Umfrage: Was die Österreicher mit ihrem Geld machen wollen

Umfrage: Was die Österreicher mit ihrem Geld machen wollen

Eine neue Integral-Umfrage zeigt, dass die Österreicher in Kauflaune sind. 45 Prozent aller Befragten wollen ihr Geld am liebsten ausgeben. Nur 35 Prozent denken an das Sparen. Das könnte der heimischen Wirtschaft einen dringend benötigten Schub geben.

Diejenigen, die planen einen Kredit aufzunehmen, wollen einen deutlich kleineren Kredit aufnehmen. So wird das geplante Finanzierungsvolumen 2014 laut Umfrage um 27 Prozent auf 47.400 Euro pro befragter Person, die einen Kredit beantragen will, sinken. Die Beliebtheit des Sparbuchs sinkt, bleibt aber die beliebteste Anlageform, gefolgt von Bausparen und Lebensversicherungen. Auch in Immobilien will man heuer wieder stark investieren.

Ein weiterer gravierender Trend, den die Umfrage offenlegt: Das Sparbuch verliert laut der von der Erste Bank und Sparkassen beauftragten Studie deutlich an Beliebtheit. Nur noch 59% wollen im kommenden Jahr ihr Geld auf ein Sparbuch legen, vor einem Jahr lag der Wert noch bei 65%.

Aktien laufen Anleihen den Rang ab

Bausparen bleibt stabil mit 52% (-2) genau wie die Lebensversicherung, die 4 von 10 abschließen wollen. Rund ein Drittel plant eine Pensionsvorsorge, Aktien wollen 11% kaufen, 14% Fonds und 9% Anleihen. Gold ist trotz der Preiskorrektur nach wie vor für 10% ein Anlagethema und Immobilien stehen bei 16% hoch im Kurs. Die Spareinlagen sanken in Österreich seit 2012 um etwa 5 Mrd. Euro, während Sichteinlagen („täglich fällig“) um 14 Mrd. anstiegen.

Österreicher wollen deutlich mehr sparen

Der Betrag den man sich vornimmt, in den folgenden 12 Monaten neu- oder wieder zu veranlagen, liegt bei 5.100 Euro, im Vorjahr waren es 4.500 Euro. Niedrige Zinsen machen den Österreicher aktuell weniger Lust auf das Sparen. "Von der europäischen Zentralbank ein durchaus erwünschter Effekt, weil sie das Geld der Sparer zur Ankurbelung der Wirtschaft lieber im Konsum sehen würde", meint Peter Bosek, Privat- und Firmenkundenvorstand in der Erste Bank. Tatsächlich tendieren 45% der österreichischen Bevölkerung derzeit eher dazu, Geld auszugeben als es anzusparen (35%). 18% fühlen sich weder in die eine noch in die andere Richtung gedrängt. „Man sollte aber trotz niedriger Zinsen nicht aufs Geldanlegen vergessen“, rät Bosek. Ob für die kurzfristige Liquidität ein Sparbuch für die Notfälle des Alltags, oder der Blick in die Zukunft, eine längerfristige Veranlagung in Richtung Pension.

Menschen wollen weniger Kredit aufnehmen

Viele planen heuer weniger Kredit aufzunehmen als noch im Vorjahr. So wollen um fünf Prozent weniger als im Vorjahr größere Ausgaben über einen Kredit finanzieren 13%. Ein Drittel plant jedoch, genau wie im Vorjahr, größere Anschaffungen in den nächsten 12 Monaten per Kredit zu finanzieren. Eigene Ersparnisse wollen 8 von 10 anzapfen und privat Geldauszuleihen ist für 6% die Wahl der Mittel.

Bei den Kreditzinsen scheint aktuell der Boden erreicht. „Der 3-Monatseuribor, hat bereits das dritte Jahr in Folge eine Null vor dem Komma. Ich rate zu Fixzinsvereinbarungen, um eine auf 10 oder 15 Jahre kalkulierbare Kreditrate im Haushaltsbudget einplanen zu können“, meint Bosek. Denn die globalen Zinsen werden irgendwann wieder steigen, den Zeitpunkt dafür kann nur momentan niemand voraussehen.

Private reichten 16.500 Anträge ein, Betriebe rund 500. Private können mit durchschnittlich 3.900 Euro Förderung rechnen. Neuauflage geplant.
 

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