Nur magerer Gewinn für Lenovo

Nur magerer Gewinn für Lenovo

Die Einkaufstour drückt bei Lenovo auf den Gewinn.

Jüngste Zukäufe drücken beim weltgrößten PC-Hersteller Lenovo auf den Gewinn. Der Umsatz des chinesischen Computerriesens ist dennoch kräftig gestiegen.

Peking Der weltgrößte PC-Hersteller Lenovo hat im vergangenen Quartal einen kräftigen Umsatzsprung verzeichnet, aber Zukäufe drückten den Gewinn. Die Erlöse stiegen trotz Gegenwinds durch den starken Dollar im Jahresvergleich um 21 Prozent auf 11,3 Mrd. Dollar (10,16 Mrd. Euro), wie Lenovo am Donnerstag mitteilte.

Beim Gewinn hat Lenovo (ISIN HK0992009065) jedoch kräftige Einbußen hinzunehmen: In dem Ende März abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal ist der Profit um 37 Prozent auf 100 Mio. Dollar zurückgegangen. Ein Auslöser waren nach Unternehmensangaben Belastungen im Zusammenhang mit Übernahmen in Höhe von 94 Mio. Dollar. Lenovo muss den Kauf des Handy-Pioniers Motorola im Jahr 2014 zum Kaufpreis von 2,91 Mrd. US-Dollar und eines Teils des IBM-Servergeschäfts verdauen.

Zuvor hatte Lenovo bereits im Jahr 2004 die PC-Sparte von IBM (ISIN US4592001014) für damals 1,75 Mrd. US-Dollar übernommen, was international für viel Aufsehen gesorgt hatte. Im Juni 2011 ist Lenovo beim deutschen Hersteller Medion - Lieferant von Aldi/Hofer - eingestiegen. 629 Millionen Euro betrug das Investment. Gerade im PC-Markt hat sich Lenovo mit dem langjährigen Marktführer Hewlett-Packard einen erbitterten Preiskampf geliefert.

Das PC-Geschäft blieb mit einem Umsatz von 7,2 Mrd. Dollar das wichtigste Standbein von Lenovo. In dem seit Jahren schwachen Markt konnte Lenovo den Absatz im vergangenen Quartal um 2,7 Prozent auf 13,3 Millionen Geräte steigern. Das gab den Chinesen einen Marktanteil von 19,5 Prozent. Die Sparte steigerte den operativen Gewinn um 11 Prozent auf 391 Mio. Dollar.

Mit 18,7 Millionen Smartphones blieb Lenovo die weltweite Nummer drei. Der Absatz zu den Spitzenreitern Samsung und Apple ist aber sehr groß. Im gesamten Geschäftsjahr waren es 76 Millionen Geräte - soviel, wie Marktführer Samsung üblicherweise in einem Quartal verkauft. China war nach wie vor der wichtigste Absatzmarkt für Lenovo mit einem Anteil von knapp 60 Prozent.

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