Twitter steht unter Zugzwang bei Investoren

Twitter steht unter Zugzwang bei Investoren

Bald sollen Videos auf Twitter geteilt werden können. Der Kurznachrichtendienst steht unter Zugzwang, mäßiger Nutzerzuwachs und Quartalsverluste verschreckten viele Investoren.

Twitter steht unter Druck: Die Nutzerzahlen wachsen nur noch mäßig und den Investoren präsentierte der Kurznachrichtendienst Ende Oktober einen weiteren hohen Quartalsverlust. Neue Apps und Zusatzfunktionen sollen jetzt wieder mehr Nutzer anlocken. Allein die Ankündigung reichte, dass die Aktie 7,5 Prozent höher schoss.

Twitter will mit neuen Mitteln und Wegen das langfristige Wachstum sichern. Auf dem ersten Investorentag seit dem Börsengang im vergangenen Jahr stellte das Management am Mittwoch seine Strategie vor. Twitter-Chef Dick Costolo versprach Anlegern, die Nutzbarkeit des Kurznachrichtendienstes mit diversen Neuerungen zu verbessern. Die Aktie stieg daraufhin um mehr als acht Prozent.

Bald sollen Videos laut Costolo direkt auf Twitter geteilt werden können. Zudem will die Firma den Austausch privater Nachrichten erleichtern und eine Funktion einführen, die für den jeweiligen User relevante Tweets filtert und aufbewahrt, wenn dieser gerade nicht angemeldet ist. Benachrichtigungen will Twitter künftig zielgerichteter verschicken und dabei auch den Aufenthaltsort der Nutzer stärker berücksichtigen.

Den Einstieg für neue Nutzer will Costolo stark vereinfachen. Dafür kündigte er eine "Instant Timeline" an, die es Einsteigern erspart, sich erst die Kanäle anderer Nutzer zu suchen, um deren Tweets zu abonnieren. "Keine Notwendigkeit mehr, anderen Accounts zu folgen, wenn man sich registriert", erklärte Costolo. Twitter hatte Investoren Ende Oktober mit einem weiteren hohen Quartalsverlust und einem mäßigen Wachstum der Nutzerzahlen enttäuscht.

Der Zwitscherer versucht derzeit wie Facebook, möglichst viele Smartphone-Benutzer anzuziehen.

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