Börseprofi 2013: Uncle Sam schlägt Europa

Börseprofi 2013: Uncle Sam schlägt Europa

Der Zieleinlauf im Börsespiel 2013 zeigt: Mit US-Titeln konnte man heuer am meisten gewinnen. FORMAT präsentiert die Sieger und die besten Aktien aus Amerika.

Das Börsespiel "Börseprofi 2013“ von bankdirekt.at und FORMAT ist vergangenen Freitag zu Ende gegangen und war ein voller Erfolg. Mehr als 3.700 Teilnehmer waren dabei und die besten Trader lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Sieg. Gewinner der Gesamtwertung ist der Oberösterreicher Herbert Ertl. Er schaffte mit seinem Depot in den drei Monaten Spieldauer einen beachtlichen Wertzuwachs von 15,17 Prozent. Das Ergebnis in der Studentenwertung steht dieser Performance um nichts nach. Nikolas Blunder, Student der Finanzwissenschaften an der Uni Innsbruck, schaffte immerhin 14,18 Prozent über die gesamte Spieldauer. Das gesamte Team des Wertpapierspiels "Börsenprofi 2013“ gratuliert den Gewinnern recht herzlich.

Ziel des Börsespiels war es natürlich, alle an den Finanzmärkten interessierten mit der Welt der Wertpapiere vertraut zu machen. Birgit Kuras, Vorstand der Börse Wien: "Börsespiele sind eine sehr gute Möglichkeit, ein Gefühl für Kapitalmärkte zu entwickeln und Wissen über die Funktionsweisen der verschiedenen Anlageprodukte wie Aktien, Fonds oder Zertifikate zu bekommen. Man kann also ‚im Trockenen üben‘ und die dabei gemachten Erfahrungen später bei wirklichen Anlageentscheidungen einbringen.“ Die Mehrzahl der Teilnehmer beim Börseprofi 2013 waren tatsächlich solche, die einmal im Trockendock üben möchten. Die Sieger und das Spitzenfeld in der Ergebnisliste sind aber bereits Profis von denen sich einiges lernen lässt.

USA-Aktien als Top-Performer

Besonders aufschlussreich ist auch das Ranking der Wertpapiere, die im Börsespiel den größten Wertzuwachs lieferten. Unter den Top-Five-Wertpapieren kommen drei aus den USA und zwei aus Deutschland. Der Kurs der Aktie des amerikanischen Pharmakonzerns Vertex stieg seit Spielbeginn am 8. Februar um 70 Prozent. Die Aktie des Medien und TV-Konzerns Starz Liberty Capital (u. a. Discovery Channel) stieg im gleichen Zeitraum um 42 Prozent und das Papier des US-Biotechnologiekonzerns Biogen Idec legte um 36,7 Prozent zu. Aus Deutschland konnte nur der Produzent von Windenergieanlagen Nordex SE ein ähnlich gutes Ergebnis liefern und ein Zertifikat auf die Kursentwicklung der VW-Aktie.

Das Börsespiel spiegelt damit also ganz genau die Entwicklung der weltweiten Finanzmärkte wider. Und da haben im Augenblick die USA eindeutig die Nase vorne. Während der Euro Stoxx 50 Index seit Jahresbeginn um die Null-Prozent-Marke herum pendelt, legte der Dow Jones Industrial Index um gut sieben Prozent zu.

Abwanderung aus Europa

Anleger haben bislang kein ausreichendes Vertrauen in die Aktienmärkte Europas gefunden. Die Zypernkrise hat gezeigt, dass die EU die Lage doch noch nicht im Griff hat und ständig Probleme in weiteren Ländern aufbrechen können. Die großen institutionellen Anleger ziehen daher ihre Gelder aus Europa ab und verlagern sie in die USA. Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock registrierte im März 2013 Abflüsse aus Europa im Ausmaß von 2,3 Milliarden US-Dollar (1,74 Milliarden Euro). Die Abflüsse waren so hoch, dass sie die Zuflüsse aus den beiden Monaten zuvor beinahe wieder komplett zunichte machten. Unter dem Strich blieben 200 Millionen Dollar (151 Millionen Euro), die Großanleger in europäische Aktien-ETFs gesteckt haben. Doch noch ist Europa nicht verloren. Die Aussicht auf eine weitere Zinssenkung und die Regierungsbildung in Italien sorgen für Entspannung. Heike Arbter Raiffeisen Centrobank: "Auf Jahressicht wird dieser positive Trend auf den internationalen aber auch den europäischen Aktienmärkten erhalten bleiben.“

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