Ungarn macht Druck bei Abbau von Fremdwährungskrediten

Ungarn macht Druck bei Abbau von Fremdwährungskrediten

Damit wolle die Regierung jenen Familien helfen, die meist vor der Finanzkrise 2008 hohe Kredite in Schweizer Franken oder Euro aufgenommen haben, und diese nun wegen des Wertverfalls der Landeswährung Forint nicht mehr zurückzahlen können, sagte Wirtschaftsminister Mihaly Varga.

Im Visier hat Ungarn dabei Hypothekarkredite, mit denen viele Menschen etwa ihre Wohnung oder ein Haus finanziert hatten.

"Wir werden wahrscheinlich eine Lösung finden müssen, die diese Kredite auf irgendeine Art in Forint umwandelt", sagte Varga. Dabei gehe es darum "irgendwie die Höhe der Wechselkurse zu fixieren ... und die Höhe der Zinsraten". Details nannte der Minister nicht. Für die Banken ist es daher weiterhin fast unmöglich abzusehen, welche Belastungen auf sie zukommen könnten. In Ungarn gehören ausländische Institute wie Erste Group, Raiffeisen Bank International, die BayernLB über ihre Tochter MKB sowie Intesa Sanpaolo zu den größten Kreditgebern.

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hatte versprochen, die Banken bei den Verhandlungen für den neuen Plan miteinzubinden. Zudem hatte er angekündigt, die Maßnahmen würden diesmal nicht so radikal ausfallen wie 2011, als ein staatlich verordneter Zwangsumtausch von Fremdwährungskrediten die Geldhäuser insgesamt mehr als eine Milliarde Euro gekostet hatte.

Diese Gespräche würden in den kommenden Wochen weitergehen, sagte Varga. Eine Lösung müsse jedoch bis Anfang September auf dem Tisch liegen - denn bis Ende September müsse die Regierung ihren Budgetplan für 2014 im Parlament vorlegen. "Wir können verhandeln - aber bis spätestens Herbst müssen wir einen Vorschlag fertig haben, denn wenn es keinen Vorschlag gibt, wird die Regierung ihre Entscheidungen allein treffen", sagte der Minister. Die ungarische Regierung wolle vor allem jenen Familien helfen, die mit ihren Fremdwährungskrediten ein Eigenheim finanziert hatten - nicht jenen, deren Kredite an keine bestimmte Verwendung gebunden waren. Von dem Plan könnten damit 226.000 Kreditverträge und ein Kreditvolumen von bis zu 1,8 Billionen Forint (6,1 Milliarden Euro) betroffen sein, wie aus jüngsten Daten der Zentralbank hervorgeht.

Die betroffenen Banken wollten sich am Donnerstag nicht zu den Ankündigungen äußern. Die Raiffeisen Bank International hatte Ende März 3,3 Milliarden Euro an Fremdwährungskrediten in Ungarn - allerdings ist die Bank vor allem im Großkundengeschäft tätig. Die stärker auf das Privatkundengeschäft fokussierte BayernLB-Tochter MKB hatte Ende 2012 Kredite von umgerechnet 5,6 Milliarden Euro ausstehen. Wie hoch der Anteil der Fremdwährungskredite damals war, gab die Bank nicht bekannt. Bei der Bank Austria beläuft sich das Schweizer-Franken-Kreditportfolio auf derzeit rund 500 Millionen Euro.

Private reichten 16.500 Anträge ein, Betriebe rund 500. Private können mit durchschnittlich 3.900 Euro Förderung rechnen. Neuauflage geplant.
 

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