Sportbusiness: Nike will Adidas weiter abhängen

Sportbusiness: Nike will Adidas weiter abhängen

Nike erhöht im Konkurrenzkampf mit Adidas das Tempo. In den nächsten fünf Jahren wolle der weltgrößte Sportartikel-Hersteller noch schneller wachsen als in den vergangenen fünf Jahren, wie das Unternehmen am Mittwochabend mitteilte. Der Umsatz solle bis zum Geschäftsjahr 2020 um 63 Prozent auf dann 50 Milliarden Dollar zulegen. Das ist deutlich mehr als Experten derzeit erwarten. Analysten haben bislang geschätzt, dass es bei Nike in den nächsten fünf Jahren ein Umsatzplus von 39 Prozent geben wird. Für Adidas wird in diesem Zeitraum eine Steigerung von 33 Prozent für möglich gehalten.

Der US-Konzern will unter anderem mit seinen Produkten für Frauen punkten. Hier sollen sich die Erlöse bis 2020 fast verdoppeln. Außerdem dürfte sich der Absatz im Internet vervielfachen. Die Marke Jordan - bislang vor allem im Basketball und den USA stark - soll in China und Westeuropa expandieren. Trotz der Konjunkturabkühlung in der Volksrepublik spürt der Sportartikel-Primus dort nach eigenen Angaben keine Bremseffekte. Impulse kämen hier weiterhin aus der größer werdenden Mittelschicht.

Bei Nike geht es auch an der Börse seit Jahren aufwärts.

In den vergangenen fünf Jahren hat Nike seinen Umsatz um gut 52 Prozent ausgeweitet. Im jüngsten Geschäftsjahr bis Ende Mai 2015 summierten sich die Erlöse auf 30,6 Milliarden Dollar.

Adidas hatte sich in der Vergangenheit auch ehrgeizige Mittelfrist-Ziele gesetzt, diese 2014 aber nach einem schwachen Jahr mit mehrmals gesenkter Prognose aufgegeben. Probleme hat der Konzern aus Herzogenaurach etwa in Russland und der Golf-Sparte. Im März 2015 gab das Management neue Ziele aus. So soll der Umsatz des Dax-Unternehmens bis 2020 Jahr für Jahr durchschnittlich im hohen einstelligen Prozentbereich zulegen - auf dann mehr als 22 Milliarden Euro.

Der Chart von Konkurrent Adidas zeigt dagegen auch die Probleme des Unternehmens.

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