Warum nicht einmal die Hälfte aller Österreicher eine Immobilie besitzen

Warum nicht einmal die Hälfte aller Österreicher eine Immobilie besitzen

Es ist kein Geheimnis, das der Besitz einer Immobilie, neben Gold als Wertanlage, zu den gefragtesten werterhaltenden Investitionen zählt. Trotzdem besitzen, laut einer Studie der ING.-DiBa, nur 44% der Österreicher Eigentum an Immobilien.

Der Geschäftsführer von creditnet.at , Eduard Issel , blickt für die Gründe dieses Zustandes wesentlich weiter zurück. Er sieht dafür auch österreichische ausgemachte historische Gründe: Nach Einführung des sogenannten „Friedenszinses“, noch in der Zeit der Monarchie, gab es defacto eine jahrzehntelange Stagnation bei den Mieten. Speziell Wien war durch rigide Eingriffe in den Mietenmarkt vollkommen von der Marktrealität entfernt. Das Resultat war, dass die Wohnhäuser immer mehr verfallen sind, das Interesse in Mietwohnhäuser zu investieren, mangels Renditemöglichkeiten, kaum vorhanden war. Die Häuser waren sehr billig zu haben. Neben den billigen Mieten wurden lange Zeit auch schwarze Ablösen bezahlt. Dies deshalb, da jedermann klar war, dass eine dauerhaft zu billige Miete als Ausgleichpotenzial eine angemessene (schwarze Ablöse) zur Folge hatte.

Diese Wohnungen waren extrem gefragt. Leider hatten die Hauseigentümer nur kurzfristig Freude daran, da ohne nennenswerte Einnahmen, die Häuser weiter verfallen sind. Erst nach und nach wurden von diversen Regierungen Kompromisse ausgehandelt. Wie z.B. Erhaltungs- und Verbesserungsbeiträge, später Kategoriemieten und heute die Richtwertmieten mit einer Unzahl kaum nachvollziehbarer Zusatzbestimmungen. Alles im Allem hat dies zu keinem eigentumsfreundliches Klima geschaffen. Es gab keinen besondere Anreize für all die Mieter, die in Wohnungen die aus öffentlichen Mitteln (teils schon vor Jahrzenten) errichtet wurden, sich zu verändern. Warum? Weil nach dem Mietvertragstermin nie mehr die soziale Notwendigkeit geprüft wurde. D.h. dass ehemals einkommensschwache junge Menschen im Laufe der Zeit zu gut verdienenden Mietern wurden, diese aber auch häufig noch ihre Mietwohnungen (!) vererben oder einfach horten, weil sie so billig sind.

Der soziale Fehlbelag der Wohnungen ist nach wie vor ein gefürchtetes Tabuthema aller bislang amtierenden Regierungen. Die Rechnung, für die ewige Angst der Politiker vor Wählerstimmenverlust, zahlen insgesamt heute die jungen Menschen. Die Jahrzehnte lang nicht bezahlten tatsächlichen Mietkosten fordert der Markt irgendwann zurück.
Ein löchriger Sack lässt sich nicht mit Luft füllen! Die Folge war und ist, dass seit Ende der 80er Anfang der 90er Jahre ein Kauf- und Spekulationsboom bei den Mietwohnhäusern erfolgte. Bis heute. Weil die Häuser zu billig waren. Die Käufer hoffen, dass irgendwann auch die eingefleischtesten „Mieterschützer“ der Realität von kostendeckenden Mieten, ins Auge blicken müssen. Denn der Dachdecker, Spengler oder andere Handwerker wird sich nicht mit einem Lohnniveau, angelehnt an einen „Friedenszins“, zufrieden geben und die Gewerkschaften auch nicht. Daher ist es völlig klar, dass all die, aus politischen Gründen privilegierten Mieter, keine Veranlassung haben Eigentum zu kaufen, solange andere die Differenz zahlen.

Daher mieten die verbleibenden 56% der österreichischen Bevölkerung ihre Wohnmöglichkeit an oder wohnen bei der Familie. Ein ganz kleiner Prozentsatz zieht die Wohngemeinschaft vor.

Private reichten 16.500 Anträge ein, Betriebe rund 500. Private können mit durchschnittlich 3.900 Euro Förderung rechnen. Neuauflage geplant.
 

Finanzierung

Topf für thermische Sanierung für heuer ausgeschöpft

Für das Sanieren, Renovieren und Modernisieren von Wohnungen und Häusern gibt es seit dem 1. Juli den Handwerkerbonus als Förderung. So kommen Sie an den mit bis zu 600 Euro dotierten Fördertopf.
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Finanzierung

Handwerkerbonus: Bis zu 600 Euro Förderung für Renovieren & Co.

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