Virgin America hebt beim Börsendebüt ab

Virgin America hebt beim Börsendebüt ab

President und Chief Executive Officer David Cush (3.v.re.) und seine Crew beim Nasdaq-Debüt.

Zur Erstnotierung an der US-Technologiebörse Nasdaq in New York landete die Airline-Tochter des britische Milliardärs Richard Branson einen kapitalen Volltreffer. Die Banktochter Virgin Money brauchte einen zweiten Anlauf zum Börsengang, der aber nicht so erfolgreich war.

New York/London. Bei ihrem Debüt an der US-Börse Nasdaq haben die Aktien von Virgin America am Freitag bis zu 30 Prozent zugelegt. Die Papiere des Billigfliegers, an dem der britische Milliardär Richard Branson beteiligt ist, verteuerten sich zeitweise auf 29,74 Dollar. Die angebotenen 13,1 Millionen Titel waren zu je 23 Dollar verkauft worden. Branson wird nach dem IPO weiterhin rund 25 Prozent der Aktien halten. Das New Yorker Investmentunternehmen Cyrus Capital Partners wird 33 Prozent der Aktien halten,

Der Billig-Anbieter Virgin America fliegt 22 Ziele in den USA und Mexiko an. Im dritten Quartal erzielte die Fluggesellschaft einen Nettogewinn von 41,6 Millionen Dollar bei einem Umsatz von 405,5 Millionen. Der Erlös aus dem Börsengang - insgesamt 307 Millionen Dollar - soll unter anderem zum Kauf für zehn neue Flugzeuge, Zinszahlungen und für die Schuldenabdeckung verwendet werden.

2. Anlauf von Virgin Money

Nicht ganz so erfolgreich war der Börsengang von einem weiteren Virgin-Unternehmen von Branson. Virgin Money ist bei ihrem zweiten IPO-Anlauf die Aktien nur am untersten Ende der Preisspanne losgeworden. Die Anteilsscheine wurden am Donnerstag zu jeweils 283 Pence ausgegeben. Die Angebotsspanne reichte bis 333 Pence. Die Bank, das maßgeblich den Milliardären Richard Branson und Wilbur Ross gehört, wird damit mit rund 1,25 Milliarden Pfund (1,6 Milliarden Euro) bewertet. Rund 150 Millionen Pfund hatte der Börsegang eingebracht.

Eigentlich wollte die kleine Bank mit ihren 2,8 Millionen Kunden und 75 Filialen bereits im Oktober aufs Parkett, verschob die Pläne aber wegen Marktturbulenzen.

Nach dem Börsengang werden die Unternehmer Branson und Ross noch 34 beziehungsweise 33 Prozent der Anteile halten. Bekanntwurde das Institut, als es 2011 den verstaatlichten Immobilienfinanzierer Northern Rock kaufte, der in Großbritannien eines der ersten Opfer der globalen Finanzkrise geworden war.

Verunglückte Weltall-Mission

Branson gehört weltweit zu den bekanntesten Unternehmern. Auf der Liste des US-Magazins "Forbes" ist er mit einem Vermögen von 4,9 Milliarden Dollar in der Rangliste der Milliardäre auf Rang 305.

Anfang des Monats war der Raumflieger "SpaceShipTwo", der zur Branson-Firma Virgin Galactic gehört, in die kalifornische Mojave-Wüste gestürzt. Dabei kam ein Pilot ums Leben, ein weiterer wurde schwer verletzt. Branson hatte bereits am Tag nach dem Unglück betont, er werde trotz des "schrecklichen Rückschlags" an seinen Plänen für privaten Weltraumtourismus festhalten. Die Ausflüge ins Weltall ermöglichen.

Das "SpaceShipTwo" hatte seinen ersten Testflug im Frühjahr 2013 absolviert. Mehr als 30 Testflüge folgten. Das Raumschiff bietet Platz für sechs Passagiere. Hunderte Interessenten haben bereits eine Reise reserviert und dafür eine Anzahlung auf den erwarteten Ticketpreis von 250.000 Dollar (knapp 200.000 Euro) geleistet. Auf der Warteliste stehen Medienberichten zufolge Prominente wie Hollywoodstar Leonardo DiCaprio, der kanadische Popsänger Justin Bieber und der Astrophysiker Stephen Hawking.

Der umtriebige Milliardär schuf ab 1970 ein riesiges Firmenimperium, das unter anderem die Branchen Musik, Luftfahrt und Telekommunikation umfasst.

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