Einlagensicherung: Österreicher erwarten Gebührenerhöhungen

Einlagensicherung: Österreicher erwarten Gebührenerhöhungen

Nach der jüngsten "trend"-Umfrage ist die sinnvollste Sparbuchalternative nach Immobilien die Aufbewahrung von Bargeld zu Hause.

Wenn in naher Zukunft die Banken zur Gänze für die Einlagensicherung aufkommen sollen, werde das auch zu einer Anhebung der Bankspesen und -gebühren führen. Das erwartet jedenfalls der überwältigende Anteil der Österreicher laut einer Umfrage des Linzer market-Instituts für den „trend“, wie das Wirtschaftsmagazin in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet.

Die vom Finanzministerium ab Juli geplante Maßnahme, die einer Umsetzung einer EU-Richtlinie entspricht, zwingt die Banken, in einen gemeinsamen Fonds zur Einlagensicherung einzuzahlen.

88 Prozent der Österreicher erwarten, dass die Banken in Folge an der Gebührenschraube drehen und so Kosten auf die Kunden abwälzen werden. 42 Prozent erwarten generell, dass durch die neue Form der Einlagensicherung die Spareinlagen unsicherer werden, während nur 14 Prozent von einer Verbesserung ausgehen. 34 Prozent erwarten keine Veränderung, 10 Prozent geben an, die Situation nicht beurteilen zu können.

Volle Haftung der Banken

Bisher hafteten die Banken im Falle einer Bankeninsolvenz nur für die ersten 50.000 Euro, von 50.000 bis 100.000 Euro sprang der Staat ein. Nun sollen die Kreditinstitute für die gesamte Summe gerade stehen.

Durchaus überraschend sind die market-Umfrageresultate auf die Frage nach den sichersten Alternativen zum Sparbuch. Nach Immobilien (35 Prozent) wird von 14 Prozent die Aufbewahrung von Bargeld zu Hause bzw. im Safe als sichere Ausweichoption angegeben. Die Lebensversicherung (9 Prozent) folgt hingegen erst auf Rang drei.

Lesen Sie den ganzen Artikel im trend Nr. 5/2015
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