Warren Buffett schlägt wieder zu: Ab 2015 gehört ihm Duracell

Warren Buffett schlägt wieder zu: Ab 2015 gehört ihm Duracell

Warren Buffet kann's nicht lassen: Der US-Starinvestor kauft mit seiner Investmentfirma Berkshire Hathaway die Batteriemarke Duracell.

Die Duracell-Hasen schlagen ihre Trommel in Zukunft für Warren Buffett: Der US-Starinvestor übernimmt mit seiner Investmentfirma Berkshire Hathaway das Batteriegschäft von Procter & Gamble für 1,7 Milliarden Dollar in bar plus 4,7 Milliarden Dollar in Aktien. Damit wächst das Imperium des 84-jährigen Multimilliardärs, der Beteiligungen bei Coca-Cola, American Express oder IBM hat, weiter an. Lediglich der Einstieg beim britischen Einzelhändler Tesco brachte dem Investor Pech.

Warren Buffett hat wieder zugeschlagen. Der US-Multimilliardär übernimmt mit seiner Investmentfirma Berkshire Hathaway das Batteriegeschäft des weltgrößten Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble. Die unter der bekannten Marke Duracell betriebene Sparte soll um 1,7 Mrd. Dollar (1,3 Mrd. Euro) in bar und 4,7 Milliarden in Aktien den Besitzer wechseln.

"Ich war immer sehr beeindruckt von Duracell, sowohl als Verbraucher als auch als langfristiger Investor", ließ Buffett verlauten. Der Deal soll in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres abgeschlossen sein. P&G ist der weltgrößte Konsumgüterhersteller und für seine Marken von Pampers-Windeln bis hin zu Wella-Haarpflege bekannt.

P&G will sich künftig nur noch auf schnell wachsende Marken konzentrieren. Der Konzern hatte im August erklärt, zahlreiche Geschäfte auf den Prüfstand zu stellen. Zu den größten Sparten auf dieser Liste gehörte der weltweit führende Batterieproduzent Duracell. P&G-Chef A.G. Lafley will mit der Trennung von schwächelnden Geschäften Kosten sparen und das Umsatzwachstum antreiben. Im Oktober hatte P&G angekündigt, sich von Duracell trennen zu wollen.

Buffett, der laut Forbes-Ranking zweitreichster und laut Bloomberg-Ranking drittreichster Mann der Welt ist, kann sich derzeit nicht beklagen. Die Geschäfte in seinem Firmenimperium laufen rund. Seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway wies für das abgelaufene Quartal einen Anstieg des operativen Gewinns um 29 Prozent auf 4,72 Milliarden Dollar aus. Das Ergebnis lag deutlich über den Markterwartungen. Dazu trugen insbesondere Zuwächse in den Kernbereichen Versicherungen, Energie und Eisenbahn bei.

Pech mit Tesco

Pech hatte die Investorenlegende allerdings mit dem Engagement beim britischen Einzelhändler Tesco, der von einem Bilanzskandal erschüttert wird. Berkshire schrieb auf die Beteiligung 678 Millionen Dollar ab. Auch deswegen ging der Nettogewinn um neun Prozent auf 4,62 Milliarden Dollar zurück. Inzwischen hat Berkshire den Tesco-Anteil reduziert.

Buffetts Investments decken zahlreiche Branchen ab. Kleinere Berkshire-Firmen sind unter anderem im Geschäft mit Farben, Schmuck, Speiseeis und Unterwäsche tätig. Darüber hinaus ist die Gesellschaft mit vielen Milliarden Dollar bei Branchengrößen wie American Express, Coca-Cola, IBM und Wells Fargo engagiert.

Die Barmittel von Berkshire stiegen im vergangenen Vierteljahr um knapp sieben Milliarden auf mehr als 62 Milliarden Dollar an. Geld braucht Buffett für die zuletzt angekündigte Übernahme des größten nicht börsennotierten US-Autohändlers Van Tuyl. Für ein oder zwei große Deals ist danach allerdings noch genug vorhanden. Vergleichsweise günstige Preise gebe es in Europa wegen der dortigen Wirtschaftsflaute, sagte Berkshire-Aktionär Michael Yoshikami.

Anleger nahmen die Nachricht von der Übernahme zunächst verhalten auf - die Aktien von Procter & Gamble notierten vorbörslich mit gut einem Prozent im Minus. Die Papiere von Berkshire stiegen leicht.

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