Börseprofi 2013: Endspurt beim Börsespiel

Börseprofi 2013: Endspurt beim Börsespiel

Das große Aktienspiel von bankdirekt.at und FORMAT geht in die Endrunde. Experten zeigen, wie man jetzt noch schnell Gewinne macht.

Es ist ein voller Erfolg. Mehr als 3.700 Teilnehmer versuchen sich im Börsespiel von bankdirekt.at und FORMAT bisher als Trader. Doch die Börsen haben sich in den vergangenen Wochen und Monaten seit Spielbeginn in keiner einheitlichen Verfassung gezeigt. Ein Auf und Ab in Europa machte die Anlageentscheidungen nicht gerade einfach. Der Dow Jones in Amerika stürmte zwar von Rekord zu Rekord, aber auch da gab es zwischendurch immer wieder leichte Rückschläge.

Das schwierige Marktumfeld spiegelt sich auch in der Performance-Statistik der Teilnehmer des Börsespiels wieder. Die durchschnittliche Performance aller Trader ist mit 1,8 Prozent deutlich im Minus. Nur 603 Teilnehmer liegen mit ihren Depots im Plus. Kleiner Trost: Vielen Börseprofis geht es derzeit ähnlich. Gehandelt wurden mit Vorliebe zwar Zertifikate doch die beste Performance konnte immer noch mit klassischen Aktien erzielt werden.

Grund genug für FORMAT, noch ein wenig Unterstützung zu liefern. Vier Top-Experten geben den Teilnehmern des Börsespiels auf diesen Seiten Tipps, wie sie in den verbleibenden zwei Wochen ihre Performance noch deutlich steigern können. Natürlich sind da durchaus Anlageinstrumente dabei, die auch ein wenig riskanter sind. Aber die vier Investment-Profis Heike Fürpass-Peter von Lyxor, Heike Arbter von der Raiffeisen Centro Bank, Andreas Lassner Geschäftsführer der Kepler KAG oder Volker Meinel von BNP Paribas haben bei ihren Last Minute-Empfehlungen auch jene Anleger im Blickfeld gehabt, die vielleicht tatsächlich damit ihr Geld risikieren wollen.

Globale Strategie

Heike Fürpass-Peter vom Lyxor Asset Management setzt bei ihren Tipps auf eine eine globale Strategie. Mit ETFs soll sowohl an der Entwicklung der US-Börse, des japanischen Aktienmarktes als auch Unternehmen, die weltweit überdurchschnittliche Renditen erzielen. Volker Meinel von der BNP Paribas setzt wiederum auf den DAX und den weiter fallenden Goldpreis, Andreas Lassner, Geschäftsführer der Kepler Fonds KAG empfiehlt einen Fonds, der in einer kontrollierten Offensivstrategie veranlagt. Und Heike Arbter von der Raiffeisen Centrobank empfiehlt fünf Bonus-Zertifikate, die optimal für das wechselhafte Marktumfeld sind.

Die kommenden Tage werden zeigen, welche Teilnehmer beim Börsespiel noch Terrain aufholen können. Die Performance der Top-Ten liegt nicht sehr weit auseinander. Besonders interessant ist der aktuelle Wochensieger. Das Depot "Haube1“ liegt auch im Gesamtranking des Börsespiels auf Platz eins.

Wochensieger: Depot "Haube1"

Heike Fürpass-Peter / Lyxor Asset Management

Von USA bis Japan: Drei Top-ETFs

Der amerikanische Dow-Jones-Index erreichte im April ein neues Allzeithoch. Wer unter den Vorzeichen konjunktureller Erholung, expansiver Geldpolitik und eines nahezu renditelosen Anleihemarktes auf eine Fortsetzung der Rallye spekulieren möchte, findet im Lyxor ETF MSCI USA (ISIN: FR001296061) Diversifizierung und Transparenz gleichermaßen. Der SG Global Quality Income Index und der darauf aufbauende ETF (ISIN: LU0832436512) versammeln weltweit diejenigen Aktien, die eine überdurchschnittliche Rendite - als Summe von Kursentwicklung und Dividendenzahlung - bei hoher Qualität aufweisen. Und nicht zuletzt Japan: Der Lyxor ETF Japan (ISIN: FR0010245514).

Volker Meinel / BNP Baribas Investment

Bild: BNP Paribas Gold und DAX: Zwei Winner-Zertifikate

Mit dem Capped-Bonus-Zertifikat (ISIN: DE000BP6SQF3) können Anleger in der verbleibenden Zeit knapp zwei Prozent verdienen. Das entspricht einer jährlichen Rendite von 32 Prozent. Der Anleger hat einen Sicherheitspuffer von 8,5 Prozent. Der DAX kann in den nächsten Tagen bis 8,5 Prozent fallen und dennoch würde der Anleger seine knapp zwei Prozent erhalten. Eine zweite Idee wäre auf den weiterhin volatilen Goldpreis zu setzen - und zwar mit einem Discount-Zertifikat. Anleger sind mit dem Discount-Zertifikat auf Gold (ISIN: DE000BP5UJ92) gut positioniert, selbst wenn Gold noch etwa sechs Prozent verlieren sollte. Der Gewinn ist wie immer bei Discount-Zertifikaten begrenzt. Hier sind für Anleger auf Jahressicht 7,4 Prozent möglich.

Andreas Lassner / GF Kepler Fonds KAG

Bild: EOS Werbefotografie OEG Kontrollierte Offensive: Aktien mit geringer Volatilität

Eine optimale Strategie für die verbleibende Woche zu finden, ist keine leichte Aufgabe. Denn für sorgfältig durchdachte Anlagekonzepte sind in der Regel deutlich längere Zeithorizonte erforderlich. Vor dem Finale des Börsespiels zeigt sich folgendes Marktumfeld: Die wichtigsten Aktienbörsen notieren in der Nähe historischer Höchststände. Dies ist nicht zuletzt auf das aktuelle Zinsumfeld zurückzuführen. Sowohl eine Überwindung der Höchststände als auch ein Rückschlag sind möglich. Für Anleger mit kontrollierter Offensive ist bei dieser fragilen Marktlage der Kepler Risk Select Aktienfonds (ISIN: AT0000A0NUW5) ein Thema. Sein breit gefasstes Portfolio sucht Aktien mit vergleichsweiser geringer Volatilität aus. Übergewichtet werden eher defensive Branchen wie Energieversorger oder Produzenten von Grundnahrungsmitteln. Gerade in den letzten Wochen lief dieser Ansatz sehr gut.

Heike Arbter / Raiffeisen Centrobank

Bild: Ian Ehm Anlage mit Teilschutz: Fünf Bonus-Zertifikate

Die Stimmung an den Aktienmärkten hat sich erneut durch Unsicherheiten verschlechtert. Sowohl in Europa als auch in China sind die Konjunkturdaten mäßig. Raiffeisen Research erwartet mittel-bis längerfristig aber weltweit eine deutlich positive Entwicklung. In diesem Umfeld für Aktien, das immer vereinzelt von Rückschlägen geprägt sein kann, können Teilschutzprodukte punkten. Besonders Bonus-Zertifikate bieten Ertragschancen bei leicht fallenden, seitwärts tendierenden und steigenden Märkten. Auch hier empfiehlt es sich aber unter den Basiswerten zu diversifizieren. Einen guten Mix bieten die Bonus-Zertifikate auf Brent Crude Oil (ISIN: AT0000A0Z7G7), den ATX (ISIN: AT0000A0YNJ4), Andritz (ISIN: AT0000A0YF83), Daimler (AT0000A0YF83) und die Erste Group (ISIN: AT0000A0Y8W3).

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