Dietrich Mateschitz: Großes Vorbild beim Geld verdienen

Dietrich Mateschitz: Großes Vorbild beim Geld verdienen

Großes Vorbild für die Österreicher: Dietrich Mateschitz

Nach einer Allianz-Studie ist der Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz das große Idol der Österreicher, wenn es ums Geld verdienen geht. Die Österreicher sind laut Sudie mit ihrer finanziellen Situation eher unzufrieden. Sie wünschen sich 3000 Euro - netto im Monat. Der tatsächlicher Verdienst ist aber nur halb so hoch.

Wien. Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz ist für viele Österreicher ein Vorbild in Sachen Geld verdienen. Auch Bill Gates, Frank Stronach und Warren Buffett wurden in einer Allianz-Studie (ungestützt) als Vorbilder in finanziellen Angelegenheiten genannt. Vorbild Nummer 2 nach Mateschitz ist der eigene Vater, gefolgt vom besten Freund bzw. der besten Freundin und dem Partner bzw. der Partnerin.

Das GfK-Institut hat im Auftrag des Versicherers Allianz 1000 Personen zwischen 16 und 65 Jahren zum Thema Geld befragt. Das Ergebnis: Es herrscht eine deutliche Unzufriedenheit punkto Geld- und Vermögenssituation vor. 90 Prozent der Befragten beurteilen ihr Einkommen als niedrig oder bestenfalls durchschnittlich und wünschen sich rund 3000 Euro netto im Monat, um ein "gutes Leben" führen zu können. Das tatsächliche Einkommen liegt laut Allianz bei nur rund halb so viel - und zwar 1732,50 Euro netto.

Männer brauchen mehr Bares als Frauen

Männer benötigen für ein "gutes Leben" deutlich mehr als Frauen: Sie wünschen sich der Umfrage zufolge 3492 Euro monatlich, Frauen 2374 Euro. Auch sonst förderte die Befragung einige Klischees zutage: Männer unterhalten sich demnach deutlich öfter mit Freunden und Arbeitskollegen über Geldfragen, während sich Frauen primär an ihren Partner wenden. Frauen wünschen sich mehr Geld für Kleidung, Kosmetik und Urlaub, während Männer gerne mehr in Autos, Unterhaltungselektronik und ihr Hobby investieren würden.

Am ehesten wird man nach Ansicht der Befragten durch eine Erbschaft (54 Prozent), die richtige Berufswahl (50 Prozent) oder einen Lottogewinn bzw. familiäre Zuwendungen (je 43 Prozent) "reich". Harte Arbeit (29 Prozent) oder eine gute Ausbildung (26 Prozent) gelten als weniger erfolgsversprechend, um richtig Geld zu machen. Reichtum bedeutet für die meisten Befragten, sich alles leisten zu können und somit unabhängig zu sein. Immaterielle Werte wie Freundschaft oder Familie wurden kaum als Reichtum angesehen.

Ein hohes Einkommen vergönnen die Befragten Pflegekräften (77 Prozent) und (weit abgeschlagen) Ärzten (44 Prozent) sowie Handelsangestellten (30 Prozent). Am unteren Ende der Skala liegen Politiker und Journalisten (je 3 Prozent).

Skeptischer Ausblick

Der Blick in die finanzielle Zukunft ist bei den Meisten ein eher skeptischer. Die Investitionsbereitschaft der Österreicher ist generell gering. 41,7 Prozent des Geldvermögens (238,4 Mrd. Euro) liegen auf täglich behebbaren oder gebundenen Sparbüchern oder "unter dem Kopfpolster". "Fast die Hälfte des Geldes wird somit nicht rentabel investiert", so Martin Bruckner von Allianz Österreich. Im Schnitt verwenden die Österreicher 13 Prozent ihres Einkommens für Vorsorge und Sparen auf.

Punkto Finanzwissen haben die Österreicher noch Aufholbedarf. 43 Prozent empfinden sich als nicht gut gebildet in Sachen Finanzen. 46 Prozent haben noch nichts vom ATX, dem Leitindex der Wiener Börse, gehört. 70 Prozent der Jugendlichen und 37 Prozent der Erwachsenen kennen keine Vorsorgeprodukte.

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