Warum der nächste Zinsschritt auf sich warten lassen dürfte

Warum der nächste Zinsschritt auf sich warten lassen dürfte

Experten erwarten den nächsten Zinsschritt erst im ersten Quartal 2014.

Im November kamen die Notenbanker mit ihrer Zinssenkung im der Nulllinie so nah gekommen wie noch nie seit Einführung des Euro. Doch gerade deshalb glauben die meisten Fachleute nicht daran, dass Draghi & Co. am Donnerstag bei der letzten Zinsentscheidung in diesem Jahr nachlegen werden.

Preise stiegen im November wieder

Im November stiegen die Preise in den 17 Euro-Ländern wieder etwas stärker als im Oktober - die Inflation lag immerhin bei 0,9 Prozent. Zudem sank die Arbeitslosigkeit in der Währungsunion erstmals seit 2011. Der Druck auf die EZB ist also geringer geworden.

Knapp unter zwei oder zwei Prozent Inflation ist das Ziel

Dennoch: Sollten die EZB-Ökonomen für das kommende Jahr und darüber hinaus deutlich unter dem Ziel von knapp zwei Prozent Inflation liegende Werte prognostizieren, könnte der Zentralbankrat sich gezwungen fühlen, erneut zu handeln. "Wir erwarten jedoch, dass die neuen EZB-Projektionen 2015 erkennbar über denen von 2014 liegen werden, die EZB also weiterhin davon ausgeht, dass die Inflationsrate längerfristig graduell steigen wird und sich die Konjunkturerholung moderat fortsetzt", sagt Michael Schubert, EZB-Beobachter der Commerzbank. In diesem Fall wäre ein weiteres Eingreifen der Notenbank wohl nicht notwendig. Ähnlich hatten zuletzt auch einige Top-Notenbanker argumentiert, unter anderem der einflussreiche französische EZB-Direktor Benoit Coeure.

Manchen im EZB-Rat sind die Konjunkturprobleme wichtiger als die möglichen Folgen einer laxen Geldpolitik

Doch es gibt im EZB-Rat auch die große Fraktion der sogenannten "Tauben", also derjenigen Notenbanker, die bei ihren Entscheidungen weniger auf die möglichen Folgen einer zu laxen Geldpolitik schauen als auf die aktuellen Konjunkturprobleme. Zu ihnen gehört der portugiesische Notenbank-Vize Vitor Constancio. Er hatte kürzlich deutlich gemacht, dass es für die EZB keine Tabus mehr gibt. "Alle Instrumente liegen auf dem Tisch." Konkret sind sowohl eine weitere Senkung des Leitzins möglich als auch negative Zinsen. Damit würden die Banken bestraft, die in der Krise ihr Geld lieber bei der Notenbank parken als es an andere Institute oder besser an Unternehmen zu verleihen.

Neue Form der Geldspritze durch Milliarden für Banken könnte 2014 wieder eingesetzt werden

Zum Arsenal der Zentralbank gehören auch neue Geldspritzen, wie die beiden je drei Jahre laufenden Refinanzierungsgeschäfte, über die sich die Banken Ende 2011/Anfang 2012 eine Billion Euro bei der Zentralbank gesichert hatten. Ökonom Nikolaus Keis von der italienischen Großbank Unicredit kann sich gut vorstellen, dass Draghi noch einmal diese "Bazooka" einsetzt: "Zu dieser Lockerung wird es vermutlich im ersten Quartal 2014 kommen. Dann dürfte dem Bankensektor nochmals mehr Liquidität bereitgestellt werden, eventuell verknüpft mit der Bedingung, diese an den Privatsektor weiterzugeben." Vorbild dafür wäre die Bank von England, die allerdings mit ihrem "Funding for lending"-Programm wenig Erfolg hatte.

EZB dürfte erst im 1. Quartal 2014 wieder aktiv werden

Auch nach Einschätzung von Jürgen Michels, dem Chefvolkswirt der BayernLB, wird die EZB wohl nicht mehr im alten Jahr aktiv werden. "Wir erwarten, dass die EZB erst im Verlauf des ersten Quartals 2014 den Leitzins nochmals und dann auf 0,1 Prozent senkt." Großangelegte Wertpapierkäufe, wie sie zum Beispiel die US-Notenbank oder die Bank of England in den vergangenen Jahren im Kampf gegen die Krise eingesetzt haben, seien wohl nur dann vorstellbar, wenn es zu extremen Szenarien käme, wie einem neuen Konjunktureinbruch. Oder für den Fall, dass die Schuldenkrise sich mit voller Wucht zurückmeldet. Auszuschließen ist das freilich nicht.

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