Warum man Immobilien besser noch heuer verkaufen sollte

Warum man Immobilien besser noch heuer verkaufen sollte

Verkauf: Ab kommenden Jahr schneidet der Fiskus beim Verkauf einer Wohnung deutlich mehr mit als bisher.

Der Fiskus in den eigenen vier Wänden: Beim Verkauf fällt ab 2016 eine höhere Immobilienertragssteuer an. Und Käufer oder Erben zahlen mehr Grunderwerbssteuer.

Ab 1. Jänner 2016 wird es teurer, Wohnungen, Häuser oder Grundstücke zu verkaufen, zu verschenken oder zu vererben. Wer sich mit dem Gedanken spielt, sich von einer Immobilie in absehbarer Zeit zu trennen, sollte das möglichst noch vor dem Jahreswechsel tun. Danach wird die steuerlichen Belastung in jedem Fall größer.

Für den Verkäufer gilt bis Jahresende noch folgende Regelung: Beim Verkauf einer Immobilie wird der Veräußerungsgewinn (Kaufpreis abzüglich Anschaffungspreis) mit 25 Prozent besteuert. Erfolgte der Kauf der Immobilie nach 1.4. 2002, konnten noch zusätzliche steuerliche Begünstigungen geltend gemacht werden. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass er die Immobilie mindestens zehn Jahre behalten hat. Für jedes Jahr kann ein Inflationsabschlag von zwei Prozent geltend gemacht werden. Dieser Inflationsabschlag ist allerdings mit 50 Prozent begrenzt. Der Mindeststeuersatz beim Verkauf von Wohnungen beträgt jetzt also 12,5 Prozent (50 Prozent von 25 Prozent Immobilienertragsteuer). Ab kommendem Jahr fällt jedoch die Begünstigung durch den Inflationsausgleich weg. Die Bemessungsgrundlage für die Besteuerung wird also deutlich höher. Und zusätzlich wird die Immobilienertragssteuer von 25 auf 30 Prozent erhöht.

Aber auch für den Käufer - oder auch die möglichen Erben - wird es ab dem kommenden Jahr teurer. Bislang wurde für die Berechnung der Grunderwerbsteuer der Einheitswert herangezogen. Dieser beträgt in der Regel rund zehn Prozent des Verkehrswertes. Ab 2016 soll die Grunderwerbsteuer aber eben vom deutlich höheren Verkehrswert berechnet werden. Als Basis zur Festsetzung des Verkehrswertes, wenn es sich um eine Schenkung unter Lebenden in der Familie, also eine vorgezogene Erbschaft, handelt, gelten die Werte des Immobilienpreisspiegels der Wirtschaftskammer Österreich. Bei den neuen Steuersätzen kommt es nur bei Wohnungen mit einem Wert von bis zu 200.000 Euro zu Ersparnissen bei der Grunderwerbsteuer. Bei teureren Objekten steigt die Grunderwerbssteuer im Vergleich zum jetzt anfallenden Betrag hingegen deutlich an.

Die neue Besteuerung

Grunderwerbsteuer vom Verkehrswert: Steuersatz

  • von 0 bis 250.000 Euro 0,50%
  • von 250.001 bis 400.000 Euro 2%
  • ab 400.000 Euro 3,50%

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