Telekom-Riese America Movil mit erstem Verlust seit 14 Jahren

Telekom-Riese America Movil mit erstem Verlust seit 14 Jahren

Carlos Slim, Superreicher aus Mexiko und mit America Movil Mehrheitseigentümer bei der Telekom Austria, hat ein Problem: Seine Cashcow wirft im Moment Verluste aus.

Die Währung, verschärfte Regulierungen und die Konjunktur in Lateinamerika machen dem Konzern von Carlos Slim, Zweiter in der Liste der Superreichen, zu schaffen. America Movil fährt einen Verlust von 155 Mio. Euro im dritten Quartal ein. Die Telekom Austria funktioniert hingegen ganz im Sinne von Slim und macht wieder Profite.

Der mexikanische Mobilfunkkonzern America Movil, Mehrheitseigentümer der Telekom Austria, hat im dritten Quartal erstmals seit 14 Jahren wieder rote Zahlen geschrieben.

Wegen der starken Abwertung der lateinamerikanischen Währungen, schärferer Regulierungen in Mexiko und der Rezession in Brasilien sei ein Verlust von umgerechnet 155 Mio. Euro verzeichnet worden, teilte das von der Familie des Milliardärs Carlos Slim kontrollierte Unternehmen mit.

Milliardenverlust durch Wechselkurs

Zuletzt bereiteten dem Konzern vor allem das Geschäft mit Bezahlfernsehen und die Mobilfunksparte Sorgen. Der Konzern erhält einen Großteil der Einnahmen in der mexikanischen und der brasilianischen Landeswährung, muss viele Ausgaben aber in Dollar begleichen. Die Wechselkursverluste stiegen im dritten Quartal um 400 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro.

Für Carlos Slim dürfte der Verlust verkraftbar sein. Auf der Liste der Superreichen eines US-Magazins wird sein Vermögen mit 62,5 Milliarden Dollar geschätzt.

An der Börse zum Penny-Stock verkommen: America Movil wird in Frankfurt aktuell um 0,768 Euro gehandelt.

An der Börse - die America Movil Aktie wird in Frankfurt gehandelt (ISIN MXP0016912139 - ist das Unternehmen nichts für Investoren mit schwachen Nerven. Der Chart der vergangenen zehn Jahre gleicht einer wilden Achterbahnfahrt. Aktuell ist der Kurs wieder einmal am Boden. Die Aktie wird um 0,768 Euro gehandelt

Die Beteiligung an der Telekom Austria, (America Movil hält mit 59,7 Prozent), ist gemessen am Börsenwert auch noch kein Gewinn für Slim. Nach dem Einstieg bei der Telekom im Juni 2012 stieg die Aktie zwar kurz auf 8,15 Euro, aktiuell notiert sie jedoch nur bei 5,40 Euro. Zumindest erzielte die Telekom in den ersten drei Quartalen 2015 wieder einen Gewinn. In den ersten neun Monaten wurde ein Profit von 308,4 Millionen Euro erzielt, nach einem Verlust in Höhe von 136,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz ist bei der Telekom Austria allerdings rückläufig.

Die Entwicklung der Telekom Austria Aktie über die vergangenen fünf Jahre.

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