Smartphone-Krieg mit Apple macht Samsung zu schaffen

Smartphone-Krieg mit Apple macht Samsung zu schaffen

Sind die fetten Jahre bei Samsung vorbei? Die Gewinne des koreanischen Elektronikkonzerns schrumpfen.

Der Konkurrenzkampf bei Smartphones hat bei Weltmarktführer Samsung im vergangenen Jahr tiefe Spuren im Ergebnis hinterlassen. Für 2014 sieht das führende südkoreanische Technologieunternehmen zum ersten Mal seit 2011 wieder einen Rückgang des operativen Gewinns.

Die verschärfte Konkurrenz durch Apple und chinesische Rivalen zehrt an den Gewinnen des Smartphone-Branchenprimus Samsung Electronics. Der südkoreanische Konzern musste im vergangenen Jahr den ersten Ergebnisrückgang seit 2011 hinnehmen. Dies zeigen vorläufige Zahlen zum abgelaufenen Vierteljahr, die das Management am Donnerstag vorlegte.

Das geht aus dem Ergebnisausblick für das Schlussquartal hervor, den der größte Hersteller von Handys, Speicherchips und TV-Geräten am Donnerstag veröffentlichte.

Demnach fiel der Gewinn aus den gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten in den Monaten Oktober bis Dezember im Jahresvergleich um 37,4 Prozent auf 5,2 Billionen Won (4 Mrd. Euro). Im Gesamtjahr würde das einen Rückgang um 32 Prozent auf 24,9 Billionen Won bedeuten. Das war allerdings mehr als von Analysten erwartet. Daher stieg die Samsung-Aktie Samsung in Seoul um ein Prozent.

Trotzdem fiel der Quartalsausblick besser als von Marktexperten erwartet aus. Im dritten Quartal 2014 hatte der operative Gewinn etwa vier Billionen Won betragen.

Plus im Chip-Geschäft

Vor allem im Chip-Geschäft dürfte Samsung deutlich zugelegt haben. Im vierten Quartal sei der operative Gewinn um vermutlich 23 Prozent gestiegen, berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das südkoreanische Wertpapierhaus IBK Securities.

Samsung kommentierte die Zahlen zunächst nicht. Endgültige Quartalszahlen einschließlich des Überschusses werden, wie üblich, am Ende des Monats nachgeliefert.

Auch beim Umsatz konnte die Flaggschiff-Tochter der Samsung-Gruppe in den Monaten Oktober bis Dezember im Vergleich zum Quartal davor zulegen. Danach lag der Erlös den eigenen Schätzungen zufolge bei 52 Billionen Won, nach 47,45 Billionen Won im dritten Quartal. Im Jahresvergleich bedeutet das jedoch einen Rückgang um 12,3 Prozent.

Die Zahlen zeugen vom harten Kampf auf dem Smartphone-Markt. Besonders in Asien machten zuletzt lokale Hersteller Samsung seine Spitzenposition im Geschäft mit Handys und Smartphones streitig, wie Markterhebungen in Indien und China zeigen. Daneben verzeichnete im Oberklasse-Segment vor allem Apple mit seinen beiden Modellen des iPhone 6 große Absatzerfolge. Damit setzten die Rivalen den Südkoreanern sowohl bei günstigen als auch bei teuren Geräten zu. Zu den angekündigten Wettbewerbsstrategien von Samsung Electronics gehört auch eine starke Reduzierung der Smartphone-Auswahl.

Börse

Uniqa sucht nach Lösung von Luxusproblemen

Börse

Schwache Dividendenrendite bei Österreichs Börsecompanys

Börse

Deutsche Bank fährt Rekordverlust ein: 6,7 Milliarden Euro

Börse

Ölschwemme bringt weltweit die Börsen auf Talfahrt