-Airbag gegen versteckte Fouls

Ankaufscheck:
Der Test auf Herz und Nieren liefert Kaufwilligen ein exaktes Bild über den Zustand des Wagens. Die Ankaufsüberprüfung kostet beim ÖAMTC 49 Euro, beim ARBÖ 60,82 Euro. Nachteil: Test steht nur Clubmitgliedern offen.

Tachostand:
Die Korrektheit der gefahrenen Kilometer ist bei vielen Automodellen mittels elektronischer Überprüfung beim Ankaufstest feststellbar.

Serviceheft:
Ein lückenloses Serviceheft belegt, dass die vom Hersteller empfohlenen Wartungsintervalle eingehalten wurden. Autos, bei denen das Serviceheft fehlt oder inkomplett ist, sind oft schlecht in Schuss.

Pickerl-Gutachten:
Am Beleg der §57a-Begutachtung ist der Kilometerstand zum Zeitpunkt der Pickerlüberprüfung angegeben. Zur Kontrolle der gesamten Historie des Fahrzeugs sollte der Händler auch ältere Gutachten vorweisen können.

Gewährleistung:
Händler sind gesetzlich verpflichtet, zwei Jahre Gewährleistung zu garantieren. Im Kaufvertrag kann eine Reduktion der Frist auf ein Jahr vereinbart werden. Käufer fahren besser, wenn sie diesen Passus ablehnen.

Nachbesserung:
Wer die Gewährleistung in Anspruch nehmen will, sollte Mängel rasch urgieren. Je mehr Zeit vergeht, desto geringer sind die Chancen für Nachbesserung.

Fristen beachten:
Innerhalb von sechs Monaten liegt die Beweislast der Gewährleistung beim Verkäufer. Danach muss der Käufer beweisen, dass Mängel vorlagen.

Kaufvertrag:
Kaufverträge enthalten oft Klauseln zum Fahrzeugzustand. Käufer sollen kontrollieren, ob die Einstufung, die meist in vier Klassen erfolgt, stimmt.

Vermittlung:
Manchmal treten Händler als Vermittler eines Privatverkäufers auf. Ist der eigentliche Verkäufer ein Privater, ergeben sich Nachteile bei der Gewährleistung.

Realist bleiben:
Händler bereiten Gebrauchtwagen optisch so auf, dass sie häufig auf den ersten Blick wie neu anmuten. Käufer sollten sich davon nicht blenden lassen.

Von Robert Winter