Kredite: Spesen machen rund 70 Prozent der Rückzahlungsraten aus

Kredite: Spesen machen rund 70 Prozent der Rückzahlungsraten aus

Um Margen von Hypothekarkrediten besser vergleichen zu können, hat Creditnet.at mit dem Trendindikator CTI den ersten Vergleich dieser Art ins Leben gerufen. Lesen Sie, wie hoch die aktuellen Margen sind, wie groß der Verhandlungsspielraum dafür ist, ob sich das Umschichten von Krediten in der aktuellen Niedrigzinsniveau lohnt und wie Schuldner der Margenfalle entkommen können.

Zinsindikatoren für Hypothekarkredite wie der 1-Monats-, 3-Monats- oder der 12-Monat-Euribor zu vergleichen, ist relativ einfach, und wird häufig gemacht. Aufschläge, also Spesen, die Banken für Immobilienfinanzierungen verlangen, sind dagegen von den Banken weit weniger transparent. Der Kunde, der Kreditangebote vergleicht schenkt den Margen dementsprechend auch deutlich weniger Aufmerksamkeit. Ein gravierender Fehler, wie Wolfgang Maurer, Geschäftsführer des Online-Kreditvergleichsportals Creditnet.at weiß: "Die Margen machen rund 70 Prozent der gesamten monatlichen Kreditbelastung aus."

Um die Margen der Banken vergleichbarer zu machen, hat nun das Kreditvergleichsportal creditnet. at den CTI, den sogenannten "Creditnet Trend Indikator" ins Leben gerufen. Der Index vergleicht quartalsweise die Margen von acht großen österreichischen Banken. In den Indikator fließen dazu die Daten der Gebühren für Hypothekarkredite der Bawag, Erste Bank, Hypobanken, Sparkassen, Raiffeisen, UniCredit, Volksbank und der 3 Banken-Gruppe ein. Abrufbar ist der Indikator künftig unter www.creditnet.at.

Unterschiede einzelner Anbieter sind enorm

Der Durchschnitt der Margen beträgt laut CTI aktuell 1,5 Prozent. Die niedrigsten Margen liegen derzeit bei 1,15 Prozent, die höchsten bei 1,75 Prozent. Maurer: "Mit unseren Trendindikator können Kunden den jeweils aktuellen Verhandlungsspielraum gut einschätzen."
Seit der ersten Erhebung von Creditnet im März 2011 sind die Margen im Schnitt von 1,6 Prozent auf aktuell 1,5 Prozent sogar leicht gefallen. Wesentlich stärker ist dagegen der Zinsrückgang des 3-Monats-Euribor, der am häufigsten verwendete Zinsindikator für Hypothekarkredite, im selben Zeitraum gefallen. Zum Vergleich: im März 2011 lag der 3-Monats-Euribor durchschnittlich bei 1,176 Prozent, aktuell steht der 3-Monats-Euribor bei 0,221 Prozent. Der CTI ermöglicht auch Prognosen für die Zukunft. "Wir erwarten bei den Margen im 4. Quartal 2013, als auch bei den Zinsen eine Seitwärtsbewegung", prognostiziert Maurer.

Vergleichsweise hoch sind laut Maurer erfahrungsgemäß die Margen großer Banken, speziell bei deren Filialen in ländlichen Regionen. Generell rät Maurer: "Je größer die Vertrauensbasis zwischen Bank und Kunden, umso vorsichtiger sollten Kunden sein. Denn dieses Vertrauen wird von Banken gerne ausgenutzt, um Kunden teure Kredite und hauseigene Produkte zu verkaufen."

Große, aber teure Anbieter dominieren den Markt

Ein Vergleich der Margen ist angesichts der großen Unterschiede umso wichtiger. So werden bisher rund 70 Prozent der Hypothekarkredite bei der Hausbank abgeschlossen. Doch das könnte sich dank Vergleichsportalen wie Creditnet.at langsam ändern, denn so sorgt das Portal dafür, dass auch nicht so bekannte Banken, mit teilweise besseren Konditionen, den Markt anregen und im Wettbewerb mit großen Anbietern konkurrieren und somit Großbanken das Geschäft abringen. "Mit unserer Plattform erhalten auch kleine Institute die Möglichkeit ihre Angebote einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, die sie sonst nie bekommen hätten", so Maurer.

Umschuldung trotz Niedrigzinsen derzeit nicht ratsam

Aufgrund der hohen Margen ist nach Ansicht von Maurer im Moment nicht der günstigste Zeitpunkt Kredite umzuschulden, jedoch gibt es immer wieder Veränderungen wie etwa positive Wertentwicklung des Objektes, gestiegenes Einkommen und es sich deshalb eine Umschuldung trotzdem lohnt. "Doch niedrige Margen wie noch vor etwa vier Jahren kann sich derzeit, aufgrund der gestiegenen Refinanzierungskosten, keine Bank leisten", erläutert Maurer.

Deutscher Anbieter mit Niedrigkonditionen könnten bald den österreichischen Markt beleben

Um das Angebot an günstigen Anbietern zu erweitern, arbeitet Creditnet.at laut Insidern bereits daran, den ersten deutschen Anbieter für Fixzinssätze im Bereich Hypothekarkredite nach Österreich zu holen. Generell können deutsche Institute im Schnitt um rund ein Prozent günstigere Zinsen offerieren, als österreichische Banken. Das würde die österreichische Zinslandschaft kräftig auf den Kopf stellen. Zur Erklärung: Die Fixzinsen, die sich an der Höhe der Staatsanleihen orientieren, sind aufgrund der besseren Bonität deutscher Staatstitel, billiger als in Österreich. Deutsche Banken sind deshalb in der Lage, aufgrund der günstigeren Refinanzierungsmöglichkeiten, bessere Konditionen als österreichische Konkurrenten anbieten.

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