Ergo-Versicherung - VKI rät Kunden, sich zu melden

Ergo-Versicherung - VKI rät Kunden, sich zu melden

Der VKI ruft all jene Kunden der Ergo-Versicherung auf sich zu melden, denen mit dem Abschluss der Lebensversicherung mit dem Namen "Rocket" ein hoher Verlust droht. Ergo prüft Tauschangebot in andere Wertpapiere. Die Merkur-Versicherung hat bereits im April 700 ihrere Kunden ein Rückkauf/Tausch-Angebot gemacht.

Wien/Graz Kunden der Ergo Versicherung, denen durch ein auf ÖVAG-Anleihen basierendes Lebensversicherungsprodukt Verluste drohen, werden vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) aufgerufen, sich zu melden. Die Ergo-Versicherung selbst prüft Lösungen. Die Merkur-Versicherung hat Kunden, die ein Lebensversicherungs-Produkt mit ÖVAG-Anleihen haben, schon im April ein Rückkauf- bzw. Tauschangebot gemacht.

Die Ergo Versicherung verzichte auf die Rückkaufabschläge, sagte ein Sprecher heute zur APA. Außerdem prüfe man, ob ihm Rahmen des künftigen Rückkaufprogramms der ÖVAG-Anleihe für Privatkunden, die Ergo-Kunden in eine anderes Wertpapier wechseln können.

Der VKI betont, es sei wichtig, dass die Ergo-Kunden einmelden, damit man eine gute Basis für die Prüfung habe. Seit Freitagabend können sich Kunden, die sich geschädigt fühlen, auf der Internetseite "www.verbraucherrecht.at" registrieren lassen. Der VKI sieht demnach vier "potenzielle Haftungsgegner".

Neben der Ergo Versicherung sind dies laut Internetseite die örtlichen Volksbanken, die ÖVAG-Bad-Bank immigon sowie die Volksbank Wien-Baden. Beim neuen Volksbanken-Institut Volksbank Wien-Baden bei der man unter Umständen - die Frage werde vom VKI noch geprüft - Ansprüche auf Sicherstellung von Forderungen gegen die immigon habe, die aber nur 6 Monate ab 4. Juli geltend gemacht werden könnten. Betroffen von dem Produkt namens "Rocket" sind rund 14.000 Kunden.

Die Merkur-Versicherung hat ebenfalls ein Lebensversicherungsprodukt, denen ÖVAG-Anleihen zugrunde lagen. Rund 700 Kunden hatten ein solches Produkt. Man habe den Kunden bereits vor der ÖVAG-Umstrukturierung angeboten, zu einem bestimmten Kurs zu konvertieren oder in eine klassische Er- und Ablebensversicherung zu wechseln, sagte Merkur-Chef Gerald Kogler am Freitag zur APA. Der Großteil der Kunden habe das Angebot angenommen, und davon sei der größte Teil umgestiegen.

Die Merkur Versicherung habe sich entschlossen, nicht zu warten, bis etwas passiert, sondern aktiv auf die Kunden zuzugehen, heißt es in einem Statement der Versicherung.

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