Strabag 2014 mit deutlich höherem Gewinn

Strabag 2014 mit deutlich höherem Gewinn

Strabag CEO Thomas Birtel

Das anziehende Baugeschäft hat der Strabag im vergangenen Jahr zu einem Gewinnplus verholfen. Vor allem in Deutschland wird nach der Flaute der vergangenen Jahre wieder mehr gebaut.

Österreichs größter Baukonzern Strabag kann sich aus dem Geschäftsjahr 2014 über ein Ergebnisplus von 13 Prozent freuen. Das Konzernergebnis stieg auf 127,97 Millionen Euro, das Ergebnis je Aktie erhöhte sich von 1,11 Euro auf 1,25 Euro. Daher wird der Vorstand der Hauptversammlung im Juni 2015 eine Dividende von 50 Cent je Aktie vorschlagen. Im Vorjahr lag die Dividende bei 45 Cent.

Für Thomas Birtel, dem Vorstandsvorsitzenden der Strabag SE, ist diese Steigerung ein wesentlicher Faktor, um den Kurs der STRABAG SE-Aktie zu steigern. "Wir legen daher unser strategisches Augenmerk auf eine selektive Diversifikation unserer Geschäftsaktivitäten, einen systematischen Innovationsprozess, ein durchgängiges Risikomanagement und den Erhalt unserer Kapitalkraft", sagt Birtel. Die Eigenkapitalquote des Konzerns liegt weiterhin bei fast 31 Prozent. Die Netto-Cash-Position wurden von 73,73 Millionen Euro auf 249,11 Millionen Euro zum Jahresende 2014 ausgebaut..

Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich der Gewinn um 4 Prozent auf 719,94 Millionen Euro, die EBITDA-Marge stieg von 5,6 Prozent auf 5,8 Prozent. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen lagen bei 437,98 Millionen Euro, und damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahrs. Die Abschreibungen auf Sachanlagen sind geprägt durch Spezialgerät, das für das internationale Geschäft angeschafft worden war und das nun über wenige Jahre Bauzeit abgeschrieben wird, sowie durch Abschreibungen auf Maschinen im Wasserbau.

Vor allem in Deutschland wird nach der Flaute der vergangenen Jahre wieder mehr gebaut. In seinem wichtigsten Markt erwirtschaftet der Konzern fast die Hälfte seiner Bauleistung von zuletzt 13,6 Milliarden Euro - gefolgt von Österreich und Polen. Die Zuwächse in Deutschland und Österreich konnten im vergangenen Jahr auch Einbußen im kriselnden Russland kompensieren.

Die Bilanzsumme der veränderte sich mit 10,3 Milliarden Euro kaum. Prägend waren die Erhöhung der sonstigen langfristigen Vermögenswerte sowie die signifikante Verringerung der Vorräte. Auch daraus resultierte der Anstieg der liquiden Mittel von 1,7 Milliarden Euro auf 1,9 Milliarden Euro Auf der Passivseite fällt die auf hohem Niveau stabile Eigenkapitalquote von 30,6 Prozent (2013: 30,7 Prozent) auf. Am 31.12.2014 wurde wie gewohnt eine Netto-Cash-Position verzeichnet. Sie nahm aufgrund der höheren liquiden Mittel von 73,73 Millionen Euro per Ende 2013 auf 249,11 Millionen Euro zum Jahresende 2014 zu.

Die Strabag bekräftigt ihren Ausblick: Für 2015 rechnet das Unternehmen mit einem EBIT von mindestens 300 Millionen Euro. Die Leistung sollte bei 14,0 Milliarden Euro zu liegen kommen.

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